Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Fri, 30 Oct 2026 13:34:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Dresdner Neustadt: Zukunft der Kiezlichter unklar https://www.sachsen-fernsehen.de/dresdner-neustadt-zukunft-der-kiezlichter-unklar-2318424/ Fri, 30 Oct 2026 13:34:09 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318424

Dresden - Weniger Beschwerden an mehreren bekannten Konfliktorten, zahlreiche Gespräche und Unterstützung in schwierigen Situationen: Die Stadt Dresden zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Freiluftsaison in der Äußeren Neustadt. Das Dialogteam der Kiezlichter war erneut im Viertel unterwegs, um zwischen Feiernden, Anwohnern und Gewerbetreibenden zu vermitteln. Trotz der positiven Einschätzungen ist unklar, ob das Projekt auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden kann.

Rund 2.200 Gespräche in einer Saison

Zum Abschluss der Freiluftsaison luden Bürgermeisterin Eva Jähnigen, Stadtbezirksamtsleiter André Barth sowie Vertreter von Polizei und Gemeindlichem Vollzugsdienst (GVD) am Freitag, dem 30. Oktober 2026, auf den Scheune-Vorplatz ein. Bei einer gemeinsamen Grillveranstaltung bestand die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die vergangenen Monate auszuwerten.

Das Dialogteam der Kiezlichter führte in diesem Jahr rund 2.200 Einzel- und Gruppengespräche. Damit hat sich die Zahl der Kontakte gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.

„Wir schauen auf eine fantastische Saison zurück“, erklärte Alessandro Finke, Koordinator des Konfliktmanagements. Das Team habe viel positives Feedback erhalten. Dabei sei immer wieder betont worden, wie wichtig die Arbeit für das Sicherheitsgefühl im Viertel sei.

Etwa die Hälfte der Gespräche führte das Team mit Menschen, die überwiegend zum Feiern in die Neustadt kamen. Die übrigen Kontakte betrafen Anwohner und Gewerbetreibende.

Lärm, Müll und Wildpinkeln bleiben Themen

Neben dem allgemeinen Austausch beschäftigten sich die Kiezlichter mit konkreten Störungen im öffentlichen Raum.

Insgesamt sprach das Team Menschen 233 Mal wegen lauter Musik aus mobilen Lautsprechern an. Hinzu kamen 200 Ansprachen wegen achtlos weggeworfenen Mülls und 64 wegen Wildpinkelns.

Darüber hinaus leisteten die Kiezlichter in 53 Fällen Begleitung oder Unterstützung. Besonders häufig richtete sich diese Hilfe an junge Frauen und Menschen in schwierigen Situationen.

In 14 Fällen alarmierte das Team einen Rettungswagen. Auch Erste Hilfe nach körperlichen Auseinandersetzungen gehörte zu den Aufgaben.

Zu den Einsatzschwerpunkten zählten die sogenannte „Schiefe Ecke“, der Martin-Luther-Platz und die Seifhennersdorfer Straße.

Nach Einschätzung der Kiezlichter haben ihre regelmäßige Präsenz und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren dazu beigetragen, Lärm und Vermüllung zu reduzieren. Im Alaunpark stellten größere Jugendgruppen das Team allerdings vor neue Herausforderungen.

Polizei meldet weniger Raubstraftaten am Albertplatz

Auch das Polizeirevier Dresden-Nord bewertet die Entwicklung in der Äußeren Neustadt insgesamt positiv. Nach Angaben der Polizei haben sich die Verbesserungen der vergangenen Jahre fortgesetzt.

Gleichzeitig bleibt das stark besuchte Viertel ein Einsatzschwerpunkt. Besonders an Wochenenden, bei Veranstaltungen und in den Nachtstunden kommt es weiterhin zu Konflikten.

Im Mittelpunkt der polizeilichen Arbeit standen vor allem Gewalt- und Rohheitsdelikte sowie Straftaten im Zusammenhang mit starkem Besucheraufkommen und Alkoholkonsum.

Der Albertplatz und seine unmittelbare Umgebung bildeten auch 2026 einen Schwerpunkt. Insbesondere Körperverletzungen und Raubstraftaten beschäftigten die Polizei.

Gegenüber 2025 gingen die Raubstraftaten dort nach Polizeiangaben merklich zurück.

Jürgen Kunath vom Polizeirevier Dresden-Nord führt die Entwicklung vor allem auf verstärkte Maßnahmen gegen Tatverdächtige sowie eine an die jeweilige Situation angepasste Polizeipräsenz zurück.

Die Polizei wolle die Lage weiterhin beobachten und ihre Maßnahmen bei Bedarf anpassen.

Weniger Beschwerden an der Schiefen Ecke

Auch der Gemeindliche Vollzugsdienst berichtet von positiven Entwicklungen an mehreren bekannten Konfliktorten.

An der „Schiefen Ecke“ gingen die Beschwerden über Ruhestörungen deutlich zurück. Zudem spielte das Sitzen auf der Fahrbahn nur noch eine geringe Rolle.

Im Rosengarten und unter der Albertbrücke wurden ebenfalls weniger Beschwerden und Verstöße festgestellt. Der Scheune-Vorplatz fiel durch seine vielfältige Nutzung kaum als Konfliktort auf.

Allerdings haben sich die örtlichen Schwerpunkte teilweise verlagert.

Am Martin-Luther-Platz registrierte der GVD zunehmend Beschwerden über Lärm. Darauf reagierten die Mitarbeiter mit verstärkter Präsenz und Hinweisen auf die geltenden Ruhezeiten.

Nach den Sommerferien rückte außerdem die Tannenstraße oberhalb des Alaunparks stärker in den Fokus. Dort wurden gezielte Kontrollen zum Jugend- und Lärmschutz durchgeführt, die nach Einschätzung des GVD zur Beruhigung beitrugen.

Für die Seifhennersdorfer Straße hob der Vollzugsdienst ausdrücklich den Beitrag der Kiezlichter hervor.

