Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Fri, 30 Jan 2026 09:22:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Social Media und der digitale Druck auf unser Selbstwertgefühl https://www.sachsen-fernsehen.de/social-media-und-der-digitale-druck-auf-unser-selbstwertgefuehl-2176428/ Fri, 30 Jan 2026 09:22:10 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2176428

Ein Selfie hochgeladen, wenige Minuten gewartet und schon trudeln die ersten Likes ein. Was als digitale Bestätigung beginnt, entwickelt sich für viele zu einem Maßstab für den eigenen Wert. Instagram, TikTok & Co. bestimmen längst, was als schön gilt. Doch wie stark wirken Likes wirklich auf unser eigenes Selbstbild?

Likes als Währung für den Selbstwert?

Soziale Netzwerke funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Je mehr Likes, desto erfolgreicher der Beitrag. Diese Mechanik hat einen messbaren Einfluss auf das Nutzerverhalten. Posts mit perfekten Körpern, makelloser Haut oder idealisierten Lebensstilen erhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit und werden dadurch häufiger ausgespielt. Die Konsequenz: Ein endloser Feed voller inszenierter Perfektion. Was viele Likes bekommt, wird als erstrebenswert wahrgenommen. Wer diesem Standard nicht entspricht, fühlt sich schnell minderwertig. Aus digitaler Bestätigung wird ein Gradmesser für den eigenen Wert – eine gefährliche Entwicklung, die besonders junge Menschen betrifft. Eine Studie zum Einfluss von Social Media auf unser Körperbild belegt diesen Trend eindrücklich. Rund 90 % der Befragten nutzen soziale Medien regelmäßig, aktiv oder passiv. Mode- und Beauty-Content gehört zu den beliebtesten Kategorien. Gleichzeitig gibt mehr als die Hälfte an, dass der Einfluss dieser Plattformen auf Schönheitsideale kritisch zu bewerten ist.

Das Paradoxe daran: Trotz dieser Einsicht lassen sich viele Menschen davon beeinflussen. Zwei Drittel bestätigen, dass soziale Medien ihre Selbstwahrnehmung beeinflussen. Jeder Dritte hat aufgrund solcher Inhalte bereits konkret über eine Schönheitsbehandlung nachgedacht. Die Zahlen zeigen deutlich, wie tief digitale Plattformen in unser Selbstbild eingreifen.

Wie digitale Bestätigung das Selbstbild verändert

Was macht Likes in puncto Selbstwahrnehmung so wirkmächtig? Es ist die unmittelbare Rückmeldung. Innerhalb von Sekunden lässt sich ablesen, wie gut ein Foto ankommt. Diese sofortige Bewertung prägt das eigene Körperbild nachhaltiger als jedes Magazin zuvor. Der ständige Vergleich hinterlässt Spuren. Besonders junge Menschen orientieren sich stark an dem, was online funktioniert. Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Influencer wirken nahbar, authentisch, fast wie gute Freunde. Sie teilen scheinbar private Momente, sprechen über ihre Erfahrungen und schaffen Vertrauen. Diese emotionale Bindung macht ihre Botschaften besonders wirkungsvoll. Wenn sie über Schönheitsbehandlungen berichten, normalisiert das solche Eingriffe und senkt die Hemmschwelle erheblich. Die Daten der aktuellen Umfrage unterstreichen dieses Problem eindrücklich. 68 % der Befragten sind überzeugt, dass soziale Medien die Bereitschaft für Schönheitsbehandlungen erhöhen. Jeder Dritte berichtet aus eigener Erfahrung, dass digitale Inhalte sein Körperbild beeinflusst haben. Die Grenze zwischen Inspiration und Zwang verschwimmt zunehmend.

Social Media erhöht sogar die Bereitschaft für Schönheitsbehandlungen.

Zwischen Verantwortung und Aufklärung

Die Frage nach der Verantwortung wird lauter. Wer trägt sie, die Plattformen, die Influencer, die Nutzer selbst? Fast die Hälfte der Befragten fordert eine kontrolliertere Darstellung von Schönheitsbehandlungen in sozialen Medien. Der Wunsch nach Transparenz und seriöser Information wächst. Gleichzeitig zeigt sich ein Informationsdefizit. Nur knapp ein Drittel der Befragten folgt Influencern, medizinischen Experten oder einer Kombination aus beiden zum Thema Schönheit. Das bedeutet: Ein großer Teil der Menschen hat keinen Zugang zu fundierten, verlässlichen Informationen. Stattdessen dominieren inszenierte Bilder und oberflächliche Botschaften den Feed. Hier liegt eine Chance für medizinische Fachleute und seriöse Anbieter. Sie können mit evidenzbasierten Inhalten Aufklärung leisten, Mythen entkräften und realistische Erwartungen schaffen. Doch die Reichweite solcher Accounts ist derzeit noch begrenzt. Dieser Umstand muss sich ändern, wenn soziale Medien nicht nur als Verstärker unrealistischer Ideale wirken sollen.

Gegenbewegungen gewinnen an Kraft

Nicht alles ist negativ. In den letzten Jahren haben sich Bewegungen wie Body Positivity oder Body Neutrality etabliert. Sie setzen bewusst Gegenakzente zu den gängigen Schönheitsidealen, zeigen diverse Körper, feiern Unterschiede und fordern Akzeptanz statt Perfektion. Diese Ansätze finden zunehmend Anklang. Hashtags wie #bodypositivity verzeichnen Millionen Beiträge und erreichen eine breite Community. Sie bieten eine Alternative zu den sonst dominierenden Bildern und erinnern daran, dass Schönheit viele Gesichter hat. Gleichzeitig zeigt sich, dass soziale Medien wichtiger werden, auch in anderen Bereichen – von der beruflichen Vernetzung bis zur Selbstdarstellung. Jugendliche selbst entwickeln Strategien, um sich dem Druck zu entziehen. Dazu gehört, weniger Zeit in sozialen Netzwerken zu verbringen, bewusste Pausen einzulegen oder gezielt Accounts zu folgen, die positive Gefühle auslösen. Auch der „Reality Check" hilft vielen: Ein Blick in die echte Welt zeigt schnell, dass die Online-Ideale nicht der Norm entsprechen. 

Was bedeutet das für unsere Wahrnehmung?

