Festnahmen in Sachsen

EG Neujahr: Drei weitere Tatverdächtige identifiziert – Festnahmen in Dresden/Sachsen – Staatsanwaltschaft Heidelberg erwirkt Haftbefehle. +++

EG Neujahr (Ermittlungsgruppe zu Einbruch am 01.01.2011 in Leimen/Rhein- Neckar-Kreis mit ca. 500.000 Euro Diebstahlsschaden; Erpresserischer Menschenraub am 23.Januar 2011 in Heidelberg-Emmertsgrund):

Heidelberg/Dresden:

In mehrwöchigen Ermittlungen hat die „EG Neujahr“ jenen Tatverdächtigen identifiziert, nach dem seit dem 26.03.2011 mit Phantombild öffentlich gefahndet wurde.
Der 45-jährige in Dresden lebende Mann steht im dringenden Verdacht, maßgeblich an dem erpresserischen Menschenraub zum Nachteil eines 22-jährigen Mannes am 23.Januar 2011 im Heidelberger Stadtteil Emmertsgrund beteiligt gewesen zu sein und bei dem weiteren Geschehensablauf eine Hauptrolle gespielt zu haben (s.a. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Polizeidirektion Heidelberg vom 28.03.2011).
Darüber hinaus ist es den Ermittlern gelungen, zwei 39 und 45 Jahre alte, ebenfalls im Raum Dresden wohnende Männer als Tatverdächtige zu ermitteln.

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg, unter deren Federführung die Ermittlungen wegen bandenmäßigen Einbruchdiebstahls, gefährlicher Körperverletzung, Geiselnahme und erpresserischen Menschenraubs anhängig sind, hat gegen die nun ermittelten drei weiteren Verdächtigen Haftbefehle erwirkt, die am frühen Montagmorgen (30.Mai 2011) durch Beamte des Spezial-Einsatz-Kommandos Sachsen vollzogen wurden.
Bei der Durchsuchung von insgesamt acht Wohnungen, die als Aufenthaltsorte der drei Beschuldigten ermittelt worden waren (darunter ein Bordell), wurden u.a. eine Pistole und vier Stichwaffen aufgefunden. Ebenso Maskierungsmittel (so genannte Sturmhauben), die bei dem erpresserischen Menschenraub im Januar verwendet worden sein könnten.

Nach ihrer Vorführung bei einem Haftrichter in Dresden wurden die Männer, die zu den Tatvorwürfen keine Angaben machten, in verschiedene Justizvollzugsanstalten in Baden-Württemberg eingeliefert.

In dem Ermittlungskomplex „EG Neujahr“ sitzen nun insgesamt sechs Männer und eine Frau in Untersuchungshaft. Seit Ende Januar 2011 wurden 43 Wohnungen durchsucht und weitere 600 Wohnungen (im Zusammenhang mit der Suche nach dem Entführungsort) überprüft. Zusätzlich wurden nach richterlicher Anordnung durch die „EG Neujahr“ ca. 40 Telefonanschlüsse überwacht und etwa 160.000 Datensätze von Kommunikationsverbindungen der Verdächtigen überprüft und ausgewertet.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Staatsanwaltschaft Heidelberg

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