Finanzierung der Kiezlichter weiterhin offen

Trotz der positiven Bilanz steht die Zukunft des Dialogprojekts infrage. Im Haushalt der Stadt Dresden für die kommenden Jahre sind bislang keine Mittel für die Fortführung vorgesehen.

Bürgermeisterin Eva Jähnigen sprach sich ausdrücklich für den Erhalt aus.

„Die diesjährige Bilanz zeigt, dass die Maßnahmen wirken“, erklärte sie. Die Arbeit der Kiezlichter habe maßgeblich dazu beigetragen, die Situation sowohl für die Bewohner als auch für die Feiernden zu verbessern.

Jähnigen hofft deshalb, dass die Stadt die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen kann. Aus ihrer Sicht sollte sogar über eine Ausweitung des Projekts auf weitere Stadtteile nachgedacht werden.

Als möglichen Einsatzort nannte sie die Dresdner Altstadt, insbesondere den Postplatz.

Auch Stadtbezirksamtsleiter André Barth setzt auf eine Fortführung.

„Nach sechs erfolgreichen Jahren, die gezeigt haben, wie gut Prävention in der Neustadt wirkt, hoffen wir, dass sich der Dresdner Stadtrat dafür entscheidet, die Kiezlichter weiter zu finanzieren.“

Eine Entscheidung über die künftige Finanzierung steht damit noch aus.

Kiezlichter bleiben bis Ende November unterwegs

Mit dem offiziellen Abschluss der Freiluftsaison endet die Arbeit der Kiezlichter noch nicht vollständig.

Bis Ende November ist das Team in kleiner Besetzung weiterhin von Sonntag bis Donnerstag zwischen 21 Uhr und 1 Uhr in der Neustadt unterwegs.

Damit sollen bekannte sensible Bereiche auch nach dem Ende der Hauptsaison im Blick behalten werden.

Zusätzlich gibt es eine neue Kooperation zwischen dem Stadtbezirksamt und dem Heimwegtelefon e. V.

Bis Ende 2026 steht Menschen, die sich auf dem nächtlichen Heimweg unsicher fühlen, eine telefonische Begleitung zur Verfügung. Ehrenamtliche bleiben dabei mit den Anrufenden im Gespräch, bis diese zu Hause angekommen sind.

Die Bilanz der Freiluftsaison zeigt nach Einschätzung von Stadtverwaltung, Polizei und Vollzugsdienst Verbesserungen an mehreren Orten der Äußeren Neustadt. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen durch Lärm, Straftaten und Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum.

Ob die Kiezlichter ihre Arbeit langfristig fortsetzen können, hängt nun von der Entscheidung über die Finanzierung ab.

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Zoll entdeckt 32 Pythonhäute am Flughafen Leipzig https://www.sachsen-fernsehen.de/zoll-entdeckt-32-pythonhaeute-am-flughafen-leipzig-2318415/ Fri, 30 Oct 2026 13:24:35 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318415

Leipzig - Ein ungewöhnlicher Fund am Flughafen Leipzig/Halle: Zollbeamte haben bei der Kontrolle einer internationalen Sendung insgesamt 32 Pythonhäute entdeckt. Die Tierhäute waren als Modejacke und Baumwollstoff deklariert. Aufmerksam wurden die Beamten durch einen speziell ausgebildeten Artenschutzhund, der bei dem Paket anschlug.

Artenschutzhund entdeckt verdächtige Sendung

Wie das Hauptzollamt Dresden mitteilte, wurde das Paket in der Nacht am Flughafen Leipzig/Halle kontrolliert. Ein Artenschutzhund zeigte dabei an, dass sich in der Sendung möglicherweise geschützte Tierprodukte befinden.

Laut den Versandunterlagen sollte das Paket lediglich eine Modejacke und Batikstoff aus Baumwolle enthalten. Als Warenbeschreibung war „Fashion jacket and batik cotton“ angegeben.

Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten die Zollbeamten jedoch einen anderen Inhalt.

32 eingefärbte Pythonhäute im Paket

Statt der angegebenen Kleidungsstücke fanden die Beamten insgesamt 32 Pythonhäute. Diese waren blau, rot und schwarz eingefärbt und hatten eine Länge zwischen 340 und 450 Zentimetern.

Zusätzlich befanden sich vier weitere Stoffstücke in der Sendung.

Das Paket war von Indonesien nach Albanien adressiert und sollte über den Flughafen Leipzig/Halle transportiert werden.

Pythonhäute unterliegen Artenschutzbestimmungen

Pythons gehören zu den Tierarten, deren internationaler Handel artenschutzrechtlichen Beschränkungen unterliegt. Diese Vorschriften gelten nicht nur für lebende Tiere, sondern auch für daraus hergestellte Produkte.

Dazu zählen beispielsweise Häute und Leder. Für deren grenzüberschreitenden Handel beziehungsweise die Durchfuhr durch die Europäische Union sind entsprechende Dokumente erforderlich.

Im Fall der am Flughafen Leipzig/Halle kontrollierten Sendung fehlten die notwendigen Unterlagen.

Zoll beschlagnahmt die gesamte Sendung

Da keine Dokumente vorgelegt werden konnten, die eine Durchfuhr der Pythonhäute durch die Europäische Union ermöglicht hätten, beschlagnahmte der Zoll das Paket.

Der Fund zeigt, welche Rolle Artenschutzkontrollen auch im internationalen Frachtverkehr spielen. Dabei können speziell ausgebildete Hunde helfen, geschützte Tierarten und daraus hergestellte Erzeugnisse in Sendungen aufzuspüren.

Zu möglichen weiteren Ermittlungen oder Konsequenzen für Absender und Empfänger machte das Hauptzollamt in den vorliegenden Informationen keine Angaben.

