Falschgeld im Umlauf

Schönefeld. Nicht schlecht staunte eine 38-jährige Leipzigerin am Montagnachmittag über die Information einer Angestellten einer Postfiliale.

Die 38-Jährige wollte für ihren Arbeitgeber Geld einzahlen und wurde dadurch unfreiwillig aus einer Kundin zu einer Tatverdächtigen. Denn dem geübten Blick der 51-jährigen Angestellten fiel laut Beamtenaussage eine 100-Euro-Banknote auf, bei der einige Sicherheitsmerkmale nicht übereinstimmten.

Zur Klärung wurde die Polizei hinzu gerufen. Die Beamten stellten den Geldschein sicher und klärten die ratlose Überbringerin des Geldes über die strafrechtlichen Folgen des Inverkehrbringens von Falschgeld auf.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich eine knappe halbe Stunde zuvor, gegen 15.30 Uhr in einem Blumengeschäft an der Zschocherschen Straße im Stadtteil Plagwitz. Nachdem eine 46-jährige Magdeburgerin ihre Auswahl getroffen hatte, wollte sie diese mit einem 50-Euro-Schein bezahlen, so die Beamten. Da sich der Geldschein allerdings komisch anfühlte und auch hier einige Sicherheitsmerkmale nicht ersichtlich waren, ließ sich die Angestellte die Personalien der Kundin geben.

Diese zahlte daraufhin mit einem anderen kleineren Geldschein laut Polizei, ließ die 50-Euro-Note auf dem Tresen liegen und verließ das Geschäft. Die alarmierte Polizei nahm die Personalien der verschwundenen Kundin sowie die 50 Euro entgegen.

In beiden genannten Fällen werden gegen die tatverdächtigen Frauen Ermittlungsverfahren wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld geführt. Sollte sich die Unkenntnis beider Frauen bestätigen, so entscheidet die Staatsanwaltschaft darüber, ob das Verfahren eingestellt wird oder Anklage erhoben werden soll.