FDP Sachsen: Unesco kann den Fehler der Aberkennung nun rückgängig machen

FDP – Holger Zastro: „Ich bin mir sicher, dass nun auch die Unesco einsehen wird, dass das Elbtal nicht gestört und erst recht nicht zerstört ist.“ +++

Lesen Sie hier eine Mitteilung der FDP Sachsen:

Anlässlich der anstehenden Eröffnung der Waldschlößchenbrücke in Dresden fordert Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow das Unesco-Welterbekomitee auf, die 2009 vorgenommene Streichung des Dresdner Elbtals von der Welterbe-Liste rückgängig zu machen.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP Sachsen sowie der FDP-Fraktionen im Sächsischen Landtag und im Dresdner Stadtrat:

„Mit der Eröffnung der Waldschlößchenbrücke findet nach zehn Jahren ein Kampf um die Durchsetzung des Dresdner Bürgerwillens ein glückliches Ende. Dresden ist kein Stück unattraktiver geworden, weder für die Einwohner, noch für Touristen – ganz im Gegenteil: Die Waldschlösschenbrücke war unumgänglich für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Den behaupteten Einbruch von Gästezahlen durch den Brückenbau hat es selbstverständlich nicht gegeben – die Übernachtungszahlen sind im Gegenteil in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Ich verstehe bis heute nicht, warum sich die Unesco von den Brückengegnern damals hat instrumentalisieren lassen. Ihr waren ja sämtliche Pläne zum Bau der Brücke vor der Titelverleihung bekannt. Die Unesco selbst hatte die Brücke im ICOMOS-Gutachten von 2003 noch beschrieben als ’schlank ausgebildet und liegt tief, um die massive Wirkung in der Landschaft zu reduzieren‘. Umso unverständlicher bleibt bis heute die später erfolgte, plötzliche Kehrtwende.

Nicht das Ansehen Dresdens hat dadurch gelitten, sondern das der Unesco, die dogmatisch die Aberkennung des Welterbetitels durchgepeitscht hatte. Spätestens jetzt, da die Brücke steht, ist klar, wie ungerechtfertigt und sinnlos die Aberkennung war. Aber diesen Fehler kann man rückgängig machen. Ich würde mich freuen, wenn das Unesco-Welterbekomitee vorbehaltlos dazu bereit wäre. Das Komitee sollte sich schnellstmöglich vor Ort ein Bild vom Dresdner Elbtal mit seiner neuen Brücke machen. Ich bin mir sicher, dass nun auch die Unesco einsehen wird, dass das Elbtal nicht gestört und erst recht nicht zerstört ist.

Sicher hat die Instrumentalisierung des Brückenbaus durch die linksgrünen Gegner des Vorhabens und selbsternannte Meinungseliten für Irritationen gesorgt. Stellvertretend sei nur daran erinnert, dass Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse unbeirrt der Meinung ist, dass die Brücke den berühmten Canaletto-Blick stören würde. Jeder Dresdner und jeder Kunstfreund weiß das aber besser. Die Brücke liegt nun einmal drei Kilometer weiter weg und auch in der anderen Richtung.

Jeder Tourist kann sich selbst davon überzeugen, dass der Genuss des Canaletto-Blickes weiterhin vollkommen unbeeinträchtigt ist. Und die Brücke selbst wird sicher auch Gäste Dresdens anlocken. Nicht nur, weil sie architektonisch interessant ist, sondern weil man von ihr aus einen herrlichen Blick auf Dresden werfen kann, den es vorher noch nie gab.“

(Quelle: FDP Sachsen)