Soziale Medien werden weiterhin eine zentrale Rolle in der Wahrnehmung von Schönheit spielen. Die Frage ist, wie verantwortungsvoll Plattformen, Influencer und Nutzer mit Likes als Bewertungsmaßstab umgehen. Transparenz, Aufklärung und eine breitere Darstellung von Körperbildern könnten helfen, den Druck zu verringern. Die aktuellen Zahlen machen deutlich: Der Einfluss ist real, messbar und wirkt sich auf Millionen Menschen aus. 34 % der Befragten ziehen aufgrund von Social-Media-Inhalten eine Schönheitsbehandlung in Betracht. Das zeigt, wie stark digitale Bestätigung in Form von Likes in persönliche Entscheidungen einfließt und wie wichtig ein bewusster Umgang damit ist. Letztlich liegt die Verantwortung bei allen Beteiligten. Plattformen müssen ihre Algorithmen hinterfragen, Influencer sollten transparent kommunizieren, und Nutzer dürfen kritisch bleiben. Nur so kann verhindert werden, dass Likes zum alleinigen Maßstab für Schönheit werden – und die Realität auf der Strecke bleibt.

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Protein aus Pflanzen – Bio-Qualität und moderne Ernährung https://www.sachsen-fernsehen.de/protein-aus-pflanzen-bio-qualitaet-und-moderne-ernaehrung-2176413/ Fri, 30 Jan 2026 07:51:27 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2176413

Pflanzliche Eiweißquellen spielen in der modernen Ernährung eine wichtige Rolle. Neben Hülsenfrüchten und Nüssen wird pflanzliches Proteinpulver in Bio-Qualität immer beliebter. Produkte aus Hanf, Erbsen und Reis liefern hochwertiges Eiweiß und verzichten auf unnötige Zusätze. Sie lassen sich vielseitig verwenden und fügen sich gut in eine bekömmliche Küche ein.

Pflanzliches Eiweiß im Ernährungsalltag

Pflanzen liefern Eiweiß auf unterschiedliche Weise. Samen, Kerne und Hülsenfrüchte bringen wertvolle Aminosäuren mit und lassen sich gut kombinieren. Pflanzliches Proteinpulver ergänzt diese Auswahl und passt in einen flexiblen Alltag. Es ersetzt zwar keine Mahlzeiten, kann aber Rezepte sinnvoll ergänzen. Wichtig bleibt eine abwechslungsreiche Ernährung, die regelmäßig Eiweißquellen einbindet.

Bio-Qualität als Orientierungsrahmen

Bio-Standards beeinflussen, welche Rohstoffe verwendet werden und wie sie verarbeitet sind. Pflanzliche Proteinquellen in Bio-Qualität stammen aus kontrolliertem Anbau, der ohne synthetische Pestizide auskommt und natürliche Anbaubedingungen berücksichtigt.

In der modernen Ernährung wird das immer wichtiger, weil Herkunft und Herstellung stärker in den Fokus geraten. Siegel und Zertifizierungen helfen bei der Orientierung und machen Qualitätsunterschiede nachvollziehbar.

Hanfsamen als pflanzliche Proteinquelle

Hanfsamen liefern pflanzliches Eiweiß in Kombination mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Zink. Ergänzt wird das Nährstoffprofil durch B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Verarbeitet werden ausschließlich Samen ohne psychoaktive Bestandteile. In gemahlener oder entölter Form lassen sich Hanfsamen vielseitig einsetzen, etwa in Shakes, Müslis oder herzhaften Speisen, ohne den Eigengeschmack stark zu verändern.

Herstellung, Verarbeitung und Nachhaltigkeit

Die Qualität pflanzlicher Proteinpulver hängt stark von der Verarbeitung ab. Schonende Press- und Mahlverfahren bewahren die natürlichen Bestandteile und kommen ohne überflüssige Zusätze aus. Regionaler Anbau verkürzt die Transportwege und unterstützt die Betriebe vor Ort.

Wer nachhaltig Kochen möchte, achtet auf Regionalität bei der Herkunft der Zutaten und darauf, Lebensmittel möglichst vollständig zu nutzen. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild, bei dem Herkunft, Verarbeitung und bewusster Konsum zusammenpassen.

Einsatzbereiche in Alltag und Bewegung

Pflanzliche Proteinpulver werden in vielen Alltagssituationen genutzt. Sie lassen sich in Shakes, Backrezepte oder warme Speisen einrühren und passen zu flexiblen Ernährungsweisen.

Auch bei Sport, Fitness und Training spielen sie eine Rolle, etwa zur Eiweißzufuhr im Rahmen von Muskelaufbau, wenn Ernährung, Bewegung und Regeneration aufeinander abgestimmt sind.

Marktüberblick und Produktvielfalt

Der Markt für pflanzliche Bio-Proteinpulver ist deutlich vielfältiger geworden. Neben reinen Einzelproteinen gibt es zahlreiche Mischungen aus verschiedenen Pflanzenquellen. Typische Merkmale dabei sind:

  • Einsatz pflanzlicher Rohstoffe aus kontrolliertem Anbau
  • Verzicht auf künstliche Aromen und Zusatzstoffe
  • Klare und verständliche Deklaration der Inhaltsstoffe
  • Orientierung an Bio-Standards und Umweltkriterien

Diese Auswahl erleichtert die Einordnung, setzt aber ein gewisses Verständnis für Zusammensetzung und Verarbeitung voraus.

Transparenz und Orientierung bei der Nahrungsergänzung

Mit der größeren Auswahl wird ein guter Überblick wichtiger. Aus Verbrauchersicht zählen vor allem eine nachvollziehbare Herkunft, verständliche Zutatenangaben und transparente Informationen zur Verarbeitung. Vertrauen entsteht, wenn die Rohstoffe nicht aus anonymen Lieferketten stammen und die Lieferwege überschaubar sind.

Pflanzliche Nahrungsergänzung wird dabei nicht als Ersatz, sondern als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung verstanden. Diese nüchterne Einordnung erleichtert die Auswahl und gibt Sicherheit.

Einordnung aktueller Trends

Pflanzliche Proteinprodukte folgen einem klaren Trend: weniger Schnickschnack, mehr Überblick. Im Vordergrund stehen unkomplizierte Rezeptideen, neutraler Geschmack und Produkte, die sich leicht in bekannte Routinen einfügen.

