Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Mon, 16 Mar 2026 15:00:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Ausflugsstipp von Kind+Kegel: Erster Urlaub mit Baby und Co! https://www.sachsen-fernsehen.de/ausflugsstipp-von-kindkegel-erster-urlaub-mit-baby-und-co-2194935/ Mon, 16 Mar 2026 15:00:51 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/ausflugsstipp-von-kindkegel-erster-urlaub-mit-baby-und-co-2194935/ Erster Urlaub mit Baby und Co!

Trixi Park Zittauer Gebirge

Umgeben von der Natur des Zittauer Gebirges bietet der Trixi Park vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten. Entscheidet euch zwischen Ferienhäusern, Hotelzimmern oder dem Campingplatz. Im Sommer lockt das Waldstrandbad mit der beliebten Walross-Rutsche und einen 10-Meter-Sprungturm. Das Animationsteam sorgt für beste Unterhaltung mit Schatzsuchen, kreativem Basteln u.v.m.

Familienurlaub 365 Tage im Jahr: Frühstück im familienfreundlichen Restaurant, Sauna und Spa, Babyausstattung, Trixi KidsClub mit Spielen und Krabbelzimmer

WO: Trixie Zittauer Gebirge

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100. Ausstellung im Restaurant Kastenmeiers https://www.sachsen-fernsehen.de/100-ausstellung-im-restaurant-kastenmeiers-2201016/ Mon, 16 Mar 2026 11:15:30 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2201016

Dresden - Im Restaurant „Kastenmeiers“ im Dresdner Taschenbergpalais ist derzeit die 100. Kunstausstellung seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 2010 zu sehen. Unter dem Titel „Zwischenwelten“ präsentiert der Radebeuler Künstler Steffen Schuster seine Arbeiten, die sich im Spannungsfeld zwischen Malerei, Fotografie und digitaler Kunst bewegen. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. April zu sehen.

Schuster ist gelernter Grafiker und Inhaber einer Marketing- und Eventagentur. In seinen Arbeiten kombiniert er verschiedene Techniken. Acrylmalerei trifft auf Fotografie, ergänzt durch digitale Bearbeitung. Die Werke entstehen in einem aufwendigen Prozess aus mehreren Arbeitsschritten und Schichten. Erst nach sieben Bearbeitungsphasen erhalten die Motive ihre endgültige Form.

Zu sehen sind unter anderem künstlerisch verfremdete Darstellungen bekannter Dresdner Bauwerke wie Frauenkirche, Kronentor oder Semperoper. Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich fiktiven Orten. Diese entstanden zunächst als Zeichnungen auf dem iPad und sind von Science-Fiction-Welten sowie internationalen Metropolen inspiriert.

Die Ausstellung ist montags bis samstags während der Öffnungszeiten des Restaurants ab 17 Uhr zu sehen. Darüber hinaus können Interessierte die Werke auch unabhängig von einem Restaurantbesuch täglich zwischen 14 und 17 Uhr besichtigen.

Kunst als Teil des Restaurantkonzepts

Wechselnde Kunstausstellungen gehören seit der Eröffnung des Restaurants im Jahr 2010 zum Konzept von Betreiber Gerd Kastenmeier. Damals eröffnete er sein Fischrestaurant im Kurländer Palais in Dresden. Die naturbelassenen Sandsteinmauern des historischen Gebäudes boten einen besonderen Hintergrund für die präsentierten Werke.

Als das Restaurant im Mai 2019 in das Taschenbergpalais umzog, wurde das Ausstellungskonzept fortgeführt. Dort dienen organische, grau gehaltene Lehmputzwände als Präsentationsfläche für die Kunstwerke.

Von regionalen Künstlern bis zu prominenten Namen

Zur ersten Ausstellung im Jahr 2010 präsentierte der Künstler Erik Born – damals unter dem Namen NoName – Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Michail Gorbatschow oder dem Dalai Lama. Parallel stellte der sächsische Bildhauer Thomas Reichstein mehrere Jahre lang Skulpturen im Kurländer Palais aus.

