FC Sachsen vor dem Aus

Es war ein schleichender Prozess, der jetzt zu einem Ende gekommen ist: Der Oberligist FC Sachsen Leipzig wird aufgelöst. Der Insolvenzverwalter des Vereins sieht keine Perspektive mehr. Was jetzt mit dem Leutzscher Club passiert und was die Fans davon halten, haben wir für Sie heraus gefunden.

Wie üblich wird der Platz im Leutzscher Alfred-Kunze für das Spiel am Sonntag hergerichtet. Der Platzwart bessert Schadstellen aus, der Rasen wird gemäht. Der FC Sachsen Leipzig scheint intakt. Doch er ist es nicht. Wie gestern Abend erst in Internetforen und später in der Presse bekannt wurde, wird der Verein endgültig geschlossen. Ein Schock für Cluburgestein Uwe Herziger, der selbst ein Fanprojekt beim FC Sachsen betreut.

Aber es geht nicht mehr weiter in Leutzsch. Und das angeblich schon seit einigen Monaten. Herziger ist empört, dass die Fans nicht eher eingeweiht wurde.

Die Anzeichen, dass Vereinsführung und Insolvenzverwalter mit anderen Vereinen in Kontakt stehen, verdichten sich aber immer weiter. So soll RB Leipzig Interesse am Spielrecht für die Oberliga gezeigt haben.

Und auch das Spielrecht der 2. Sachsen-Elf, sowie die komplette Jugendabteilung soll verkauft werden: Kurioserweise an die Leutzscher Abspalter der BSG Chemie Leipzig. Ein Vorhaben, das der Sächsische Fußballverband erlaubt.

Uwe Herziger gibt die Hoffnung, dass der FC Sachsen Leipzig bestehen bleibt, dennoch nicht auf. Auch wenn es unrealistisch erscheint.

Was nun genau im Alfred-Kunze-Sportpark geschieht, werden die nächsten Tage zeigen. Eins steht aber jetzt schon fest: Der Rasen wird top gepflegt sein.