Gleichzeitig wächst das Interesse an nachvollziehbaren Herstellerangaben und an Sortimenten, die von puren Varianten bis zu ausgewogenen Mischungen reichen. So entsteht ein Markt, der stärker auf Alltagstauglichkeit und Transparenz setzt als auf laute Werbebotschaften.

Fazit

Veganes Protein verbindet Bio-Qualität mit einer bewussten Ernährungsweise und passt gut in moderne Alltagsroutinen. Pflanzliche Proteinpulver können den Speiseplan ergänzen, wenn Herkunft, Verarbeitung und Zusammensetzung nachvollziehbar sind. In einem größer werdenden Angebot erleichtern sie die Einordnung, wenn Natürlichkeit, Regionalität und ein ausgewogener Mix an Lebensmitteln im Mittelpunkt stehen.

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Länger sicher zu Hause: Wie digitale Helfer sächsische Senioren unterstützen https://www.sachsen-fernsehen.de/laenger-sicher-zu-hause-wie-digitale-helfer-saechsische-senioren-unterstuetzen-2176392/ Fri, 30 Jan 2026 07:20:46 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2176392

Der Blick auf die Alterspyramide im Freistaat lässt keine Zweifel zu: Sachsen gehört zu den Bundesländern mit dem höchsten Durchschnittsalter. In vielen ländlichen Regionen, vom Erzgebirge bis zur Lausitz, prägen Senioren das Ortsbild, während jüngere Generationen oft in die Ballungszentren Leipzig und Dresden oder in andere Bundesländer abgewandert sind. Gleichzeitig herrscht ein massiver Mangel an Pflegekräften, der sich in den kommenden Jahren kaum entspannen wird. Vor diesem Hintergrund gewinnt ein Konzept an Relevanz, das lange Zeit als Spielerei für Technikbegeisterte galt: das vernetzte Zuhause. Genauer gesagt geht es hier um Assistenzsysteme, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter sichern sollen.

Kleine Helfer für große Sicherheit

Die Akzeptanz für technische Unterstützung in den eigenen vier Wänden wächst. Dabei geht es selten um den menschenähnlichen Roboter, der das Essen serviert. Vielmehr halten unauffällige Sensoren und intelligente Algorithmen Einzug, die im Hintergrund agieren. Experten sprechen hier von AAL (Ambient Assisted Living). Das Ziel ist die Unterstützung im Alltag, ohne den Bewohner zu bevormunden. Wer sich detailliert mit den Möglichkeiten auseinandersetzen möchte, findet auf www.homeandsmart.de umfangreiche Informationen zu aktuellen Geräten und deren Installation. Solche Portale helfen bei der Orientierung, denn der Markt ist mittlerweile groß und für Laien oft unübersichtlich.

Die Basis vieler Systeme bildet eine intelligente Sensorik, die Bewegungen registriert und Abweichungen vom gewohnten Tagesablauf erkennt. Registriert das System beispielsweise morgens bis zu einer bestimmten Uhrzeit keine Aktivität in der Küche oder im Badezimmer, erhalten Angehörige oder Pflegedienste eine Nachricht auf ihr Smartphone. Das beruhigende Gefühl, dass im Notfall jemand Bescheid weiß, ermöglicht vielen Senioren erst, länger allein zu wohnen.

Der Hausnotruf erfindet sich neu

Jahrzehntelang war der rote Knopf am Handgelenk oder an einer Halskette der Standard für alleinlebende Senioren. Das Problem: Bei einem Sturz mit Bewusstlosigkeit kann der Betroffene den Knopf oft nicht mehr drücken. Zudem legen viele Menschen das Gerät aus Scham oder Unbequemlichkeit ab, sobald Besuch kommt oder sie zu Bett gehen. Moderne Technik löst dieses Dilemma durch Passivität.

Radarsensoren oder spezielle Bodenmatten erkennen Stürze automatisch, ohne dass der Bewohner etwas am Körper tragen muss. Neue Kamerasysteme werten die Bilder lokal mittels künstlicher Intelligenz aus. Sie erkennen, ob eine Person liegt und nicht mehr aufsteht, und senden erst dann einen Alarm. Die Privatsphäre bleibt gewahrt, da keine Live-Bilder übertragen werden, sondern lediglich abstrakte Daten – bis zum Ernstfall. Besonders in den weitläufigen ländlichen Gebieten Sachsens, wo der Rettungswagen mitunter längere Anfahrtswege hat, zählt jede Minute. Eine sofortige Alarmierung ohne menschliches Zutun kann hier lebensrettend sein.

Automatisierung gegen die Vergesslichkeit

Ein häufiger Grund für den Umzug in ein Pflegeheim ist nicht die körperliche Gebrechlichkeit, sondern die nachlassende kognitive Leistung. Der eingeschaltete Herd, das laufende Wasser oder die vergessene Haustür werden zu realen Gefahrenquellen. Intelligente Haustechnik greift hier korrigierend ein.

Moderne Herdwächter registrieren übermäßige Hitze oder Bewegungslosigkeit vor den Kochplatten und schalten den Strom automatisch ab. Wassersensoren am Boden melden Feuchtigkeit sofort und können in Verbindung mit einem elektrischen Hauptwasserhahn die Leitung sperren, bevor ein Wasserschaden entsteht. Auch elektronische Türschlösser bieten Sicherheit: Sie verriegeln die Tür automatisch zu einer bestimmten Uhrzeit oder lassen sich aus der Ferne von Angehörigen öffnen, falls der Schlüsseldienst oder der Pflegedienst Zugang benötigt. Der physische Schlüssel, der so oft verlegt wird, verliert an Bedeutung. Stattdessen öffnet der Fingerabdruck oder ein Code die Tür.

Vernetzung überwindet Distanzen

Die räumliche Trennung von Familien ist in Sachsen Realität. Kinder und Enkel leben oft hunderte Kilometer entfernt. Der wöchentliche Anruf reicht häufig nicht aus, um ein wirkliches Bild vom Gesundheitszustand der Eltern zu bekommen. Digitale Kommunikationslösungen setzen hier an, gehen aber weit über das klassische Telefonat hinaus.