Die zweite Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Walentowski Galerie Dresden und zeigte Werke von Musiker und Künstler Udo Lindenberg, der seine sogenannten Likörelle präsentierte. Auch in den Folgejahren wurden gemeinsam mit der Galerie mehrere bekannte Künstler ausgestellt. Ein Höhepunkt war eine Vernissage mit Frank Zander. Der Pop-Art-Künstler Michel Friess stellte ebenfalls mehrfach aus.

Den Großteil der rund 100 Ausstellungen bestreiten jedoch Künstler aus Sachsen. Viele von ihnen sind nur selten in klassischen Galerien vertreten und nutzen die Möglichkeit, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. Einige Künstler waren im Laufe der Jahre sogar mehrfach vertreten.

Große Vielfalt der Kunstformen

Im Laufe der Jahre wurden im „Kastenmeiers“ unterschiedlichste Kunststile und Techniken gezeigt. Dazu zählen Siebdruck, Acryl- und Ölmalerei, Collagen, Airbrush-Arbeiten oder Fotografie. Die Motive reichen von verfremdeten Stadtansichten über Fantasielandschaften bis hin zu Porträts bekannter Persönlichkeiten.

Auch großformatige Werke gehörten zu den Ausstellungen. Ein Beispiel ist ein knapp zwei mal zwei Meter großes Bild des Thüringer Künstlers Jörg Wolke, der sonst Motive von Bands wie den Rolling Stones oder Metallica auf Sattelschlepper malt.

Die Kunstwerke sind für Besucher kostenfrei zugänglich. Viele Gäste verbinden den Restaurantbesuch mit einem Rundgang durch die Ausstellung. Nicht selten wechseln einzelne Werke im Laufe der Ausstellung den Besitzer.

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Theaterpreis des Bundes für Hellerau https://www.sachsen-fernsehen.de/theaterpreis-des-bundes-fuer-hellerau-2201001/ Mon, 16 Mar 2026 10:14:50 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2201001

Dresden - Das Europäische Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau in Dresden wird mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. Die mit 200.000 Euro dotierte Ehrung zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für Theater in Deutschland. Die Preisverleihung ist für den 17. April in Berlin geplant.

Nach Angaben der Einrichtung überzeugte Hellerau die Jury mit einem klar profilierten Programm, das künstlerische Qualität mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinde. In der Begründung heißt es, das Haus setze als bedeutender Ort für internationale Perspektiven und innovative Residenzen wichtige Impulse für die freie darstellende Kunst.

Carena Schlewitt, Intendantin des Europäischen Zentrums der Künste, bezeichnete die Auszeichnung als wichtige Anerkennung der internationalen Arbeit des Produktionshauses in Dresden. Der Preis unterstütze zugleich die Zusammenarbeit mit frei produzierenden Künstlern sowie mit nationalen und internationalen Partnern und Netzwerken. Dadurch gehe das Haus gestärkt in die Zukunft.

Auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert wertete die Entscheidung als bedeutendes Signal für die Kulturstadt. Das Europäische Zentrum der Künste stehe seit vielen Jahren für internationale Strahlkraft, künstlerische Innovation und eine offene Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Die bundesweite Würdigung dieses Engagements sei eine große Anerkennung für Dresden.

Das Festspielhaus Hellerau ist ein interdisziplinäres Zentrum für zeitgenössische Kunst. Das Programm umfasst unter anderem Tanz, Performance, Theater, Musik und Medienkunst. Neben Aufführungen und Konzerten bietet das Haus auch Raum für Festivals, Gastspiele, Ausstellungen sowie Diskussionsveranstaltungen.

Der Theaterpreis des Bundes wird in mehreren Kategorien vergeben. Neben dem Hauptpreis für Hellerau gehen in diesem Jahr weitere Auszeichnungen an das Theater Oberhausen, das Theater Lindenhof in Melchingen sowie an das Stellwerk Junges Theater Weimar.

