FDP-Kritik nach Bürgerumfrage: „Oberbürgermeister regiert an Bürgern vorbei!“

Die offizielle Bürgerumfrage der Stadt Leipzig zeigt, wo die Messestädter ihre Prioritäten bei Entwicklung Leipzigs setzen. Laut der Leipziger FDP sind dies aber andere als das Stadtoberhaupt Burkhard Jung (SPD) hat. +++

„Statt Millionen von Euro in der Erschließung eines neuen Premiumquartiers zu versenken oder dringend notwendige Reformen in den Kulturbetrieben zu verhindern, sollte der Oberbürgermeister seine Hausaufgaben im Bereich der Pflichtaufgaben machen“, kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion René Hobusch Oberbürgermeister Burkhard Jung angesichts der Umfrageergebnisse.

Vor allem bei der Bürgermeinung zu den Kulturbetrieben sieht die FDP einen krassen Gegensatz zwischen der Meinung der Stadtspitze und seiner Bürger. „Hätte es eine breite Beteiligung gegeben, hätte man sich nun nicht von den Ergebnissen der Bürgerbefragung überrascht zeigen müssen.“, so Hobusch.
Während die Stadt in den nächsten Jahren mehr Geld für die Kultur in Leipzig bereit stellen will, sehen 41 Prozent der Messestädter hier massives Sparpotential.

Laut der Bürgerumfrage ebenfalls mit großer Mehrheit (81 Prozent) von den Bürgern gefordert, war die Wirtschaftsförderung in Leipzig. „Auch hier können wir in Leipzig mehr tun, als bisher geschieht. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen 2011 konnten wir die Mittel dafür leider nur um 100.000 Euro erhöhen“, erläutert Hobusch, der hofft, dass die Umfrageergebniss nach der politischen Sommerpause in Leipzig auch bei der Stadtverwaltung zu einem Umdenken führen.

„Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse in der Stadtverwaltung nun endlich Gehör finden und der Oberbürgermeister nicht weiter an den Wünschen der Bürger vorbei regiert., so Hobusch abschließend.