Videotelefonie-Systeme, die speziell für Senioren entwickelt wurden, kommen ohne Maus und Tastatur aus. Ein Fingertipp auf ein Foto genügt, um eine Verbindung aufzubauen. Manche Systeme erlauben es den Angehörigen sogar, sich "dazuzuschalten", wenn der Anruf nicht entgegengenommen wird – natürlich nur nach vorheriger Vereinbarung. So lässt sich schnell klären, ob ein Notfall vorliegt oder der Bewohner nur im Garten war.

Ergänzend dazu nutzen immer mehr Familien Apps, die Gesundheitsdaten bündeln. Digitale Blutdruckmessgeräte oder Waagen übertragen die Werte direkt in eine Cloud. Der Hausarzt oder die Kinder können so den Verlauf kontrollieren und bei Verschlechterungen frühzeitig intervenieren. Das ersetzt nicht den Arztbesuch, macht die medizinische Betreuung aber engmaschiger, was gerade in Regionen mit Ärztemangel ein Gewinn ist.

Barrieren abbauen durch Sprachsteuerung

Was für junge Menschen oft nur ein Komfortmerkmal ist, bedeutet für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein Stück zurückgewonnene Freiheit: die Sprachsteuerung. Das Aufstehen vom Sessel, um das Licht einzuschalten oder die Jalousien zu bedienen, ist mit Arthrose oder anderen Beschwerden oft schmerzhaft.

Sprachassistenten übernehmen diese Aufgaben auf Zuruf. "Licht an", "Heizung auf 22 Grad" oder "Radio an" sind Befehle, die auch ohne technisches Verständnis funktionieren. Die Hürde zur Nutzung dieser Technologie ist extrem niedrig, da die natürliche Sprache als Schnittstelle dient.

Ein weiterer Aspekt ist die Reinigung der Wohnung. Saug- und Wischroboter halten die Böden sauber, ohne dass sich jemand bücken oder schweres Gerät schleppen muss. Die Stolperfalle Staubsaugerkabel entfällt komplett.

Ein notwendiger Wandel in der Wohnkultur

Die Digitalisierung des sächsischen Wohnraums ist kein vorübergehender Trend, sondern eine notwendige Anpassung an die gesellschaftlichen Realitäten. Wenn Pflegekräfte fehlen und Familien weit verstreut leben, füllt Technik eine Lücke. Sie kann menschliche Zuwendung niemals ersetzen, aber sie schafft den Raum dafür, indem sie Routineaufgaben und die ständige Sorge um die Sicherheit abnimmt.

Wer heute baut oder saniert, sollte die nötige Infrastruktur – also Leerrohre und stabile Netzwerke – direkt mit einplanen. Aber auch im Bestand lassen sich viele Lösungen per Funk nachrüsten. Die Frage ist künftig nicht mehr, ob man sich smarte Technik im Alter leisten will, sondern ob man es sich leisten kann, darauf zu verzichten. Denn am Ende bedeutet jeder Monat, den man länger in der vertrauten Umgebung verbringen kann, einen Gewinn an Lebensqualität, der sich schwer in Euro aufwiegen lässt.

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Wir verlosen 2×2 Freikarten für das Konzert von „SMILLA“ in Dresden https://www.sachsen-fernsehen.de/wir-verlosen-2x2-freikarten-fuer-das-konzert-von-smilla-in-dresden-2175774/ Thu, 29 Jan 2026 14:39:20 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2175774

Dresden - Sachsen Fernsehen verlost Tickets für SMILLA live in Dresden. Die Sängerin präsentiert ihr Soloprojekt mit emotionalem deutschsprachigem Retro-Pop am 4. Februar 2026 in der Schauburg.

Unter dem Künstlernamen SMILLA ist Silvana Mehnert seit 25 Jahren erfolgreich als Sängerin, Komponistin und Texterin auf den Bühnen Deutschlands unterwegs. Bekannt wurde sie unter anderem als Mitglied der A-cappella-Popband MEDLZ, als Gastsängerin in zahlreichen Musikproduktionen sowie durch ihre solistische Arbeit.

Ende November 2024 hat SMILLA ihren musikalischen Fokus bewusst neu ausgerichtet. Die Entscheidung, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen und der eigenen künstlerischen Stimme konsequent zu folgen, spiegelt sich deutlich in ihren aktuellen Songs wider. Inhaltlich erzählen sie von persönlichen Veränderungen, der Unvollkommenheit der Liebe, vom Glück des Tanzens, vom Mut, neue Wege zu gehen, und von der Erkenntnis, dass auch Stille eine starke Ausdruckskraft besitzen kann.

Musikalisch steht SMILLA für deutschsprachigen Retro-Pop abseits gängiger Klischees. Warme Keyboardsounds, funkige Gitarren und erdige Pop-Grooves bilden die Grundlage für eingängige Melodien. Ihre wandelbare Stimme verbindet Soul-Elemente mit modernen Pop-Strukturen und sorgt dafür, dass die Songs sowohl emotional berühren als auch zum Mitgehen einladen.

Sachsen Fernsehen verlost Tickets für das Konzert von SMILLA am Freitag, den 04. Februar 2026.
Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr in der Schauburg Dresden.
Die Karten der Gewinnerinnen und Gewinner werden an der Abendkasse hinterlegt.

 

Weitere Informationen zur Künstlerin gibt es unter www.smilla-pop.de

Sachsen Fernsehen verlost 2x2 Freikarten für das Konzert von "SMILLA"

Teilnahmeschluss ist der 01.02.2026, 23:59 Uhr.
 
Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.
 
Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
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Grüne Trends zum Anfassen: Die IPM Essen zeigt, wie Zukunft wächst https://www.sachsen-fernsehen.de/gruene-trends-zum-anfassen-die-ipm-essen-zeigt-wie-zukunft-waechst-2175717/ Thu, 29 Jan 2026 12:45:44 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2175717

Innovation trifft Natur auf der IPM ESSEN 2026

Vom 27. bis 30. Januar 2026 trifft sich die internationale Gartenbauwelt in Essen. Auf der IPM ESSEN präsentieren rund 1.400 Aussteller aus 45 Ländern, darunter in 13 Nationen-Pavillons und neue Entwicklungen rund um Gartenbau und Begrünung.

