Familiendrama endet tödlich

Am Donnerstag ist es in Strehla zu einer familiären Auseinandersetzung gekommen. Nach dem Streit flüchtete ein 21-Jähriger mit einem Pkw und raste damit in die Elbe. Erst am Freitagabend konnte die Polizei den Toten bergen. +++

Aus dem Dresdner Polizeibericht

Zeit: 24.10.2013, 19.20 Uhr
Ort: Strehla

Gestern Abend kam es auf der Torgauer Straße zu familiären Auseinandersetzung. Ein 21-Jähriger schlug dabei, unter Alkohol stehend einer 55-Jährigen mehrfach ins Gesicht und trat sie mit den Füßen. Eine mit anwesende 17-Jährige wurde ebenfalls verletzt.
 
Nach diesem Streit flüchtete der 21-Jährige mit einem Pkw. An der Riesaer Straße/Elbparkplatz fuhr mutmaßlich er mit hoher Geschwindigkeit in die Elbe.

Kurz darauf begaben sich seine Brüder (26/27) mit einem Auto an die Elbe, um den 21-Jährigen zu suchen. Als sie wieder zurück in Richtung der B 182 fuhren, sprang der 26-jährige Beifahrer während der Fahrt auf die Straße und blieb mit einer Verletzung liegen. Durch diese Geräusche aufmerksam geworden, begaben sich zwei Männer (42, 62) zu dem mittlerweile haltenden Pkw, um gegebenenfalls zu helfen. Der 27-Jährige schubste jedoch unvermittelt den 42-Jährigen, dieser wehrte es mit einem Schlag ab. Der auf dem Boden liegende 26-Jährige trat in der Zwischenzeit nach dem 62-Jährigen.

Sofort nach dem Bekanntwerden des untergegangenen Fahrzeugs begaben sich Beamte der Wasserschutzpolizei und Taucher, Einsatzkräfte der Feuerwehren Riesa und Strehla sowie des THW an diesen Ort und versuchten die gesamte Nacht bis heute Morgen das Fahrzeug zu bergen. Auf Grund der sehr starken Strömung gelang es ihnen vorerst nicht, an das Fahrzeug heranzukommen.

Am heutigen Nachmittag versuchten die Polizeitaucher erneut das Fahrzeug zu bergen. Auf Grund der Fließverhältnisse der Elbe gestaltete sich das Ganze sehr kompliziert.
In den späten Abendstunden gelang es, einen Opel Corsa mit einem Toten zu bergen. Dieser konnte als der 21-Jährige identifiziert werden.

Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen.

Quelle: Polizei Dresden