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Grundschule in Sachsen entwickelt Medienregeln https://www.sachsen-fernsehen.de/grundschule-in-sachsen-entwickelt-medienregeln-2318382/ Fri, 30 Oct 2026 11:57:16 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318382

Neukirch - Soziale Medien gehören für viele Kinder und Jugendliche längst zum Alltag. Doch eine intensive Nutzung kann mit gesundheitlichen Beschwerden einhergehen. An der Lessinggrundschule in Neukirch im Landkreis Bautzen haben deshalb Schüler, Eltern und Lehrkräfte gemeinsam Leitlinien für den Umgang mit digitalen Medien entwickelt. Das Projekt soll Kindern helfen, digitale Angebote bewusster, sicherer und gesundheitsbewusster zu nutzen.

Schüler und Eltern entwickeln gemeinsam Regeln

Anstatt ausschließlich Verbote vorzugeben, setzt die Lessinggrundschule auf gemeinsame Vereinbarungen. Kinder, Eltern und Lehrkräfte haben sich damit beschäftigt, welche Rolle digitale Medien im Alltag spielen und welche Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang sinnvoll sind.

Das Ergebnis sind gedruckte Medienleitlinien, die jetzt in Neukirch vorgestellt wurden. Sie enthalten Regeln und Empfehlungen für die Mediennutzung und sollen im Schulalltag als gemeinsame Orientierung dienen.

„Kinder, Eltern und Lehrkräfte haben gemeinsam überlegt, was ihnen im Umgang mit digitalen Medien wichtig ist und was sie für einen guten Schulalltag brauchen“, erklärte Schulleiterin Cathrin Goldberg.

Unterstützt wurde das Projekt von der Techniker Krankenkasse (TK). Neben der Entwicklung der Leitlinien gehörten auch Weiterbildungen für die Lehrkräfte dazu.

Studie zeigt Zusammenhang zwischen Medienzeit und Beschwerden

Wie wichtig ein bewusster Umgang mit sozialen Medien sein kann, verdeutlicht eine aktuelle Untersuchung der Techniker Krankenkasse. Für den Social-Media-Report „Jugend zwischen Like und Limit“ wurden im April und Mai 2026 bundesweit 1.400 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren online befragt.

Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: 80 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen soziale Medien gut oder eher guttun.

Gleichzeitig berichten Jugendliche mit besonders intensiver Nutzung deutlich häufiger von gesundheitlichen Beschwerden.

Besonders auffällig sind die Unterschiede bei der Stimmung. Von den Jugendlichen, die täglich mindestens vier Stunden soziale Medien nutzen, geben 49 Prozent an, häufig oder ständig schlechte Laune zu haben. Bei einer Nutzungsdauer von ein bis zwei Stunden täglich sind es dagegen 20 Prozent.

Auch Schlafprobleme und Kopfschmerzen treten laut der Befragung bei Jugendlichen mit längerer Social-Media-Nutzung häufiger auf.

Die Krankenkasse weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass sich aus den Ergebnissen kein ursächlicher Zusammenhang ableiten lässt. Die Untersuchung zeigt somit nicht, ob die intensive Mediennutzung die Beschwerden verursacht oder andere Faktoren eine Rolle spielen.

Medienkompetenz statt pauschaler Verbote

Für die beteiligten Fachleute reicht es deshalb nicht aus, digitale Medien grundsätzlich zu verbieten. Entscheidend sei vielmehr, dass Kinder lernen, ihre eigene Nutzung einzuschätzen und mögliche Risiken zu erkennen.

„Kinder wachsen mit sozialen Medien auf, und unsere Aufgabe ist es, sie dabei nicht allein zu lassen“, erklärte Patrick Schreiber, Präsident des Landesamtes für Schule und Bildung.

Das Projekt in Neukirch zeige, welches Potenzial entstehe, wenn Schulen die Möglichkeit erhielten, gemeinsam mit Kindern und Eltern Lösungen zu entwickeln.

In Sachsen ist die Nutzung privater Handys an Schulen bis einschließlich Klasse 8 untersagt. Die Medienleitlinien der Lessinggrundschule setzen darüber hinaus auf die Vermittlung von Medienkompetenz und einen bewussten Umgang mit digitalen Angeboten.

Kinder sollen eigene Grenzen erkennen lernen

Begleitet wurde das Schulprojekt von Florian Buschmann, Psychologe, Autor und Gründer der Präventionsinitiative „Offline Helden“. Gemeinsam mit der Sportwissenschaftlerin Anne-Sophie Reißig und der Schulsozialarbeiterin Maria Kirschner unterstützte er die Schule bei den Themen Mediennutzung, Stress und Gesundheitsförderung.

Buschmann betonte, dass Prävention besonders dann gelinge, wenn Kinder aktiv beteiligt und mit ihren Erfahrungen ernst genommen würden.

„Es geht nicht darum, digitale Medien pauschal schlechtzureden. Kinder sollen verstehen, was ihnen guttut, wo Grenzen liegen und wie sie sich Unterstützung holen können.“

Auch die Techniker Krankenkasse sieht in der gemeinsamen Entwicklung der Leitlinien einen wichtigen Ansatz.

„Kinder wissen oft selbst, dass digitale Medien nicht immer guttun. Sie brauchen jedoch Unterstützung, um ihr Medienverhalten zu steuern und gute Entscheidungen zu treffen“, erklärte TK-Landeschef Alexander Krauß.

Schule und Eltern als gemeinsame Ansprechpartner

Die Lessinggrundschule möchte mit den erarbeiteten Leitlinien eine verbindliche Grundlage für den künftigen Schulalltag schaffen. Dabei steht nicht allein die Zeit vor dem Bildschirm im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie Kinder digitale Medien nutzen und welche Unterstützung sie dabei benötigen.

Das Projekt verfolgt damit einen Ansatz, der Schule und Eltern gleichermaßen einbezieht. Kinder sollen lernen, digitale Angebote eigenständig zu bewerten, Grenzen zu erkennen und bei Problemen Hilfe zu suchen.

Die Untersuchung der Techniker Krankenkasse verdeutlicht zugleich, warum dieses Thema auch außerhalb des Klassenzimmers relevant ist. Denn während soziale Medien von einer großen Mehrheit der befragten Jugendlichen positiv wahrgenommen werden, gehen längere Nutzungszeiten häufiger mit gesundheitlichen Beschwerden einher.