Nachhaltigkeit, Technik und Stadtgrün im Fokus

Als Weltleitmesse des Gartenbaus öffnete die IPM ESSEN in diesem Jahr zum 42. Mal ihre Tore. Die Veranstaltung richtet sich an Fachbesucher wie Gärtner, Baumschuler, Floristen, Einkäufer des Garten- und Einzelhandels sowie kommunale Entscheider, die hier Innovationen bewerten und Sortimente für die kommende Saison planen.

Inhaltlich steht die enge Verbindung von Gartenbau mit Technologie und urbanem Leben im Mittelpunkt. Gezeigt werden Konzepte für nachhaltigere Lebensräume, klimaangepasste Begrünung und moderne Lösungen für Städte. Gleichzeitig treiben Digitalisierung und Automatisierung den Wandel der Branche voran und sollen Prozesse effizienter und ressourcenschonender machen.

Ergänzend dazu rücken neue Pflanzenkonzepte in den Fokus, die Funktionalität und Gestaltung verbinden. Auch smarte Anwendungen für Pflege, Bewässerung und Ertragsplanung zeigen, wie datenbasierte Systeme den Alltag im Gartenbau erleichtern können. Die Messe bietet damit nicht nur Produktneuheiten, sondern auch konkrete Impulse für zukünftige Arbeitsweisen. Fachbesucher erhalten Einblicke in aktuelle Entwicklungen und tauschen sich über Chancen und Herausforderungen der Branche aus. So entsteht ein Gesamtbild davon, wie sich Gartenbau zwischen Tradition und Hightech weiterentwickelt.

Die IPM ESSEN macht sichtbar, wie eng moderner Gartenbau heute mit Themen wie Nachhaltigkeit, Technologie und urbanem Leben verknüpft ist. Die TOP-Themen 2026 sind u. a. grünere Städte, nachhaltigere Lebensräume, Digitalisierung und Automatisierung.

Als Innovationsschau einer milliardenschweren Branche ist die IPM ESSEN damit nicht nur Impulsgeber, sondern auch ein Ort, an dem greifbar wird, wie Zukunft wächst.

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Eventtipp der Woche von Kind+Kegel: Worte in Bücher verwandeln https://www.sachsen-fernsehen.de/eventtipp-der-woche-von-kindkegel-worte-in-buecher-verwandeln-2175759/ Thu, 29 Jan 2026 12:38:26 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/eventtipp-der-woche-von-kindkegel-worte-in-buecher-verwandeln-2175759/  

Events in Dresden

12. Februar 2026, 09:30 – 14:00 Uhr

Worte in Bücher verwandeln – Winterferienangebot für 8- bis 12-Jährige

Haltet Eure Geschichten und Gedichte in einem selbstgebundenen Buch fest! In der Papierwerkstatt der Jugendkunstschule Dresden werden Worte lebendig: Ob gedruckt, gemalt, gezeichnet oder gestempelt – hier bringt Ihr Eure Geschichten in (Buch-)Form. Dieses kreative Ferienangebot richtet sich an alle zwischen 8 und 12 Jahren, die Lust haben, Erfundenes und Erlebtes in bleibende Schätze zu verwandeln. Werdet kreativ an der JKS Dresden!

Anmeldung zum Ferienprogramm unter www.jks-dresden.de

WO: JKS Palitzschhof, Gamigstraße 24, 01239 Dresden

mehr Infos

 

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Home-Office oder Büro? So gelingt der hybride Arbeitsalltag in Sachsen https://www.sachsen-fernsehen.de/home-office-oder-buero-so-gelingt-der-hybride-arbeitsalltag-in-sachsen-2175603/ Thu, 29 Jan 2026 09:43:26 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2175603

Der morgendliche Stau auf der A4 oder der A14 gehört für viele Sachsen nach wie vor zum Alltag. Doch der Verkehrsstrom hat sich verändert. Wo früher die Anwesenheit im Büro von Montag bis Freitag als unumstößliches Gesetz galt, hat sich eine neue Flexibilität etabliert. Was als Notlösung in der Krise begann, ist in den Betrieben zwischen Plauen und Görlitz längst zur strategischen Ausrichtung geworden. Hybrides Arbeiten – der Wechsel zwischen Präsenztagen im Unternehmen und der Arbeit im heimischen Umfeld – prägt die moderne Erwerbsbiografie. Dabei zeigt sich jedoch schnell: Wer dauerhaft produktiv bleiben will, darf den heimischen Arbeitsplatz nicht stiefmütterlich behandeln. Improvisierte Lösungen am Küchentisch reichen längst nicht mehr aus, um im Wettbewerb zu bestehen.

Die professionelle Aufrüstung der heimischen Arbeitszone

In der Anfangsphase begnügten sich Arbeitnehmer oft mit dem Laptop auf den Knien. Diese Zeiten sind vorbei. Die Erkenntnis, dass professionelle Arbeit eine professionelle Umgebung verlangt, setzt sich durch. Arbeitsschutz und Ergonomie enden nicht an der Pforte des Betriebsgeländes. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch und ein augenschonender Monitor gehören mittlerweile zum Standard, den Fachkräfte erwarten oder selbst nachrüsten. Doch die Hardware-Frage reicht tiefer.

Denn oft wird unterschätzt, wie viel Papierkram trotz elektronischer Aktenführung noch anfällt. Gerade in der sächsischen Wirtschaft, die stark vom Mittelstand und dem verarbeitenden Gewerbe geprägt ist, lassen sich analoge Prozesse nicht immer vollständig eliminieren. Wer regelmäßig Verträge, Pläne oder Lieferscheine physisch vorlegen muss, kommt um ein zuverlässiges Druckmanagement nicht herum. Spezialisierte Händler wie druckerpatronen.de helfen dabei, die Versorgungslücke zwischen Firmenzentrale und heimischem Arbeitszimmer zu schließen, damit der Workflow nicht an fehlendem Verbrauchsmaterial scheitert. Denn nichts bremst einen Arbeitstag mehr aus als technische Mängel, für die kein IT-Support im Nachbarraum zur Verfügung steht. Die Autonomie im Homeoffice verlangt eine robuste technische Selbstständigkeit.