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Großübung der Bergwacht – dann stürzt eine Kletterin ab https://www.sachsen-fernsehen.de/grossuebung-der-bergwacht-dann-stuerzt-eine-kletterin-ab-2200674/ Sun, 15 Mar 2026 18:35:36 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2200674

Struppen- Parallel zu einer Großübung der sächsischen Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes Dresden in der Sächsischen Schweiz ist es am Sonntag zu einem tatsächlichen Notfall gekommen: Nur wenige Kilometer vom Übungsort am Rauenstein entfernt ist eine 23-jährige Kletterin verunglückt, sagte Einsatzleiter Matthias Gathmann der Deutschen Presse-Agentur. Die Frau war an der «Bärensteinnadel», einem der zahlreichen frei stehenden Gipfel der Sächsischen Schweiz, beim Aufstieg abgerutscht und in die Tiefe gestürzt. Sie hatte Glück im Unglück: Eine der Sicherungsschlingen, die sie beim Aufstieg gelegt hatte, hat ihren Absturz aufgehalten. «Sie ist etwa fünf bis acht Meter geflogen und dann mit dem Kopf gegen die Felswand geprallt», schildert Gathmann weiter. Die beiden Begleiter der Frau hatten sie zunächst von der Wand herabgelassen und die Rettungskräfte verständigt. Sie wurde nach ihrer Bergung per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Dresden gebracht.

Retter der Bergwacht waren für Großübung vor Ort

Rund 40 Rettungskräfte der Bergwacht Dresden bereiten sich in der Sächsischen Schweiz an diesem Wochenende auf die bevorstehende Saison vor. Sie trainieren seit Freitag an verschiedenen Stationen am Rauenstein Hilfs- und Einsatztechniken zur Sicherung von Personen und zur Rettung verunfallter Kletterer, sagte der Leiter der Dresdner Bergwacht, Jost Bähne.

Mehrere Übungen sollen «komplexe Einsatzszenarien» nachstellen, so Bähne. Das schwierigste Szenario sei die Rettung verunglückter Personen aus Felsspalten, da hier der «komplexe Seilaufbau» in der richtigen Reihenfolge besonders anspruchsvoll sei. «Das kann durchaus eine Stunde dauern, bis alle Seile fix sind und alles klappt.» Einige Einsatzkräfte der Bergwacht spielen in den fiktiven Notsituationen verunglückte Personen. 

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr habe 148 Einsätze der Bergwachten in der Sächsischen Schweiz, so der Leiter der Dresdner Bergwacht Bähne. Darunter seien 100 Wanderunfälle, 18 Kletterunfälle und vier Einsätze wegen medizinischer Notfälle gewesen. In 43 Fällen war der Hubschrauber im Einsatz. Sieben Menschen sind tödlich verunglückt. (dpa)

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Mit Messer gedroht: Polizei stoppt Raubzug durch Chemnitz https://www.sachsen-fernsehen.de/mit-messer-gedroht-polizei-stoppt-raubzug-durch-chemnitz-2200665/ Sun, 15 Mar 2026 15:29:15 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2200665

Chemnitz- Nach mehreren Raubüberfällen in der Chemnitzer Innenstadt hat die Polizei am Samstagnachmittag einen 15-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann soll im Bereich der Zentralhaltestelle in mindestens drei Fällen Jugendliche mit einem Messer bedroht und Geld von ihnen gefordert haben. In Summe habe er 30 Euro von seinen Opfern erbeutet; verletzt wurde niemand, heißt es weiter. 

Mit Hilfe der Videoüberwachung in der Chemnitzer Innenstadt haben die Beamten den jugendlichen Tatverdächtigen identifiziert und anschließend ausfindig gemacht, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Er wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen, heißt es weiter. Ihm wird räuberische Erpressung vorgeworfen. Er soll nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Die Chemnitz Innenstadt gilt nach Einschätzung der Chemnitzer Polizei als Kriminalitätsschwerpunkt. Besonders Diebstähle, Sexualdelikte und Drogenhandel, aber auch gewalttätige Auseinandersetzungen sind dort in den vergangenen Jahren verstärkt festgestellt worden. Bereits seit 2015 gibt es eine operative Ermittlungseinheit für den Bereich. 2018 wurden zudem insgesamt 38 Videokameras installiert, um große Teile des Bereichs zu überwachen. Ordnungsamt und Polizei bekommen im Bedarfsfall - etwa zur Verfolgung von Straftaten - Zugriff auf das Material. (dpa)