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Arbeitslosigkeit in Sachsen auf Zehnjahreshoch https://www.sachsen-fernsehen.de/arbeitslosigkeit-in-sachsen-auf-zehnjahreshoch-2318106/ Fri, 30 Oct 2026 09:02:42 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318106

Chemnitz - Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist im Oktober leicht gesunken. Dennoch erreicht die Arbeitslosigkeit für diesen Monat den höchsten Stand seit zehn Jahren. Das geht aus aktuellen Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz hervor.

Rund 1.140 Arbeitslose weniger als im September

Im Oktober waren in Sachsen rund 152.400 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind etwa 1.140 weniger als im Vormonat September. Trotz dieses Rückgangs liegt die Zahl für einen Oktober so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,1 Prozent. Grundlage der aktuellen Statistik ist der Stichtag 13. Oktober.

Mehr als 8.500 Menschen finden neue Arbeit

Eine positive Entwicklung zeigt sich bei den Arbeitsaufnahmen. Nach Angaben der Regionaldirektion haben im Oktober mehr als 8.500 Menschen eine neue Beschäftigung gefunden.

„Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist es erfreulich, dass über 8.500 Menschen eine neue Arbeit gefunden haben“, erklärte Klaus-Peter Hansen, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Damit wurde bei den Arbeitsaufnahmen der höchste Oktoberwert seit fünf Jahren erreicht.

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck

Die aktuellen Zahlen zeigen eine unterschiedliche Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Während die Arbeitslosenzahl gegenüber September leicht zurückgegangen ist und vergleichsweise viele Menschen eine neue Beschäftigung aufgenommen haben, bleibt die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf einem für Oktober ungewöhnlich hohen Niveau.

Die Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent verdeutlicht, dass sich die Lage auf dem sächsischen Arbeitsmarkt trotz des leichten monatlichen Rückgangs nicht grundlegend verändert hat.

Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf den gesamten Freistaat Sachsen. Eine gesonderte Entwicklung für Leipzig geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

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Angriff auf Oktoberfest: Acht Tatverdächtige ermittelt https://www.sachsen-fernsehen.de/angriff-auf-oktoberfest-acht-tatverdaechtige-ermittelt-2317338/ Thu, 29 Oct 2026 11:25:30 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2317338

Dresden - Nach einem gewaltsamen Übergriff am Rande eines Oktoberfestes in Dresden-Oberwartha haben Polizei und Staatsanwaltschaft acht Tatverdächtige ermittelt. Bei dem Angriff am 3. Oktober 2026 waren sechs Jugendliche und ein Erwachsener verletzt worden, teilweise schwer. Die Beschuldigten sollen ihre Opfer geschlagen und getreten haben. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung dauern an.

Gruppe soll Jugendliche und Erwachsenen angegriffen haben

Der Vorfall ereignete sich am 3. Oktober am Rande eines Oktoberfestes im Dresdner Stadtteil Oberwartha. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll eine Gruppe von etwa 20 bis 30 Personen gewaltsam auf mehrere Menschen losgegangen sein.

Betroffen waren sechs Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie ein Erwachsener. Die Angreifer sollen auf die Betroffenen eingeschlagen und eingetreten haben. Dabei erlitten mehrere Opfer erhebliche Verletzungen.

Besonders schwer wurde ein 15-Jähriger verletzt. Er erlitt durch den Angriff Frakturen der Augen- und Kiefernhöhle.

Bereits am 5. Oktober hatte die Polizeidirektion Dresden über die Gewalttat informiert.

Acht Männer im Alter zwischen 29 und 61 Jahren unter Verdacht

Im Zuge der gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden konnten inzwischen acht Tatverdächtige aus der mutmaßlichen Tätergruppe identifiziert werden.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um deutsche Staatsbürger im Alter zwischen 29 und 61 Jahren. Welche Rolle die einzelnen Tatverdächtigen bei dem Angriff gespielt haben sollen, geht aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Die Ermittler haben bereits rund ein Dutzend Zeugen vernommen. Weitere Vernehmungen sind geplant, um den Ablauf der Gewalttat und die Beteiligung der einzelnen Beschuldigten genauer zu rekonstruieren.

Ermittler prüfen Verdacht des schweren Landfriedensbruchs

Neben dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung prüfen Staatsanwaltschaft und Polizei auch, ob der Tatbestand des schweren Landfriedensbruchs erfüllt sein könnte.

Dieser kann unter anderem dann vorliegen, wenn aus einer Menschenmenge heraus gemeinschaftlich Gewalttaten begangen werden und dabei bestimmte erschwerende Umstände hinzukommen.

Ob die Voraussetzungen dafür im konkreten Fall gegeben sind, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Hintergründe des Angriffs weiterhin unklar

Warum es am Rande des Oktoberfestes zu dem gewaltsamen Übergriff kam, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen sollen auch die Hintergründe der Tat aufklären.

Offen bleibt zudem, in welchem Umfang weitere Personen aus der ursprünglich 20 bis 30 Menschen umfassenden Gruppe an dem Angriff beteiligt gewesen sein könnten.

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden setzen ihre Ermittlungen fort. Für die acht identifizierten Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei sucht weiterhin Zeugen

Die Kriminalpolizei bittet weiterhin um Hinweise von Personen, die den Angriff beobachtet haben oder Angaben zu den beteiligten Angreifern machen können.

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden entgegen.

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17 Rüstungsunternehmen fragen in Leipzig an https://www.sachsen-fernsehen.de/17-ruestungsunternehmen-fragen-in-leipzig-an-2317329/ Thu, 29 Oct 2026 10:36:21 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2317329

Leipzig - Leipzig rückt zunehmend in den Fokus der Verteidigungsindustrie. Insgesamt 17 Unternehmen aus der Branche haben sich bislang mit Ansiedlungsanfragen an die Stadt gewandt. Das teilte Wirtschaftsbürgermeister Clemens Schülke (CDU) am Mittwoch in einer Sitzung des Leipziger Stadtrats mit. Mit fünf Unternehmen führe die Stadt derzeit aktive Gespräche. Die möglichen Vorhaben könnten nach Angaben der Verwaltung insgesamt rund 700 Arbeitsplätze schaffen.