Struktur als Gegenmittel zur Entgrenzung

Ein häufig diskutiertes Phänomen beim Wechsel ins hybride Modell ist die schleichende Auflösung der Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben. Wenn der Arbeitsweg als natürlicher Puffer wegfällt, fehlt oft das Ritual des Abschaltens. Experten warnen davor, die gewonnenen Pendelzeiten nahtlos in Arbeitszeit umzuwandeln. Vielmehr benötigt der Tag im heimischen Büro eine noch striktere Taktung als der Tag in der Firma.

Pausen müssen bewusst eingeplant und eingehalten werden. Wer am heimischen Schreibtisch isst und gleichzeitig E-Mails beantwortet, verliert langfristig an Leistungsfähigkeit. Arbeitgeber in der Region reagieren darauf zunehmend mit klaren Regelungen zur Erreichbarkeit. Der "Feierabend" muss auch digital stattfinden. Das Zuklappen des Laptops markiert das Ende des Dienstes – eine Disziplin, die sowohl Führungskräfte als auch Angestellte erst erlernen mussten.

Der Wandel der Führungskultur

Für die Vorgesetzten in sächsischen Unternehmen bedeutete die Umstellung eine Abkehr von alten Kontrollmechanismen. Präsenzkultur, bei der die bloße Anwesenheit oft mit Produktivität gleichgesetzt wurde, funktioniert im hybriden Modell nicht. Führung findet heute über Zielvereinbarungen und Vertrauen statt. Das Ergebnis zählt, nicht der Weg dorthin oder die genaue Uhrzeit der Erledigung.

Diese Umstellung fällt traditionsreichen Betrieben oft schwerer als jungen Start-ups in der Südvorstadt von Leipzig. Doch der Fachkräftemangel zwingt zum Umdenken. Flexibilität ist in Bewerbungsgesprächen zu einer harten Währung geworden. Unternehmen, die starre Anwesenheitspflichten ohne triftigen betrieblichen Grund durchsetzen wollen, haben im Werben um Talente oft das Nachsehen.

Soziale Bindung trotz Distanz

Eine Gefahr des hybriden Modells bleibt das Schwinden des sozialen Kitts. Der kurze Austausch an der Kaffeemaschine, das spontane Gespräch über den Flur hinweg – all das entfällt an den Remote-Tagen. Videokonferenzen können organisatorische Absprachen effizient klären, den zwischenmenschlichen Austausch ersetzen sie jedoch kaum.

Erfolgreiche hybride Konzepte beinhalten daher feste Anwesenheitstage für Teams. An diesen Tagen stehen Meetings, Brainstormings und das gemeinsame Mittagessen im Vordergrund. Die Stillarbeit verlagert sich ins Homeoffice, während das Büro zum Ort der Begegnung und des kreativen Austauschs wird. Diese neue Definition der Bürofläche führt dazu, dass viele Unternehmen ihre Quadratmeterzahlen reduzieren, dafür aber in Begegnungszonen und Konferenztechnik investieren.

Infrastruktur als Standortfaktor

Damit das Modell in der Breite funktioniert, bleibt der Breitbandausbau in Sachsen das Fundament. Noch immer gibt es ländliche Regionen im Erzgebirge oder in der Oberlausitz, wo die Datenleitung zum Flaschenhals wird. Hybrides Arbeiten ist damit auch eine Frage der regionalen Gerechtigkeit. Wo das Netz stockt, wird Homeoffice zur Geduldsprobe und stellt einen Wettbewerbsnachteil für Arbeitnehmer dar, die dort leben. Die Politik ist hier gefordert, die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Wahl des Wohnortes nicht die Arbeitsmöglichkeiten diktiert.

Das hybride Arbeiten ist gekommen, um zu bleiben. Es ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern eine strukturelle Anpassung an die Realität einer vernetzten Ökonomie. Die Kunst besteht nun darin, die Balance zu halten – zwischen der Freiheit der eigenen vier Wände und der notwendigen Einbindung in das soziale Gefüge des Unternehmens.

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Das neue Auto ist da – jetzt nur noch anmelden! Kosten? Termine? Unterlagen? https://www.sachsen-fernsehen.de/das-neue-auto-ist-da-jetzt-nur-noch-anmelden-kosten-termine-unterlagen-2174337/ Tue, 27 Jan 2026 12:58:58 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2174337

Wer in Dresden ein Fahrzeug zulassen möchte, muss sich an die Kfz-Zulassungsbehörde der Landeshauptstadt wenden. Ob Neuwagen oder Gebrauchtwagen, die Anmeldung erfordert etwas an Vorbereitung.

Die Zulassungsstelle in Dresden

Die Kfz-Zulassungsbehörde Dresden befindet sich schon längst nicht mehr im Zentrum Dresdens, sondern residiert schon einige Jahre in der Hauboldstraße 7, im Stadtteil Prohlis. Die Öffnungszeiten sind Montag und Freitag von 8 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 17 Uhr sowie am Mittwoch von 9 bis 12 Uhr. Telefonisch erreicht man die Behörde unter 0351 488-8008. Wichtig: Die Bearbeitung von Zulassungsvorgängen ist leider nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Aber zumindest in Dresden sind Termine fast immer zeitnah verfügbar, häufig auch am selben Tag.

Terminvereinbarung und Wunschkennzeichen

Die Online-Terminreservierung können Sie für alle Zulassungs- und Änderungsanträge nutzen, wie zum Beispiel Neuzulassung, Umschreibung oder Adressänderung. Die Online-Terminbuchung ist rund um die Uhr verfügbar und zeigt direkt die nächsten freien Zeitfenster an. Alternativ können Termine telefonisch vereinbart werden, wobei die Online-Buchung in der Regel schneller funktioniert. Wer sein Fahrzeug mit einer individuellen Buchstaben-Zahlen-Kombination zulassen möchte, sollte vorab ein Wunschkennzeichen in Dresden online reservieren. Die Reservierung ist bis zu 180 Tage gültig und kann direkt über das Portal der Stadt erfolgen. Der Reservierungs-PIN wird per E-Mail zugesandt, ist aber ausschließlich für i-Kfz-Vorgänge relevant, nicht für Zulassungen vor Ort. Diese vorherige Reservierung spart Zeit bei der Behörde und garantiert die gewünschte Kombination.