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Prominente, Preise und Politik – Leipziger Buchmesse 2026 https://www.sachsen-fernsehen.de/prominente-preise-und-politik-leipziger-buchmesse-2026-2200656/ Sun, 15 Mar 2026 12:54:22 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2200656

Leipzig- Die Leipziger Buchmesse ist traditionell eine große, fröhliche Bücherparty im Frühling, doch in diesem Jahr wirft die Politik einen Schatten auf den Branchentreff. Im Mittelpunkt der Aufregung steht Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). Er ließ erst drei linke Buchläden von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchhandlungspreises streichen und schließlich die auf der Messe geplante Verleihung komplett absagen. Seitdem wird erhitzt über die Freiheit der Kunst diskutiert. 

Weimer bei mehreren Messe-Terminen erwartet

Die Leipziger Buchmesse öffnet vom 19. bis 22. März ihre Pforten. Traditionell hält der Kulturstaatsminister zur Eröffnung eine Rede. Weimer wird auch zu einem Rundgang über die Messe erwartet und soll an einer Diskussionsrunde zur Meinungsfreiheit teilnehmen. Ob es Proteste geben wird, muss sich zeigen. Bisher ist vor dem Festakt zur Eröffnung am Mittwochabend eine Demonstration angekündigt. 

Die Buchmesse hatte die Absage der Preisverleihung bedauert, verweist aber ansonsten darauf, dass sie mit der Entscheidung nichts zu tun hatte. Direktorin Astrid Böhmisch gibt sich zuversichtlich für die Bücherschau: Die Ausstellerzahlen bewegten sich leicht über dem Vorjahr, hatte sie vorab erklärt. 2025 waren 2.040 Aussteller in Leipzig dabei. Gerechnet wird mit rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern.

Prominente und Besteller-Autorinnen 

Auf der Messe und dem dazugehörigen Lesefestival «Leipzig liest» sind zahlreiche prominente Autorinnen und Autoren angekündigt. Die Bandbreite reicht von Feminismus-Ikone Alice Schwarzer bis hin zu Social-Media-Star und Neu-Fitness-Queen Daniela Katzenberger. Zu den bekannten Namen zählen auch Sebastian Fitzek, Robert Menasse, Lukas Rietzschel, Sophie Passmann, Judith Holofernes, Bernhard Schlink, Marc-Uwe Kling oder Lutz van der Horst.

18-stündiger Lesemarathon mit Juli Zeh

Juli Zehs zehn Jahre alter Bestseller-Roman «Unterleuten» hat 627 Seiten - und jede einzelne davon soll in einem 18-stündigen Lesemarathon vorgelesen werden. Beteiligen werden sich Bürger, Politiker, die Buchmesse-Direktorin und auch Zeh selbst. Die Mega-Lesung wird gestreamt, so dass man auch von zu Hause aus dabei sein kann.

Statt eines Gastlandes die Donau im Fokus

Anders als in den vergangenen Jahren gibt es kein Gastland auf der Leipziger Buchmesse. Stattdessen wurde der Donauraum als sogenanntes Fokusthema ausgewählt. Unter dem Motto «Unter Strom und zwischen Welten» sind 24 Buchpräsentationen, Gespräche und Podiumsdiskussionen geplant. Auch in Zukunft werde die Buchmesse immer wieder Fokusthemen auswählen und diese im Wechsel mit Gastlandauftritten präsentieren, sagte Böhmisch.

Preis der Leipziger Buchmesse und viele weitere Auszeichnungen

Ein Highlight ist jedes Jahr die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse in drei Kategorien. In der Belletristik-Sparte dominieren in diesem Jahr Autorinnen die Nominiertenliste. Zur Auswahl stehen Helene Bukowski: «Wer möchte nicht im Leben bleiben», Anja Kampmann: «Die Wut ist ein heller Stern», Katerina Poladjan: «Goldstrand», Elli Unruh: «Fische im Trüben» sowie Norbert Gstrein: «Im ersten Licht». 