Die Angaben wurden im Zusammenhang mit einer dringlichen Anfrage der Linksfraktion bekannt. Hintergrund sind die umstrittene Ansiedlung des US-amerikanischen Rüstungsunternehmens Covenant und die Pläne des Düsseldorfer Unternehmens Falk Defence, das ebenfalls Aktivitäten in der Region Leipzig aufbauen möchte.

Stadt Leipzig lehnt sieben Ansiedlungsanfragen ab

Nicht alle Unternehmen, die Interesse an Leipzig zeigen, kommen für eine Ansiedlung infrage. Nach Angaben von Schülke hat die Stadtverwaltung sieben Anfragen bereits zurückgewiesen. Ein Grund dafür waren geplante Tätigkeiten, bei denen Sprengstoffe verarbeitet werden sollten.

In drei bis vier weiteren Fällen hätten sich die interessierten Unternehmen nach einer ersten Kontaktaufnahme nicht erneut bei der Stadt gemeldet.

Mit fünf Unternehmen steht die Verwaltung dagegen weiterhin im Austausch. Wie weit die einzelnen Gespräche fortgeschritten sind und welche konkreten Vorhaben dahinterstehen, ließ Schülke offen.

Die bisherigen Anfragen könnten nach seiner Einschätzung insgesamt etwa 700 neue Arbeitsplätze ermöglichen. Ob und wie viele davon tatsächlich entstehen, ist bislang unklar.

Falk Defence plant Raketenartilleriesystem

Zu den Unternehmen, deren Pläne in Leipzig für Diskussionen sorgen, gehört Falk Defence aus Düsseldorf. Die Firma möchte ein Raketenartilleriesystem aus europäischer Produktion entwickeln und sucht dafür perspektivisch einen Standort in der Region Leipzig.

Bereits seit März 2026 nutzt das Unternehmen nach Angaben der Stadt ein Büro mit angeschlossener Halle für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Dort sollen weder Explosivstoffe gelagert noch verarbeitet oder getestet werden.

Die genutzten Räumlichkeiten befinden sich nicht im Eigentum der Stadt. Auch finanzielle Zusagen seitens der Leipziger Verwaltung habe es nach Angaben von Schülke nicht gegeben.

Wo Falk Defence künftig eine mögliche Produktion aufbauen möchte, steht noch nicht fest. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, dass seine Planungen noch nicht abgeschlossen seien. Deshalb könne es bislang keine konkreten Angaben zum Standort, zum zeitlichen Ablauf, zu Produktionsdetails oder möglichen Abnehmern machen.

Ansiedlung von Covenant sorgt für Proteste

Die Debatte über weitere Rüstungsunternehmen folgt auf die Ansiedlung des US-amerikanischen Raketenbauers Covenant in Leipzig. Das Unternehmen hat mit seinen Aktivitäten eine öffentliche Diskussion über die Rolle der Verteidigungsindustrie am Wirtschaftsstandort Leipzig ausgelöst.

Kritiker wenden sich gegen den Ausbau der Rüstungswirtschaft in der Stadt. Befürworter verweisen hingegen auf mögliche wirtschaftliche Chancen und neue Arbeitsplätze.

Am vergangenen Wochenende protestierten rund 400 Menschen gegen die Ansiedlung von Covenant. Die Demonstranten forderten, den Standort des Unternehmens in Leipzig zu schließen.

Auch im Internet formiert sich Widerstand. Eine Online-Petition des Bündnisses „Leipzig bleibt friedlich!“ hat inzwischen mehr als 11.000 Unterschriften gesammelt.

Weitere Ansiedlungen bleiben offen

Wie sich die Rüstungsindustrie in Leipzig künftig entwickeln wird, lässt sich anhand der bisherigen Gespräche noch nicht abschließend beurteilen. Zwar zeigen mehrere Unternehmen Interesse an dem Standort, doch konkrete Entscheidungen zu den fünf laufenden Ansiedlungsgesprächen wurden im Stadtrat nicht bekanntgegeben.

Die Verwaltung macht zugleich deutlich, dass sie bestimmte Vorhaben, insbesondere im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Sprengstoffen, nicht unterstützt.

Damit bleibt die Frage, in welchem Umfang Leipzig künftig zu einem Standort der Verteidigungswirtschaft wird, weiterhin Gegenstand der politischen Diskussion.

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Reformationstag 2026: Das ist in Sachsen geplant https://www.sachsen-fernsehen.de/reformationstag-2026-das-ist-in-sachsen-geplant-2316609/ Thu, 29 Oct 2026 10:01:20 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2316609

Dresden - Am Samstag, dem 31. Oktober 2026, feiern evangelische Christen in Sachsen den Reformationstag. Landesweit laden Kirchgemeinden zu Festgottesdiensten, Konzerten und weiteren Veranstaltungen ein. Auch in Leipzig, Dresden und zahlreichen anderen sächsischen Städten stehen besondere Angebote auf dem Programm. Neben traditionellen Gottesdiensten sind musikalische Veranstaltungen, Jugendangebote und ein interreligiöses Friedensgebet geplant.

Reformationstag erinnert an Martin Luther

Der Reformationstag erinnert an den Beginn der Reformation durch Martin Luther. Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte der Theologe in Wittenberg seine 95 Thesen, mit denen er insbesondere den damaligen Ablasshandel kritisierte und Veränderungen innerhalb der Kirche anstoßen wollte.

Die daraus entstandene Reformbewegung hatte weitreichende Folgen für Kirche und Gesellschaft. Sie beeinflusste unter anderem das Bildungswesen, die Sozialpolitik und das kirchliche Leben.

In Sachsen sowie acht weiteren Bundesländern ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag.

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz sieht auch einen Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.

