Fertigstellung der A 72 verschiebt sich weiter

Der Fertigstellungstermin des A 72-Abschnitts von Rochlitz bis Borna verschiebt sich auf den Sommer 2013 um ein ganzes Jahr nach hinten. +++

Aufgrund aktueller Entwicklungen im Baufortschritt hat das zuständige Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) gemeinsam mit der Projektmanagementgesellschaft Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) den Termin für die Verkehrsfreigabe des Autobahnabschnitts Rochlitz-Borna von Ende 2012 auf Sommer 2013 verschoben. Ausschlaggebend dafür waren laut der SMWA folgende Gründe:

Wegen der übergeordneten Bedeutung der Fertigstellung der A 72 von Chemnitz nach Leipzig als wichtigstes Straßenbauvorhaben im Freistaat Sachsen und der Komplexität der Baumaßnahmen stimmt sich der Freistaat über den Planungs- und Baufortschritt regelmäßig mit der DEGES ab.

Im Rahmen des Bauablaufs des rund 20 km langen Abschnitts sind bereits einige unerwartete Herausforderungen gemeistert worden. Aufgrund in diesem Frühjahr aufgetretener Böschungsrutschungen auf über sieben Kilometern Länge war es jetzt erforderlich, die Terminplanung des Bauablaufs zu verändern.

Nach Prüfung sämtlicher Lösungsvorschläge kam das SMWA gemeinsam mit der DEGES zu dem Schluss: Das Einhalten des geplanten Freigabetermins Ende 2012 wäre nur mit erheblichen Risiken möglich, die insbesondere die Qualität des Bauwerks beeinträchtigen könnten und Witterungsverhältnisse voraussetzen würden, die nicht zu garantieren sind.

Zudem erfolgte eine intensive Kostenüberprüfung. Nach den derzeit vorliegenden Angaben der DEGES muss aufgrund von erforderlichen Mehrleistungen und Problemen im Bauablauf mit Mehrkosten von rund 50 Mio. Euro gerechnet werden. Damit erhöhen sich die Gesamtbaukosten der A 72 auf rund 600 Mio. Euro.