Und auch wenn die Verleihung des Buchhandlungspreises gestrichen wurde, werden auf der Messe noch zahlreiche weitere Auszeichnungen vergeben - unter anderem erstmals die BookBeat Awards für die beliebtesten Hörbücher, der Kurt-Wolff-Preis für unabhängige Verlage oder der Selfpublisher-Buchpreis. (dpa)

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Geblitzt mit Blaulicht – dieser Feuerwehrfall spaltet Deutschland https://www.sachsen-fernsehen.de/geblitzt-mit-blaulicht-dieser-feuerwehrfall-spaltet-deutschland-2200365/ Sat, 14 Mar 2026 20:52:13 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2200365

Ein Blitzerfoto, ein Bußgeldbescheid – und ein Feuerwehrmann, der nach 34 Jahren Dienst sein Ehrenamt aufgibt. Der Fall aus Taucha bei Leipzig sorgt derzeit bundesweit für Diskussionen. Darf ein Feuerwehrmann im Einsatz schneller fahren – oder gelten auch mit Blaulicht strenge Grenzen?

Der Fall bewegt nicht nur die Kleinstadt Taucha im Landkreis Nordsachsen. In sozialen Medien, Feuerwehrforen und Nachrichtenredaktionen wird darüber diskutiert, wie viel Geschwindigkeit Einsatzkräfte im Ernstfall riskieren dürfen.

SACHSEN FERNSEHEN hat die Geschichte vor Ort aufgearbeitet.

Re:port – Ein Film von Jonas Juckeland für SACHSEN FERNSEHEN.

Die Reportage begleitet den ehemaligen Feuerwehrmann Ray Lange, spricht mit Verantwortlichen der Stadt Taucha, mit Feuerwehrkameraden und einem Verkehrsrechtsanwalt aus Leipzig. Dabei geht es um mehr als einen einzelnen Bußgeldbescheid – es geht um eine grundsätzliche Frage für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in ganz Deutschland.

Geblitzt auf Einsatzfahrt

Im Mai vergangenen Jahres wird die Freiwillige Feuerwehr Taucha zu einem Einsatz alarmiert. Eine Brandmeldeanlage an einer Interimsgrundschule in der Dewitzer Straße hat ausgelöst. Für die Einsatzkräfte gilt ein solcher Alarm zunächst als möglicher Brand.

Ray Lange sitzt am Steuer eines Feuerwehrfahrzeugs. Blaulicht und Martinshorn sind eingeschaltet. Wenige Wochen später erhält er jedoch Post vom Ordnungsamt: ein Blitzerfoto.

Der Vorwurf: 69 Kilometer pro Stunde in einer 30er-Zone.

Die Konsequenz laut Bußgeldbescheid: 340 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.

„Ich hab gedacht, die wollen mich verarschen“, sagt Lange in der Reportage von SACHSEN FERNSEHEN. „Ich war wirklich richtig fassungslos.“

Nach 34 Jahren zieht er Konsequenzen

Für den erfahrenen Feuerwehrmann ist der Bußgeldbescheid ein schwerer Schlag. Lange war mehr als drei Jahrzehnte ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Taucha aktiv.

In der Reportage erklärt er, welche Konsequenzen er daraus gezogen hat.

Er habe seinen sofortigen Austritt aus der Feuerwehr erklärt und das Ehrenamt mit sofortiger Wirkung beendet.

Die Nachricht sorgt in Taucha für große Resonanz. Viele Einwohner kennen Feuerwehrleute persönlich oder engagieren sich selbst in der Freiwilligen Feuerwehr.

Kritik aus der Feuerwehr

Auch innerhalb der Feuerwehr wird der Fall intensiv diskutiert.

Cliff Winkler, seit rund 30 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Taucha und lange Zeit Wehrleiter, kritisiert den Bußgeldbescheid deutlich.

Der erfahrene Feuerwehrmann warnt vor möglichen Folgen für zukünftige Einsätze. Wenn Feuerwehrleute unsicher seien, wie schnell sie im Einsatz fahren dürfen, könnte das im Ernstfall Zeit kosten.

Gerade bei Bränden oder medizinischen Notfällen könne jede Minute entscheidend sein.

Stadt Taucha verweist auf Verkehrssicherheit

Die Stadt Taucha betont hingegen die Bedeutung der Verkehrssicherheit.

