Fernbahnanbindung Chemnitz: Entscheidung erwartet

Die Stadt Chemnitz kann sich berechtigte Hoffnungen machen, in den kommenden Jahren wieder an das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn angeschlossen zu werden.

Das ist die Kernbotschaft des Treffens der „Initiative Fernbahnanbindung“, die am Donnerstagnachmittag im Chemnitzer Rathaus getagt hat. Dabei stellte sich der neue Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Eckart Fricke, vor.

Das Unternehmen plant, Chemnitz auf zwei Strecken an das Intercity-Netz anzuschließen. Ab 2022 soll es eine Verlängerung der Linie Rostock-Berlin-Dresden über Chemnitz bis nach München geben. Außerdem sollen spätestens 2032 auch IC-Züge von Aachen über das Ruhrgebiet und Erfurt bis nach Chemnitz rollen.

Voraussetzung dafür ist der Ausbau von Elektrifizierungen auf Zwischenabschnitten der geplanten Strecken.

Interview: Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der DB AG für Sachsen, Sachsen-Anhalt & Thüringen

Für den Bundesverkehrswegeplan ist auch die Elektrifizierung der Strecke Chemnitz-Leipzig angemeldet worden. Diese Verbindung wird allerdings mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern von der „Mitteldeutschen Regiobahn“ betrieben.

Nun erwarten alle Akteure gespannt auf den Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans. Dabei ist es von hoher Bedeutung, mit welcher Priorität die geplanten Streckenausbaumaßnahmen eingestellt werden.

Interview: Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der DB AG für Sachsen, Sachsen-Anhalt & Thüringen

Die aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Kultur bestehende „Initiative Fernbahnanbindung“ sieht gute Chancen, dass eine oder mehrere Strecken, die die Region Chemnitz einschließen, in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.

Wenn der Referentenentwurf vorgestellt wird, haben alle Interessenten, aber auch jeder Bürger, sechs Wochen lang die Möglichkeit, ihre Meinung zu den Planungen abzugeben.

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