Jetzt fehlt nur noch das (Wunsch)Kennzeichen.

Erforderliche Unterlagen für die Zulassung

Für eine erfolgreiche Fahrzeugzulassung müssen bestimmte Dokumente vollständig vorliegen. Bei einem Neuwagen benötigen Sie Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass (eine Meldebestätigung ist nicht erforderlich), die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) sowie die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) Ihrer Kfz-Versicherung. Das SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug der Kfz-Steuer sollte ebenfalls ausgefüllt mitgebracht werden.

Bei Gebrauchtwagen kommen zusätzlich die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und der aktuelle HU-Nachweis hinzu. Ausweisdokumente des Vorhalters sind nicht erforderlich. Bei zugelassenen Fahrzeugen müssen die bisherigen Kennzeichen vorgelegt werden, sofern diese nicht beibehalten werden sollen. Wer sich vertreten lässt, benötigt eine schriftliche Vollmacht sowie den Ausweis der bevollmächtigten Person. Unvollständige Unterlagen führen dazu, dass der Zulassungsvorgang nicht abgeschlossen werden kann.

Kosten der Kfz-Zulassung in Dresden

Die Gebühren für die Fahrzeugzulassung setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Die reinen Verwaltungsgebühren für eine Neuzulassung liegen bei etwa 26 bis 42 Euro, je nach Art der Betriebserlaubnis. Für die Ummeldung eines Fahrzeugs bei Halterwechsel fallen Kosten zwischen 20 und 30 Euro an. Die Reservierung eines Wunschkennzeichens kostet in Dresden 12,80 Euro inklusive der Reservierungsgebühr. Hinzu kommen die Kosten für die Kennzeichenschilder, die bei örtlichen Anbietern in der Nähe der Zulassungsstelle erhältlich sind und zwischen 20 und 35 Euro kosten. Die Umweltplakette schlägt mit derzeit 5,95 Euro zu Buche. Insgesamt sollten Fahrzeughalter für eine vollständige Neuzulassung inklusive Wunschkennzeichen mit Gesamtkosten von rund 80 bis 125 Euro rechnen. Die Zahlung erfolgt direkt bei der Behörde, wobei Barzahlung und EC-Kartenzahlung möglich sind. Zusätzlich ist auch Kreditkartenzahlung möglich.

Online-Zulassung als Alternative

Seit einigen Jahren bietet Dresden auch die Möglichkeit der internetbasierten Kfz-Zulassung (i-Kfz) an. Dieser Service ermöglicht es, bestimmte Zulassungsvorgänge komplett digital von zu Hause aus zu erledigen. Voraussetzung dafür ist, dass das Fahrzeug die technischen Anforderungen erfüllt und die Zulassungsbescheinigungen über die entsprechenden Sicherheitscodes verfügen. Diese Codes befinden sich unter den Rubbelfeldern auf den Dokumenten. Die Online-Zulassung eignet sich besonders für Wiederzulassungen und Umschreibungen bei Halterwechsel. Der Vorteil liegt auf der Hand: Kein Termin bei der Behörde, keine Wartezeiten und eine schnelle Bearbeitung. Die Zulassungsbescheinigung wird anschließend per Post zugesandt.

Die Anmeldung eines Fahrzeugs in der Zulassungsstelle Dresden erfordert einiges an Vorbereitung, dazu gehört frühzeitig einen Termin buchen und erst mit allen erforderlichen Unterlagen lässt sich der Gang zur Zulassungsstelle beschreiten.

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Gepanzerte Fahrzeuge nicht mehr nur für klassische Militäraufgaben https://www.sachsen-fernsehen.de/gepanzerte-fahrzeuge-nicht-mehr-nur-fuer-klassische-militaeraufgaben-2174322/ Tue, 27 Jan 2026 12:35:34 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2174322

Der Zweck gepanzerter Fahrzeuge war immer klar definiert: Soldaten schützen, während sie sich unter Beschuss vorwärtsbewegen. Doch die Welt hat sich verändert und mit ihr auch solche Definitionen. Gepanzerte Fahrzeuge kommen heute in Einsatzbereichen zum Einsatz, die weit über den klassischen Kampf hinausgehen. Das spiegelt wider, wie sich das Verständnis von Risiko, Sicherheit und Mobilität in aktuellen Überlegungen zu Operationen, beispielsweise diverser Hilfsorganisationen, verändert hat und wie darauf reagiert werden muss.

Auch die Arten der Bedrohungsszenarien entwickeln sich, ebenso wie operative Anforderungen und technologische Möglichkeiten. Infolgedessen ist der Einsatz gepanzerter Mobilität längst nicht mehr auf vorderste Gefechtslinien beschränkt, sondern hat sich zu einem Instrument entwickelt, um mit einer Vielzahl von Hochrisiko-Umgebungen umzugehen.

Immer mehr Risikoräume

Moderne Sicherheitsherausforderungen finden nicht nur auf dem Schlachtfeld statt. Auch urbane Zentren, Grenzregionen, Katastrophengebiete sowie Regionen, die von organisierter Kriminalität oder zivilen Unruhen betroffen sind, können plötzlich instabil werden. In solchen Umgebungen sehen sich Einsatzkräfte Bedrohungen ausgesetzt, die denen militärischer Operationen ähneln, wenn auch nicht immer im selben Ausmaß. Diese neuen Realitäten zwingen, entsprechend operierende Organisationen, außerhalb klassischer Streitkräfte, dazu, ihre Schutzkonzepte zu überdenken. In nicht all zu ferner Zukunft werden diese veränderten Situationen für das Personal diverser NGO’s und Hilfsorganisationen bestimmt irgendwie reagieren müssen und beispielsweise Anbieter solch sicherer Fahrzeuge, wie hier Armored vehicles mit großer Wahrscheinlichkeit die Auftragsbücher zwangsläufig füllen, denn es wird der Punkt kommen, wo solche Organisationen es gar nicht mehr verantworten können, ihre Mitarbeiter gänzlich ungeschützt in Einsätze zu schicken. Fahrzeuge, mit erhöhter Sicherheitsstufe, ermöglichen es jedoch auch weiterhin, Personal sicher durch unvorhersehbare Situationen zu bewegen, sei es zur Begleitung von Transporten diverser Hilfsgüter oder Fachpersonal zu gefährlichen Einsatzorten zu eskortieren. 