„Wir feiern das Reformationsfest in einer Zeit großer Verunsicherung. In vielen Bereichen kommen unsere Denk- und Handlungssysteme an ihre Grenzen. Reformatorisches Christsein hält Ausschau nach den Wegen, die Gott uns führen will, und gibt Mut sie zu gehen“, erklärt Bilz.

Leipzig feiert mit Jugendgottesdienst

Auch in Leipzig wird der Reformationstag mit einem besonderen Gottesdienst begangen. In der pax Jugendkirche Leipzig findet am 31. Oktober um 19 Uhr ein Jugendgottesdienst zum Jugendchortag statt.

Die Veranstaltung gehört zu den zahlreichen musikalischen und kirchlichen Angeboten, die die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens für den Feiertag angekündigt hat.

Landesweit reicht das musikalische Programm von traditioneller Orgelmusik und Posaunenchören über Gospel bis hin zu modernen Musikformaten.

Dresden lädt zu Friedensgebet und Konzerten ein

In Dresden sind mehrere Veranstaltungen zum Reformationstag geplant.

Bereits um 10 Uhr beginnt in der Thomaskirche Dresden-Gruna ein Gottesdienst zum Kirchweihfest mit einem Kurrende-Musical.

Ein weiterer Höhepunkt findet um 16 Uhr auf dem Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche statt. Gemeinsam mit der Initiative COEXIST Dresden wird dort zu einem interreligiösen Friedensgebet unter dem Motto „Angst? Liebe!“ eingeladen.

Neben dem gemeinsamen Gebet sind Musik, Gebäck, heißer Tee und Gespräche vorgesehen. Dabei wird auch die Tradition des Teilens von Reformationshörnchen aufgegriffen.

Um 17 Uhr gestalten Dresdner Kantoreien und der Dresdner Kreuzchor gemeinsam die Vesper in der Kreuzkirche Dresden.

Weitere Veranstaltungen in Sachsen

Auch außerhalb der beiden Großstädte wird der Reformationstag mit unterschiedlichen Angeboten begangen.

In der Lutherkirche Radebeul beginnt um 10 Uhr ein Gottesdienst nach Deutscher Messe beziehungsweise Gospelmesse. Zur gleichen Zeit steht in der St.-Jacobi-Kirche in Neustadt in Sachsen ein Regionalgottesdienst auf dem Programm, bei dem das ehrenamtliche Engagement gewürdigt wird.

Im Erzgebirge lädt die Bergkirche Pobershau um 10 Uhr zu einer Familienandacht mit anschließendem Mitbringbuffet ein. In Tauscha beginnt um 14:30 Uhr ein Reformationsgottesdienst, auf den ein gemeinsames Reformations-Schmäuschen folgt.

In der Aegidiuskirche Lengenfeld im Vogtland wird ab 14:30 Uhr das Bezirksposaunenfest mit dem 100. Chorjubiläum des Lengenfelder Posaunenchores verbunden.

In Nünchritz bei Riesa findet um 15 Uhr ein Gottesdienst unter dem Motto „Feiern wie zu Luthers Zeiten“ in der Wackersporthalle statt.

Weitere Veranstaltungen sind unter anderem in Chemnitz-Euba, Freital-Döhlen und Glauchau geplant. In Euba wird um 18 Uhr ein Jazzgottesdienst gefeiert. Die Lutherkirche Freital-Döhlen lädt um 19 Uhr erstmals zu einer von Jugendlichen gestalteten ChurchNight ein.

Landesbischof predigt im Meißner Dom

Traditionell wird Landesbischof Tobias Bilz am Reformationstag im Dom zu Meißen predigen. Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr.

Zeitgleich kommen die Mitglieder des Domkapitels zu ihrem Herbstkapiteltag im Hochstift Meißen zusammen. Während des Gottesdienstes tragen die Domherren und Domherrinnen ihren traditionellen Ornat, bestehend aus weißem Chormantel, Soutane und Barett.

Spenden unterstützen evangelische Gemeinde in Tschechien

Die landeskirchliche Kollekte zum Reformationstag kommt traditionell dem Gustav-Adolf-Werk in Sachsen zugute. Die Organisation unterstützt evangelische Christen weltweit.

In diesem Jahr sollen die gesammelten Spenden für die Erneuerung der Küche im Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinde der Böhmischen Brüder im tschechischen Teplice verwendet werden.

Die Gemeinde engagiert sich neben ihrer kirchlichen Arbeit auch für sozial benachteiligte Familien und organisiert Freizeitangebote sowie Sommercamps für Kinder.

Durch die Erneuerung der Küche sollen die räumlichen Voraussetzungen für diese Arbeit verbessert werden.

Reformationsbrötchen gehören zur Tradition

Neben den Gottesdiensten und Konzerten gehören vielerorts auch Reformationsbrötchen zu den Feierlichkeiten. Das traditionelle Gebäck wird in zahlreichen Gemeinden während oder nach den Gottesdiensten verteilt.

Einige Kirchgemeinden verbinden den Feiertag außerdem mit Gemeindefesten, gemeinsamen Mahlzeiten und Angeboten für Familien.

Eine vollständige Übersicht der angekündigten Gottesdienste und Konzerte bietet der Veranstaltungskalender der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens auf www.evlks.de

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GEW Sachsen unterstützt Jugendproteste https://www.sachsen-fernsehen.de/gew-sachsen-unterstuetzt-jugendproteste-2317320/ Thu, 29 Oct 2026 09:55:09 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2317320

Leipzig - Vor den angekündigten Jugendprotesten am Samstag, dem 31. Oktober, in Leipzig und Dresden erhält die junge Generation Unterstützung von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen. Die Bildungsgewerkschaft stellt sich hinter die Forderungen nach besseren Schulen, mehr Bildungsgerechtigkeit und höheren Investitionen in das Bildungssystem. Gleichzeitig warnt sie davor, die öffentliche Diskussion über die Demonstrationen ausschließlich auf mögliche Sicherheitsrisiken und Extremismus zu beschränken.

