Festveranstaltung mit Helmut Kohl im Dresdner Albertinum

“Helmut Kohl war einer der wichtigsten und weitsichtigsten Macher der Deutschen Einheit“, sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich im Beisein des Altkanzlers bei einem Festakt anlässlich der Rede Kohls vor 25 Jahren an der Frauenkirchen-Ruine. +++

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat Altkanzler Helmut Kohl für dessen Verdienste um die Deutsche Einheit gewürdigt.

„Helmut Kohl war einer der wichtigsten und weitsichtigsten Macher der Deutschen Einheit“, sagte Tillich am Freitag in Dresden im Beisein des Altkanzlers bei einem Festakt anlässlich der Rede Kohls vor 25 Jahren an der Frauenkirchen-Ruine. Er habe es meisterhaft verstanden, Ängste bei den Nachbarn und Partnern zu überwinden und Vertrauen aufzubauen.

Kohl hatte am 19. Dezember 1989 in Dresden vor mehreren zehntausend Menschen unter anderem gesagt: „Mein Ziel bleibt – wenn die geschichtliche Stunde es zulässt – die Einheit unserer Nation.“

Tillich sagte: „Ohne die Friedliche Revolution hätte es die Rede Helmut Kohls in Dresden an diesem Tag nicht gegeben. Und ohne diese Rede hätte es vermutlich die Deutsche Einheit nicht gegeben.“

Ein Vierteljahrhundert nach den historischen Ereignissen warb Tillich auch dafür, das Gemeinsame stärker in den Vordergrund zu stellen. Dabei erinnerte er daran, dass Kohl die Menschen zu Beginn der Rede mit „liebe Landsleute“ angesprochen hatte. Tillich sagte: „Wir sollten 25 Jahre nach 1989 damit aufhören, von West und Ost zu sprechen und uns als das begreifen, was wir immer waren: Landsleute – miteinander verbunden, auch über die Zeit der Teilung hinweg.“

Tillich ging außerdem auf den Mut der Menschen im Herbst 1989 ein und rief dazu auf, die Werte der Friedlichen Revolution zu leben und zu verteidigen. Mit Blick auf die aktuelle Debatte um Asyl und Flüchtlinge erinnerte er daran, dass Hunderttausende in vier Jahrzehnten deutscher Teilung von Ost nach West geflohen sind. „Diese Menschen haben in Westdeutschland Aufnahme gefunden. Zeigen wir dieselbe Solidarität mit denen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen und heute zu uns kommen. Dazu braucht es eine Haltung der Offenheit und nicht der Abschottung. Es ist unser aller Aufgabe, Ängste zu überwinden, Befürchtungen zu entkräften und Vorurteile abzubauen.“

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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