FDP-Verkehrspolitiker Herbst: Jobticket statt Dresdner Umweltzone

Laut sächsichem Verkehrsministerium hat sich die Zahl der Nutzer des Jobtickets im VVO-Gebiet in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. +++


Lesen Sie hier eine Mitteilung der FDP-Fraktion im sächsichen Landtag

Die Anzahl der Jobticket-Nutzer mit Arbeitgeberzuschuss im Bereich des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) hat sich in den vergangenen zwei Jahren fast verdoppelt. Insgesamt machten im Jahr 2012 über 13.200 Arbeitnehmer von dem Angebot Gebrauch. 2010 waren es nur knapp 7.000 Nutzer. Das geht aus einer Anfrage des Dresdner FDP-Abgeordneten und Verkehrspolitikers Torsten Herbst an das sächsische Verkehrsministerium hervor. Auch die Zahl der Rahmenverträge mit Arbeitgebern, die ihren Mitarbeitern ein Jobticket anbieten, hat sich seit dem Jahr 2007 von lediglich 12 auf inzwischen 92 im Jahr 2012 erhöht.

Auch der Freistaat Sachsen bietet für seine Bediensteten im Gebiet des VVO ein solches Jobticket an. Dazu erklärt Torsten Herbst, verkehrspolitischer Sprecher und Dresdner FDP-Abgeordneter: „Das Jobticket hat sich bewährt, denn es bietet im Berufsverkehr immer mehr Beschäftigten eine günstige Alternative zum Auto. Der Freistaat geht beispielsweise mit dem Angebot für seine Bediensteten mit gutem Beispiel voran und stärkt so die Nutzung von Bus und Bahn. Das entlastet nicht nur den Verkehr in Dresden zu den Spitzenzeiten, sondern trägt dazu bei, dass wir hier eine Umweltzone mit Beschränkungen und Fahrverboten verhindern können. Es zeigt sich, dass intelligente Anreize eben besser funktionieren als grüne Zwangsmaßnahmen.“

Herbst verweist in diesem Zusammenhang auf Untersuchungen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, wonach in ganz Sachsen die zulässigen Feinstaubwerte im Jahr 2012 nicht überschritten wurden. Selbst an stark frequentierten Messstationen wie der Bergstraße in Dresden blieben demnach die Messwerte auch ohne Umweltzone im zulässigen Rahmen. Nur in Leipzig seien die Werte 2012 überhöht gewesen, obwohl die Messestadt eine Umweltzone eingerichtet hatte. Die Stadt Dresden bestätigt in einer Anfrage der FDP-Stadtratsfraktion den positiven Effekt des Jobtickets. „Die Erhöhung der Jobticketzahlen ist ein wichtiger Baustein im Luftreinhalteplan, der auf eine Abnahme des täglichen Kfz-Individualverkehrs gerichtet ist“, erklärt Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) in ihrem Antwortschreiben.

Quelle: FDP-Landtagsfraktion Sachsen

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