Bürgermeister Tobias Meier macht in der SACHSEN FERNSEHEN Reportage deutlich, dass die Feuerwehr eine unverzichtbare Rolle für die Sicherheit der Stadt spiele. Gleichzeitig müsse aber auch die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden.

Nach Darstellung der Stadt habe zum Zeitpunkt des Einsatzes noch kein Schulbetrieb in dem Gebäude stattgefunden. Zudem sei bereits ein anderes Feuerwehrfahrzeug vorausgefahren.

Juristische Grauzone bei Einsatzfahrten

Der Leipziger Verkehrsrechtsanwalt Martin Stolpe erklärt in der Reportage, dass Einsatzfahrzeuge zwar Sonderrechte haben. Diese sind in der Straßenverkehrsordnung geregelt.

Mit Blaulicht und Martinshorn dürfen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst von Verkehrsregeln abweichen, um schneller zum Einsatzort zu gelangen.

Eine feste Geschwindigkeitsgrenze gibt es jedoch nicht. Stattdessen müsse immer eine Abwägung getroffen werden – zwischen schneller Hilfe und der Sicherheit im Straßenverkehr.

Genau diese Abwägung steht nun im Mittelpunkt des Falls.

Gericht könnte Klarheit schaffen

Eine außergerichtliche Einigung zwischen Ray Lange und der Stadt Taucha kam bislang nicht zustande. Nun könnte ein Gericht entscheiden, ob die Geschwindigkeit während der Einsatzfahrt gerechtfertigt war.

Der Fall aus Taucha zeigt damit auch ein grundsätzliches Problem: klare Regeln für die Geschwindigkeit von Einsatzfahrzeugen im Ernstfall gibt es bislang nicht.

Viele Feuerwehrleute verfolgen deshalb genau, wie der Fall ausgeht.

Denn die Entscheidung könnte Auswirkungen auf Einsatzfahrten in ganz Deutschland haben.

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Verdi beschließt weitere Warnstreiks im ÖPNV https://www.sachsen-fernsehen.de/verdi-beschliesst-weitere-warnstreiks-im-oepnv-2200317/ Sat, 14 Mar 2026 16:02:50 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2200317

Sachsen- Pendler, Schüler und Reisende in Sachsen müssen sich auch in der kommenden Woche auf Einschränkungen einstellen: Die Gewerkschaft Verdi hat weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Teilen Sachsens angekündigt. Demnach sollen ab dem frühen Dienstagmorgen große Teile Ostsachsens bestreikt werden. Betroffen sind demnach die Görlitzer Verkehrsbetriebe, Omnibusverkehr Oberlausitz, Regionalbus Oberlausitz, DB Regio Bus Ost in Zittau und die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda. Die Warnstreiks enden jeweils am Folgetag zwischen 1 und 3:15 Uhr. 

Bereits zuvor hatte Verdi Warnstreiks für Teile der Landkreise Mittelsachsen, Zwickau sowie die Stadt Chemnitz angekündigt. Demnach werden ab Montagmorgen, 3 Uhr, für 24 Stunden die Regiobus Mittelsachsen GmbH und die Regionalverkehr Westsachsen GmbH bestreikt. Die betroffenen Unternehmen erwarten nach eigenen Angaben großflächige Ausfälle in Döbeln und Freiberg. Zu Einschränkungen und Fahrtausfällen kommt es außerdem auf Linien im Bereich Chemnitz, Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal und Lichtenstein. Betroffen ist bei beiden Verkehrsunternehmen auch die Schülerbeförderung, heißt es weiter. 

Wo trotzdem Busse fahren 

Regulär bedient wird laut Regionalverkehr Westsachsen der Busverkehr im Bereich Glauchau, Zwickau und Werdau. Nicht betroffen bei der Regiobus Mittelsachsen sind zudem die Betriebshöfe Mittweida und Hartmannsdorf sowie die von Subunternehmen betriebenen Linien in Freiberg und Eppendorf. Die betroffenen Verkehrsbetriebe informieren auf ihren Webseiten über das Fahrtangebot am Streiktag. 