Nach Ansicht der GEW spiegeln die Forderungen der Jugendlichen Probleme wider, mit denen Lehrkräfte und Schüler in Sachsen bereits seit Jahren konfrontiert sind. Dazu zählen insbesondere der Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall und der Investitionsbedarf bei Schulgebäuden.

Leipziger Lehrerin kritisiert Zustand des Bildungssystems

Claudia Maaß, stellvertretende Vorsitzende der GEW Sachsen und Lehrerin an einer Leipziger Oberschule, sieht in den angekündigten Demonstrationen einen Ausdruck wachsender Unzufriedenheit mit den Bedingungen an Schulen.

„Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall, Investitionsstau bei Schulgebäuden: Die Jugendlichen beschreiben genau die Schule, in der wir jeden Tag arbeiten“, erklärt Maaß.

Aus Sicht der Gewerkschafterin gerät damit auch das Versprechen gleicher Bildungschancen zunehmend unter Druck. Besonders junge Menschen würden die Folgen einer sinkenden Bildungsqualität und wachsender sozialer Ungleichheit unmittelbar erleben.

Maaß betont, dass die Sorgen der Jugendlichen ernst genommen werden müssten. Dass Schüler ihre Forderungen friedlich und auf demokratischem Weg öffentlich vertreten, sei ihr gutes Recht.

Kritik am sächsischen Doppelhaushalt 2027/2028

Die GEW Sachsen verbindet ihre Unterstützung für die Jugendproteste mit Kritik am geplanten Doppelhaushalt des Freistaates für die Jahre 2027 und 2028.

Der Haushaltsentwurf sieht Gesamtausgaben von rund 26,5 Milliarden Euro für 2027 und 27 Milliarden Euro für 2028 vor. Damit erreicht der sächsische Haushalt ein Rekordvolumen.

Der Etat des Sächsischen Kultusministeriums soll von rund 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2027 auf rund 5,56 Milliarden Euro im Jahr 2028 steigen. Das entspricht einem Zuwachs von etwa einem Prozent. Die GEW kritisiert, dass diese Erhöhung nicht ausreiche, um steigende Personal- und Sachkosten auszugleichen.

Besonders kritisch bewertet die Gewerkschaft den vorgesehenen Stellenabbau. Nach dem langfristigen Stellenabbaupfad der Staatsregierung sollen im Geschäftsbereich des Kultusministeriums bis 2040 insgesamt 4.712 Stellen entfallen. Damit wäre das Ressort besonders stark betroffen.

Die Staatsregierung bewertet den Haushaltsentwurf dagegen als Balance zwischen notwendigen Einsparungen und Investitionen. Kultusminister Conrad Clemens verweist darauf, dass für Schulen und Kindertagesstätten im Doppelhaushalt insgesamt rund elf Milliarden Euro vorgesehen sind.

GEW warnt vor Folgen für benachteiligte Schüler

Nach Einschätzung der GEW könnten Einsparungen im Bildungsbereich besonders diejenigen treffen, die auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind.

Die Gewerkschaft befürchtet, dass vor allem Förderangebote und Unterstützungsmaßnahmen eingeschränkt werden könnten. Betroffen wären demnach insbesondere Kinder und Jugendliche aus sozial und wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen.

Maaß sieht darin einen wesentlichen Grund für die Unzufriedenheit junger Menschen. Die Jugendlichen würden zunehmend erkennen, dass Verbesserungen ihrer Bildungsbedingungen politisch eingefordert werden müssten.

Gewerkschaft stellt sechs Forderungen

Um die Bildungsbedingungen in Sachsen nachhaltig zu verbessern, fordert die GEW konkrete Veränderungen in der Bildungs- und Haushaltspolitik.

Im Mittelpunkt stehen ein Bildungsetat, der auch unter Berücksichtigung steigender Kosten tatsächlich wächst, sowie eine Überprüfung des geplanten Stellenabbaus im Bildungsbereich.

Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft eine zügige Umsetzung der Empfehlungen der Expertenkommission zur Arbeitszeit von Lehrkräften. Schulen müssten zudem ausreichend Personal und finanzielle Mittel für Inklusion, individuelle Förderung und Deutsch als Zweitsprache erhalten.

Auch die Beteiligung junger Menschen soll gestärkt werden. Schülervertretungen müssten nach Auffassung der GEW stärker in bildungspolitische Entscheidungen eingebunden werden.

Auf Bundesebene fordert die Gewerkschaft außerdem, Bildung bei Investitionen und den Regelungen zur Schuldenbremse einen vergleichbaren Stellenwert wie der Verteidigung einzuräumen.

Jugendproteste in Leipzig und Dresden angekündigt

Hinter den Demonstrationen am 31. Oktober steht die Initiative „GenZ regelt!“. Sie ruft bundesweit junge Menschen dazu auf, gegen Missstände im Bildungswesen, steigende Lebenshaltungskosten, Sozialkürzungen und die Wehrpflicht zu protestieren.

In Leipzig wurde eine Versammlung für den Zeitraum von 14 bis 17 Uhr angemeldet. Die Demonstration soll auf dem Augustusplatz beginnen und durch die Innenstadt führen. Die Polizei bereitet sich auf einen entsprechenden Einsatz vor und weist auf mögliche Verkehrsbehinderungen und zeitweise Sperrungen hin.

GEW warnt vor pauschaler Extremismusdebatte

Im Vorfeld der Proteste wurden auch mögliche Sicherheitsrisiken diskutiert. Hintergrund sind Hinweise auf eine mögliche Einflussnahme extremistischer und gewaltbereiter Gruppen.

Die Initiative „GenZ regelt!“ distanziert sich ausdrücklich von Gewalt und Extremismus. Auch die GEW Sachsen betont, dass entsprechende Hinweise ernst genommen und geprüft werden müssten.

Gleichzeitig warnt die Gewerkschaft davor, die gesamte Protestbewegung unter einen allgemeinen Extremismusverdacht zu stellen. Eine solche Debatte könne nach ihrer Einschätzung dazu führen, dass die eigentlichen Anliegen der Jugendlichen in den Hintergrund geraten.