Besser geschützte Mobilitätslösungen

Frühere Fahrzeugkonzepte für Kampfhandlungen waren vor allem auf Überlebensfähigkeit im Gefecht ausgelegt, damals häufig zulasten des Fahrkomforts, der Sicht oder einer gewissen Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Heutige modernere Designs setzen hingegen stärker auf Vielseitigkeit und die Integrationsoptionen für unterschiedlichste Einsatzkontexte. Dadurch können gepanzerte Fahrzeuge heute nicht nur den gewünschten Schutz für die Insassen bieten, sondern auch bei Notfallreaktionen, dem Schutz kritischer Infrastruktur oder bei Stabilisierungsaufgaben unterstützen, allesamt essenziell, auch wenn sie nicht auf einem Schlachtfeld stattfinden. Der Fokus liegt zunehmend weniger auf Machtdemonstration als vielmehr auf der Aufrechterhaltung von Einsatzfähigkeit unter Risiko, ein feiner, aber entscheidender Unterschied.

© SACHSEN FERNSEHEN

Verträglichkeit mit ziviler Infrastruktur?

Fortschritte bei Fahrwerken, Gewichtsverteilung und Fahrzeuggeometrie, haben solche Einsatz-Plattformen wendiger gemacht und ihre Auswirkungen auf Straßen, Brücken und urbane Umgebungen deutlich reduziert. Gleichzeitig sorgen verbesserte Ergonomie und bessere Sichtverhältnisse dafür, dass Mitarbeiter, beispielsweise des DRK auch in dicht besiedelten Gebieten effektiv arbeiten könnten. Diese Aspekte sind entscheidend, wenn gepanzerte Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe von Zivilisten eingesetzt werden, wo Sicherheit und Situationsbewusstsein ebenso wichtig sind wie ballistischer Schutz. 

Messbarer Schutz

Entscheidungsträger von Hilfsorganisationen benötigen klare, objektive Kriterien, um beurteilen zu können, ob ein Fahrzeug für eine bestimmte Mission ausreichend Schutz für ihr Personal bietet. Hier kommen international anerkannte Standards ins Spiel, die verhindern, dass Entscheidungen willkürlich oder rein subjektiv getroffen werden müssten. Schutzstufen nach Rahmenwerken wie STANAG 4569 schaffen eine einheitliche Grundlage zur Bewertung von ballistischem Schutz und Minen- bzw. Sprengwirkungsresistenz, indem sie Schutzleistungen messbar kategorisieren. So können Organisationen Fahrzeugfähigkeiten gezielt mit konkreten Risikoprofilen abgleichen – unabhängig davon, ob die Fahrzeuge von Militär, Sicherheitskräften oder anderen Akteuren in Hochrisikobereichen genutzt werden.

Solche standardisierten Maßstäbe fördern zudem Transparenz und Interoperabilität, insbesondere wenn mehrere Behörden oder Partner gemeinsam operieren. Schutz wird damit nicht vorausgesetzt, sondern anhand definierter Kriterien überprüft.

Technologietransfer und Dual-Use-Innovationen

Innovationen bei Materialien, Energieabsorption und modularen Schutzsystemen wurden für solche extremen Einsatzbedingungen entwickelt und anschließend für breitere Anwendungen angepasst. Das ermöglicht leichtere, effizientere gepanzerte Fahrzeuge, die ein hohes Schutzniveau bieten, ohne zu schwer oder zu komplex für vielfältige Einsatzszenarien zu sein. Mit zunehmender Reife werden diese Technologien zugänglicher und praktikabler auch für nicht-militärische Anwendungen, was ihre Verbreitung außerhalb des dafür typischen klassischen Militärkontextes ermöglicht. Im Kern spiegeln diese neuen Denkansätze von Hilfsorganisationen und der damit wachsende Fokus auf den Schutz ihres Personals ganz klar eine, vor Jahren kaum denkbare, Veränderung der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in unserer Welt wider.

Organisationen, die in Hochrisikoumgebungen tätig sind, erkennen, dass der Schutz ihrer Mitarbeitenden nicht nur eine moralische Verpflichtung darstellt, sondern auch eine Grundvoraussetzung für ihre zukünftige Einsatzfähigkeit sein wird. Erst diese geschützte Mobilität ermöglicht es deren Teams, sich auf ihre Hilfsaufgaben zu konzentrieren, statt auf unmittelbare persönliche Gefahren.

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Floor Fighters Chemnitz feiern 10:0-Heimsieg https://www.sachsen-fernsehen.de/floor-fighters-chemnitz-feiern-100-heimsieg-2173812/ Tue, 27 Jan 2026 06:38:25 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2173812

Chemnitz - Die Floor Fighters Chemnitz haben in der Floorball-Bundesliga einen deutlichen Heimsieg gefeiert. Gegen das Schlusslicht Berlin Rockets setzte sich das Team in der Chemnitzer Schlossteichhalle mit 10:0 durch und blieb dabei ohne Gegentor.

Vor rund 300 Zuschauern übernahmen die Gastgeber von Beginn an die Kontrolle über die Partie. Bereits im ersten Drittel erspielten sich die Chemnitzer zahlreiche Chancen. Viljami Hana (11.) und Magnus-Ernst Scholz (15.) sorgten für die 2:0-Führung nach den ersten 20 Minuten.

Auch im zweiten Abschnitt dominierten die Floor Fighters das Spielgeschehen. Treffer von Hannes Langenstraß (21.), Olli Vikman (25.), Milan Koubek (34.) und erneut Viljami Hana (36.) bauten den Vorsprung weiter aus. Berlin fand offensiv kaum Entlastung.

Im Schlussdrittel ließen die Chemnitzer nichts mehr anbrennen und erhöhten durch weitere Tore von Olli Vikman (52.), Noah Zielke (57.), Milan Koubek (58.) und Viljami Hana (60.) auf den zweistelligen Endstand. Lukas Thieme hielt den Chemnitzer Kasten sauber.

Mit zwei Toren und vier Vorlagen wurde Olli Vikman zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt. Nach dem klaren Heimsieg gehen die Floor Fighters nun in eine kurze Spielpause, bevor Mitte Februar das Pokalviertelfinale ansteht.

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