FDP will Ex-Herkuleskeule vor der Abrissbirne retten

Dresden - Das Kabarett Herkuleskeule ist vor geraumer Zeit in den Kulturpalast umgezogen - seitdem gibt es eine Debatte um die Zukunft der ehemaligen Spielstätte am Sternplatz in Dresden in der Wilsdruffer Vorstadt.

Aktuell bereitet die Stadtverwaltung eine Ratsvorlage vor, wonach das Gebäude abgerissen und die dort entstehende Fläche der WID zum Bau von Wohnungen übergeben werden soll. Die FDP stellt nun die Frage, ob ein Abriss des Gebäudes wirklich sinnvoll und angesichts der Diskussion um den Erhalt von Gebäuden der sogenannten Ostmoderne überhaupt noch zu rechtfertigen ist. 

Laut der FDP gehört die Herkuleskeule zu wichtigen DDR-Gebäuden mit besonderer architektonischen, sowie bauhistorischen als auch stadtgeschichtlichen Qualitäten. Sie übe zudem seit Jahren eine wichtige Funktion als Wohngebietsmittelpunkt aus, so Robert Malorny, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP. Diese Rolle könnte der Komplex laut der FDB auch in Zukunft haben. Der Gebäudekomplex wurde von 1963 bis 1965 unter der städtebaulichen Leitung der Architekten Herbert Schneider und Kurt Röthig erbaut. Herbert Schneider gehört zu den bedeutenden Architekten Dresdens (u.a. Scheune, Palucca Schule, Altmarkt). 

Aktueller Plan, so Robert Malorny sei es, im Stadtrat den Abriss  zu verhindern. Danach könne das Gebäude ausgebaut werden für lokalen Handel, Kleingewerbe, StartUps und Vereine.

Neben einem Asiatischen Restaurant ist auch ein Friseursalon seit 25 Jahren im Gebäude verankert. Arlett Ospel, Friseurmeisterin und Inhaberin des Salons sagt, die Stadt hätte angekündigt, Gewerbetreibende in die Planung mit einzubeziehen und die Entwicklung gemeinsam zu begleiten. Doch dahingehend sei nichts passiert. Ihre Existenz stünde auf dem Spiel. Das Problem sei, dass die Kundschaft eher älter ist und auf einen Friseur in der Nähe angewiesen sei.