Hintergrund der Streiks sind die Tarifverhandlungen im sächsischen Nahverkehr. Verdi fordert vor allem Entlastungen bei den Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie bessere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Ein Angebot der Arbeitgeber nach Streiks in Sachsens fünf großen Städten hatte die Gewerkschaft in der vergangenen Woche als unzureichend zurückgewiesen. (dpa)

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Versuchter Handydiebstahl in Chemnitz – zwei Tatverdächtige gestellt https://www.sachsen-fernsehen.de/versuchter-handydiebstahl-in-chemnitz-zwei-tatverdaechtige-gestellt-2200308/ Sat, 14 Mar 2026 13:36:09 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2200308

Chemnitz- In der Bahnhofstraße in Chemnitz kam es am Abend zu einem räuberischen Diebstahl an einem 15-Jährigen. Zwei junge Männer im Alter von 20 und 24 Jahren näherten sich dem Jugendlichen. Während der 24-Jährige den Jugendlichen in ein Gespräch verwickelte, versuchte der 20-Jährige, das Handy des Jugendlichen aus der Tasche zu stehlen.

Der Jugendliche bemerkte den Diebstahlversuch und schlug den 20-Jährigen, der daraufhin zurückschlug und den Jugendlichen leicht verletzte. Anschließend flüchtete der 20-Jährige, konnte jedoch kurze Zeit später von der Polizei im Stadtgebiet gestellt werden. Das entwendete Handy im Wert von etwa 200 Euro befand sich nicht mehr bei ihm.

Auch der 24-Jährige wurde in der Nähe des Tatorts von den Beamten angetroffen. Beide Tatverdächtigen wurden auf Weisung der Staatsanwaltschaft Chemnitz kurz vor Mitternacht aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen wegen räuberischen Diebstahls dauern an.

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Rüstungsboom: Wie profitiert der Osten vom Milliardenmarkt? https://www.sachsen-fernsehen.de/ruestungsboom-wie-profitiert-der-osten-vom-milliardenmarkt-2200299/ Sat, 14 Mar 2026 11:42:03 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2200299

Sachsen- Kriege, Krisen, Zeitenwende - die Nachfrage nach Rüstungsgütern hat der deutschen Industrie einen Aufschwung beschert. Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri ist Deutschland inzwischen viertgrößter Waffenexporteur der Welt. 

Was davon kommt im Osten an? Zu wenig, findet Martin Kurczyk, Vorstand des neu gegründeten Mitteldeutschen Instituts für Sicherheitsindustrie (MISI) in Leipzig. Das müsse sich ändern. Auch, um die Menschen in Ostdeutschland mit den enormen Verteidigungsausgaben der Bundesregierung - 108 Milliarden allein in diesem Jahr - «zu versöhnen», findet der langjährige Generalmajor der Bundeswehr. Es sei «ungerecht», wenn diese Ausgaben nur in alten Bundesländern in Form von Wertschöpfung ankämen. Ziel müsse sein, dass Investitionen «analog der Größe der Einwohnerzahl» anteilig auch nach Mitteldeutschland zurückflössen. Kurczyks Rechnung nach wären das etwa zehn Prozent der in Deutschland entstehenden Wertschöpfung. 

Wie groß ist die ostdeutsche Rüstungsbranche im Vergleich? 

Zahlen zur Rüstungsbranche in Ostdeutschland gibt es kaum. Etwas Licht ins Dunkel bringt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsgruppe BSW im Jahr 2024. Darin heißt es, für den Zeitraum von Januar bis zum 15. Oktober 2024 wurden für Sachsen Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter und Kriegswaffen im Wert von gut 2,2 Millionen Euro erteilt, für Sachsen-Anhalt rund 7,9 Millionen Euro und für Thüringen rund 90 Millionen Euro. Zum Vergleich: Spitzenreiter im selben Zeitraum war Niedersachsen mit 3,9 Milliarden Euro gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern mit je etwa 2,3 Milliarden Euro.

Die Gründe dafür sind historisch, sagt Peter Scheben vom Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV). Die Rüstungsindustrie sei traditionell stärker im Westen angesiedelt. Der Verband führe aktuell für Sachsen 16 Mitgliedsunternehmen. In Sachsen-Anhalt sind es vier und in Thüringen sieben. 