Für die GEW steht deshalb vor allem die bildungspolitische Botschaft der angekündigten Demonstrationen im Mittelpunkt: bessere Lernbedingungen, gleiche Bildungschancen und eine langfristig ausreichende Finanzierung der Schulen.

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Goldbetrug in Sachsen: Fast 500.000 Euro Schaden https://www.sachsen-fernsehen.de/goldbetrug-in-sachsen-fast-500-000-euro-schaden-2317305/ Thu, 29 Oct 2026 09:15:00 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2317305

Limbach-Oberfrohna - Ein vermeintlich lukratives Geschäft mit Gold hat in Limbach-Oberfrohna einen Schaden von knapp 500.000 Euro verursacht. Unbekannte Betrüger eröffneten Ende September ein Ladengeschäft, warben mit überdurchschnittlich hohen Ankaufspreisen und verschwanden kurze Zeit später mit den Wertgegenständen ihrer Kunden. Die versprochenen Zahlungen blieben aus. Inzwischen hat das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen die Ermittlungen übernommen und sucht nach weiteren Geschädigten und Zeugen.

Hohe Ankaufspreise sollten Kunden anlocken

Am 28. September 2026 eröffneten die bislang unbekannten Täter in der Moritzstraße 1 in Limbach-Oberfrohna ein Geschäft für den Ankauf von Edelmetallen. Um Kunden anzulocken, schalteten sie Anzeigen in lokalen Zeitungen und verteilten Werbeflyer, die den Zeitungen beilagen.

Darin versprachen die angeblichen Goldhändler Ankaufspreise, die über dem aktuellen Marktwert lagen. Mehrere Kunden ließen sich auf die Angebote ein und übergaben ihre Wertgegenstände. Die vereinbarten Verkaufserlöse sollten anschließend überwiesen werden. Doch auf das versprochene Geld warteten die Betroffenen vergeblich.

Bereits nach wenigen Ankaufstagen waren die Betreiber verschwunden. Das Geschäft wurde vollständig geräumt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler beläuft sich der entstandene Schaden auf knapp 500.000 Euro.

Geschädigter übergab zwei Goldbarren

Bereits am 2. Oktober hatte die Polizeidirektion Zwickau über einen konkreten Betrugsfall berichtet. Ein Mann war durch eine Zeitungsanzeige auf das vermeintliche Goldgeschäft aufmerksam geworden.

Am 30. September übergab er den angeblichen Händlern zwei Goldbarren. Dafür sollte er innerhalb weniger Tage einen sechsstelligen Betrag auf sein Bankkonto erhalten. Als die Zahlung ausblieb und der Mann erneut das Geschäft aufsuchen wollte, fand er nur noch die vollständig geräumten Räumlichkeiten vor.

Bei den anschließenden Ermittlungen kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Drei Polizeibeamte klagten nach dem Betreten des Geschäfts über gesundheitliche Beschwerden. Ursache waren laut Polizei bestimmte Chemikalien in den Räumlichkeiten. Die betroffenen Beamten mussten medizinisch versorgt werden, zwei von ihnen stationär im Krankenhaus.

Landeskriminalamt übernimmt Ermittlungen

Aufgrund des hohen Schadens und der bislang ungeklärten Hintergründe ermittelt inzwischen das Landeskriminalamt Sachsen in den Fällen des betrügerischen Goldankaufs.

Die Ermittler bitten insbesondere Personen um Unterstützung, die zwischen dem 26. und 30. September 2026 Beobachtungen im Bereich der Moritzstraße 1 gemacht haben.

Gesucht werden Zeugen, die Angaben zu den Betreibern des Geschäfts, weiteren beteiligten Personen oder auffälligen Fahrzeugen machen können. Auch Menschen, die selbst Gold oder andere Edelmetalle in dem Geschäft verkauft und bislang keine Zahlung erhalten haben, sollen sich melden.

LKA bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Sachsen unter folgender Telefonnummer entgegen:

Telefon: 0371 4994859

Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, 7:00 bis 16:00 Uhr

Die Ermittler hoffen, durch zusätzliche Zeugenaussagen weitere Erkenntnisse über die Identität der Täter und den Ablauf der Betrugsfälle zu gewinnen.

Polizei warnt vor vermeintlich lukrativen Angeboten

Die Polizeidirektion Zwickau hatte bereits Anfang Oktober dazu geraten, bei besonders hohen Ankaufspreisen für Gold vorsichtig zu sein. Verbraucher sollten die Seriosität eines Händlers überprüfen und sich nicht durch zeitlich begrenzte Angebote unter Druck setzen lassen.

Außerdem empfiehlt die Polizei, vor dem Verkauf wertvoller Gegenstände Rücksprache mit Vertrauenspersonen zu halten. Wertgegenstände sollten unbekannten Personen grundsätzlich nicht ohne direkte finanzielle Gegenleistung überlassen werden.

Die Ermittlungen zu den Betrugsfällen in Limbach-Oberfrohna dauern an.

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Private Versicherungen einfach erklärt https://www.sachsen-fernsehen.de/private-versicherungen-einfach-erklaert-2316750/ Thu, 29 Oct 2026 09:00:37 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2316750

Ein Einbruch, ein geplatztes Rohr oder ein Schaden, den man versehentlich bei anderen verursacht: Im Alltag können Situationen entstehen, die schnell teuer und belastend werden. In ihrer neuen Videopodcast-Folge spricht Yvonne Petschow deshalb über private Sachversicherungen, die viele Menschen betreffen, verständlich erklärt, ohne Fachsprache und mit Beispielen aus dem Alltag.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem Hausrat-, Gebäude-, Privat­haftpflicht-, Glas- und Rechtsschutzversicherung. Die Folge zeigt, was genau zum Hausrat zählt, warum die Gebäudeversicherung in der Regel Sache des Eigentümers ist und weshalb die Privathaftpflicht für viele Menschen besonders wichtig ist. Außerdem geht es darum, wann sich zusätzlicher Schutz wie eine Glasversicherung lohnen kann und warum Rechtsschutz im Ernstfall Rückhalt geben kann.

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