FDP-Landesvorsitzender Zastrow fordert Neuwahlen

Sachsen – Bei einem Parteitag in Neukieritzsch bei Leipzig hat sich die FDP am Samstag über eine inhaltliche Neuausrichtung beraten. Nach der Bundestagswahl wird ein Wiedereinzug der Liberalen in den Landtag immer wahrscheinlicher. In Sachsen konnte die Partei 8,2 Prozent der Stimmen erreichen.

Der FDP-Landesvorsitzende Holger Zastrow fordert einen aus seiner Sicht dringend notwendigen Neuanfang der Politik in Sachsen. Die hiesige Regierung sei zu langsam und zu bürokratisch. Ministerpräsident Stanislaw Tillich warf er vor, sein Amt aus Lustlosigkeit niederzulegen. Weiter sagte Zastrow: „Wir brauchen Klarheit und eine handlungsfähige Staatsregierung. Deshalb wären Neuwahlen die beste Lösung für unser Land. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.“ Auch einer möglichen Jamaika-Koalition auf Bundesebene steht der FDP-Landesvorsitzende kritisch gegenüber.

Einigkeit gab es bei den knapp 250 Delegierten bei der Frage nach einer besseren Bezahlung für Lehrer. Ziel müsse es sein, den Beruf in Sachsen wieder attraktiver zu machen. Aus Sicht der Politiker sollen sich junge Menschen in Zukunft wieder gerne für ein Lehramtsstudium entscheiden. Dafür fordert die FDP eine Bezahlung, die mit dem Gehalt anderer deutscher Bundesländer vergleichbar ist. Weiterhin sollen Grundschullehrer mit allen anderen Pädagogen gleichgestellt werden.