Doch es gab zuletzt auch Bewegung: Im vergangenen Jahr hatte der Rüstungskonzern KNDS den früheren Alstom-Standort für Eisenbahnwaggonbau in Görlitz übernommen. Dort werden seitdem Panzerteile produziert. In Sachsen-Anhalt will die Rheinmetall AG Millionen in ihren Standort in Silberhütte im Harz investieren. Das Unternehmen hatte vergangenes Jahr zudem die Munitionsfirma Muni Berka in Dietersdorf (Kreis Mansfeld-Südharz) übernommen.

Welche Branchen im Osten können profitieren? 

Aus Sicht von Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS), ergeben sich Chancen unter anderem für die Branchen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Elektronik und Luft- und Raumfahrt. Auch die aktuell krisengeplagten Autozulieferer können profitieren, glaubt Jens Katzek, Geschäftsführer des Automotive-Clusters Ostdeutschland (ACOD). Die Unternehmen seien es gewohnt, «in großen Stückzahlen in hoher Präzision unter einem engen regulatorischen Korsett» zu arbeiten. Das sei «genau dasselbe wie auch im Verteidigungsbereich». Das Thüringer Wirtschaftsministerium sieht «ausreichend Potenzial, damit Thüringer Unternehmen wegbrechende Geschäftsfelder in anderen Branchen zumindest teilweise durch solche neuen Geschäftsfelder ersetzen können».

Wie groß ist das Interesse an Rüstungsaufträgen? 

Das Interesse scheint riesig. So schildern es alle Befragten. Ein Informationsforum der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft im vergangenen Jahr platzte aus allen Nähten - knapp 300 Unternehmensvertreter waren vor Ort. Weitere Foren und «thematische Reisen» seien geplant, teilt das Wirtschaftsministerium mit. Es gebe «zahlreiche Anfragen zum potenziellen Einstieg in die Lieferketten», so Sachsens oberster Wirtschaftsförderer Thomas Horn. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerium bestätigt ein wachsendes Interesse bei Automobilzulieferern. Der Bundesverband BDSV und auch Martin Kurczyk vom MISI berichten von einem dauerhaft hohen Aufkommen neuer Mitgliedsanträge. Zentral für eine Aufnahme sei für Kurczyk aber nicht allein Geschäftsinteresse, sondern auch die «Haltung». Er erwarte, dass neue Mitglieder Interesse daran hätten «das, was ich kann, einzusetzen für die Sicherheit unseres Landes».

Ist die Rüstung Zukunftsbranche oder eher zweites Standbein?

Rüstungsaufträge seien «kein Allheilmittel» für die krisengeplagte Autoindustrie, so ACOD-Chef Jens Katzek. Er kenne «niemanden, der die Hoffnung hat, hier verliere ich im Autobereich mein Geschäft und deshalb werde ich zu 100 Prozent jetzt in den militärischen Bereich gehen». Für viele gehe es darum, fünf oder 15 Prozent ihres Umsatzes in diesem Feld zu erzielen. Das berichtet auch ein im Erzgebirge ansässiges Unternehmen der Automotive-Branche, das auch im Verteidigungsbereich arbeitet. Einen deutlichen Auftragsboom gebe es bislang nicht. Es gehe eher um ein «Zubrot». 

MISI-Chef Kurczyk empfiehlt, die Verteidigungsbranche eher als zweites Standbein zu betrachten. Doch das Potenzial sei dank voller Auftragsbücher bei den größten Rüstungsunternehmen groß: «Da ist noch nichts produziert, aber die müssen liefern», so der Experte. Sich selbst hat der neu gegründete Branchenverband ambitionierte Ziele gegeben: Bis Ende 2027 will der Verein nach eigenen Planungen eine wesentliche Rolle bei Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro in Mitteldeutschland spielen und zur Schaffung von über 1.000 Arbeitsplätzen beitragen, nicht allein im Bereich Rüstung, sondern auch beim zivilen Schutz, dem Schutz kritischer Infrastruktur und der Cyber-Sicherheit. (dpa)

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