Festival St. Petersburger Theaterspielzeit beginnt

Inszenierungen verschiedener St. Petersburger Theater sind ab Montag in Dresden zu sehen. Bis 6. November gastieren sie zur „St. Petersburger Theaterspielzeit“ im Großen und Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. +++

Außerdem in HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste Dresden sowie im tjg.theater junge generation.

Das Festival wurde 2007 ins Leben gerufen, um die Kontakte zwischen St. Petersburg und den Kulturmetropolen auf der ganzen Welt zu fördern. Nach Prag, Berlin, Helsinki und Mailand kommen die besten Aufführungen aus den Petersburger Theatern in diesem Jahr in die Partnerstadt Dresden. Die „St. Petersburger Theaterspielzeit“ wird von der Regierung St. Petersburgs finanziert und steht unter der Schirmherrschaft des Gouverneurs von St. Petersburg, Georgij Poltawtschenko, und der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, Helma Orosz. Der Künstlerische Leiter des Festivals, Viktor Minkov, reist mit rund 200 Theaterleuten Schauspielern, Puppenspielern, Bühnentechnikern und Maskenbildnern – sechs Theaterkulissen und unzähligen Kostümen nach Dresden.

Auf dem Spielplan stehen Inszenierungen für alle Alters- und Interessengruppen, vom modern interpretierten Klassiker, über unkonventionelle Jugendstücke, Theateradaptionen bekannter russischer Literatur bis zum Puppenspiel für ganze Familie. Alle Stücke werden in russischer Sprache gespielt und deutsch untertitelt.

Die erste Vorstellung findet am 29. Oktober in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden statt. Das Komissarzhewkaja-Theater zeigt Bertolt Brechts Jugendstück „Baal“ in der Inszenierung des bulgarischen Regisseurs Aleksandr Morfow. Der Dichter Baal, dargestellt von dem bekannten Petersburger Schauspieler und Regisseur Aleksandr Bargman, ist als Rockmusiker zu erleben, der trinkt, unersättlich nach sexuellen Vergnügungen giert und trotzdem im tiefsten Inneren über ein Wissen verfügt, zu dem der gewöhnliche Spießbürger keinen Zugang hat. Die Geschichte auf der Bühne entsteht aus musikalisch inspirierten Ereignissen und spricht vor allem das junge Publikum an. Speziell für dieses Stück gründeten die Schauspieler des Komissarzhewskaja-Theaters die Rock-Gruppe Baal.

Der wohl bekannteste Festivalgast ist das Große Dramatische Towstonogow-Theater, in den 1960er bis 80er Jahren eines der führenden sowjetischen Theater. Am 2. November ist von diesem traditionsreichen Ensemble „ Onkelchens Traum“ nach Motiven des Romans von Dostojewskij  als Parabel über die Vergänglichkeit und Flüchtigkeit des menschlichen Lebens im Schauspielhaus zu sehen. Am nächsten Tag zeigt das Theater „Prijut Komedianta“ Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ in einer leidenschaftlichen und modernen Inszenierung des jungen russischen Regisseurs Wassilij Barchatow im Kleinen Haus. Das Andrej-Mironow-Theater „Russkaja Antreprisa“ bringt am 4. November die preisgekrönte Inszenierung „Krankenzimmer Nr.6“ von Wlad Furman im Kleinen Haus zur Aufführung. „Krankenzimmer Nr. 6“ ist eine szenische Fantasie zu Themen aus der gleichnamigen Novelle von Anton Tschechow.
Im tjg.theater junge generation gastieren das international bekannte Jugendtheater TJUZ mit dem Stück „Gutsbesitzer aus alter Zeit“ nach einer Erzählung von Nikolai Gogol und das Staatliche Demmeni-Marionettentheater St. Petersburg mit Gozzis „Die Liebe zu den drei Orangen“. Flankiert wird dieses Gastspiel von einer Ausstellung preisgekrönter, historischer Marionetten aus berühmten Inszenierungen des Theaters vom 4. bis 6. November in den Räumen des tjg auf der Meißner Landstraße.

Weitere Informationen zu den Aufführungen finden Sie unter www.dresden.de/petersburger-theaterspielzeit bzw. auf den Internetseiten der beteiligten Theater.

Termine:
─        29. Oktober, 20 Uhr, „Baal“ nach Bertolt Brecht, Komissarzhewskaja-Theater, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden
─        2. November, 19.30 Uhr, „Onkelchens Traum“ nach Fjodor Dostojewskij, Großes Dramatisches Towstonogow-Theater, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus
─        3. November, 19.30 Uhr, „Kabale und Liebe“ nach Friedrich Schiller, Theater „Prijut Komedianta“, Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus
─        4. November, 19.00 Uhr, „Krankenzimmer Nr. 6“ nach Anton Tschechow, Andrej-Mironow-Theater „Russkaja Antreprisa“, Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus,
─        4. November, 16.00 Uhr und Mo, 5.11., 10.00 Uhr, „Die Liebe zu den drei Orangen“ von Carlo Gozzi, Demmeni-Marionettentheater, tjg.theater junge generation
─        6. November, 18.00 Uhr, „Gutsbesitzer aus alter Zeit“ von Nikolaj Gogol, Brjanzew-Theater der Jungen Zuschauer, tjg.theater junge generation

Quelle: Stadt Dresden

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