FDP kritisiert Förderung einer neuen Kletterhalle

Die FDP-Fraktion kritisiert die Förderung einer neuen Kletterhalle mit über 400.000 Euro. Lässig: „Wir haben ganz andere Herausforderungen im Sportbereich – es gibt hervorragende private Alternativen zum Klettern.“ +++



Nach Medienberichten vom Donnerstag, dem 11.04.2013, plant die Stadt die Förderung einer neuen Kletterhalle mit über 400.000 Euro öffentlichen Geldern. Dagegen protestieren nun die in Dresden ansässigen privaten Betreiber von Kletterhallen, die auf eigenes Risiko Investitionen in Millionenhöhe getätigt haben.

Dazu erklärt Barbara Lässig, sportpolitische Sprecherin der FDP-Stadtratsfraktion:

„Angesichts des desolaten Zustandes vieler städtischer Sporteinrichtungen glaube ich, dass wir in Dresden ganz andere Probleme haben. In die Margon-Arena regnet es beispielsweise rein, deshalb musste sogar schon ein Ligaspiel abgesagt werden. Das Arnhold-Bad ist durch eine Havarie bedingt geschlossen und sogar die Eisfläche im Ostragehege wurde früher abgetaut – trotz Ferien und winterlicher Temperaturen. Mir ist nicht klar, warum wir solch riesige Summen Investieren sollen, wenn es doch gute private Initiativen gibt, die diesen Bereich bereits abdecken.

Als FDP-Fraktion haben wir vollstes Verständnis für den Unmut der privaten Hallenbetreiber, die mit hohem persönlichen Risiko Großinvestitionen stemmen und nun staatlich finanzierte Konkurrenz bekommen sollen. Das ist mit der FDP-Fraktion nicht zu machen. Wir sollten dieses Geld lieber in die Instandhaltung der vorhandenen Einrichtungen stecken und dafür sorgen, dass unsere Bäder beispielsweise den Sommer noch erleben und offen sind.“

Quelle: FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat