Feierlichkeiten zu 20 Jahre Sächsischer Landtag in Dresden

Nach turbulenten Wochen kam es heute vor 20 Jahren zur konstituierenden Sitzung des Sächsischen Landtags. 1990 fand diese noch in der Dreikönigskirche in der Dresdner Neustadt statt. Dort wurde das Jubiläum heute gefeiert. Welche Erinnerungen die Politiker an diesen Tag noch haben, sehen Sie unter www.dresden-fernsehen.de. +++

20 Jahre ist sie her, die erste Plenarsitzung in der Dreikönigskirche.

Im Gedenken an diese Interimslösung für den Sächsischen Landtag wurde am Mittwoch das Gebäude mit einer Gedenktafel geschmückt. Landtagspräsident Matthias Rößler und sein Amtsvorgänger Erich Illtgen enthüllten die Tafel. Sie erinnert an die konstituierende Sitzung des Sächsischen Landtags in der Dreikönigskirche nach der Friedlichen Revolution, dem Mauerfall und der Wiedervereinigung. 

Interview mit Erich Illtgen (CDU), Landtagspräsident a.D.

Damals, am 27. Oktober 1990 zogen die 160 erstmals frei gewählten Volksvertreter Sachsens zu Fuß zur Dreikönigskirche. Auch am Mittwoch wurde dieser Weg noch einmal beschritten. In der darauffolgenden Sitzung bekam der Freistaat seinen ersten Ministerpräsidenten, Kurt Biedenkopf.

Bis 1993 nutze das sächsische Parlament den Festsaal der Dreikönigskirche. Die Verfassung des Freistaats wurde dort verabschiedet. 

Interview mit  Erich Illtgen (CDU), Landtagspräsident a.D.

Der Bau des heutigen Plenarsaales begann 1991. Zwei Jahre später konnte das Gebäude genutzt werden. Seit einem Jahr werden die Sitzungen dort von Matthias Rößler geleitet. Er war 1990 noch einfacher Abgeordneter und erinnerte in seiner Festrede an die ausschlaggebenden Demonstrationen.
 
Ausschnitt aus der Festrede von Matthias Rößler (CDU), Landtagspräsident

Momentan sitzen im Sächsischen Landtag 132 Abgeordnete, die sich um die Belange der Sachsen kümmern sollen. Doch auch wenn Bundestagspräsident Norbert Lammert in seiner Rede an den Vertrauensverlust der Wähler gegenüber der Politik erinnerte, blieben die aktuellen Diskussionen über Haushalt und Sparpolitik vor der Tür.

Denn der Festsaal der Dreikönigskirche ist eben nicht mehr der Plenarsaal.

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