Festwoche zum 175. Jubiläum der Bahnstrecke Dresden-Leipzig

Die Festwoche wird am 7. April mit einer Sonderfahrt von Leipzig nach Dresden erröffnet. Weitere Höhepunkte sind u.a. ein Bahnhofsfest im Leipziger Hauptbahnhof und ein großes Fest auf dem Dresdner Altmarkt. +++

Nach dreijähriger Bauzeit rollte am 7. April 1839 der offizielle Eröffnungszug der „Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie“ über die etwa 120 Kilometer lange erste deutsche Fernbahnstrecke und brauchte dafür rund vier Stunden.

175 Jahre später eröffnet die Deutsche Bahn (DB) am 7. April mit einer Sonderfahrt von Leipzig nach Dresden die Jubiläumsfeierlichkeiten. „Anknüpfend an die Geburtsstunde des Fernverkehrs in Deutschland, werden wir mit einem modernen ICE 3 in den ungefähren Fahrzeiten des historischen Eröffnungszuges von 1839 von Leipzig nach Dresden fahren“, kündigt Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der DB für den Freistaat Sachsen, an.

Mit einem feierlichen Akt erfolgt in Leipzig die Abfahrt des Sonderzuges um 13.34 Uhr. „Da wir die Strecke heute teilweise mit Tempo 200 befahren und in einer Stunde schaffen würden, werden wir die gewonnene Zeit für Unterwegshalte in Wurzen (13.53 bis 14.31 Uhr), Oschatz (14.46 bis 15.31 Uhr) und Riesa (15.39 bis 16.09 Uhr) mit Festveranstaltungen ausfüllen“, erläutert Stempel. Nach Ankunft des Sonderzuges um 16.39 Uhr in Dresden Hauptbahnhof erfolgt in der Kuppelhalle die festliche Würdigung des historischen Ereignisses. Anschließend wird im Verkehrsmuseum Dresden die Sonderausstellung „Deutschland wird mobil • 175 Jahre Leipzig-Dresdner Eisenbahn“ eröffnet.

Höhepunkte der bis 13. April dauernden Festwoche sind ein Bahnhofsfest im Leipziger Hauptbahnhof (12. April), ein großes Fest „Mobilität vereint Menschen“ auf dem Dresdner Altmarkt (11. bis 13. April), Erlebnistouren „175 Jahre Fernbahn Leipzig-Dresden“ sowie Modellbahnausstellungen der Sächsischen Modellbahner-Vereinigung e. V. in Leipzig und Dresden. Seinen krönenden Abschluss findet die Festwoche mit dem 6. Dresdner Dampfloktreffen vom 11. bis 13. April auf dem Gelände des Eisenbahnmuseums Dresden-Altstadt.

Zahlreiche ingenieurtechnische Pionierleistungen mussten für den Streckenbau ersonnen und umgesetzt werden. Friedrich List veröffentlichte bereits 1833 eine Schrift „Über ein sächsisches Eisenbahnsystem als Grundlage eines allgemeinen deutschen Eisenbahnsystems und insbesondere über die Anlegung einer Eisenbahn von Leipzig nach Dresden“. Johann Andreas Schubert baute im „Dresdner Aktien-Maschinenbau-Verein“ in Uebigau die erste betriebsfähige Dampflokomotive in Deutschland.

Seit Inbetriebnahme der ersten Eisenbahnstrecke 1835 zwischen Nürnberg und Fürth war es jetzt erstmals möglich, Menschen und Güter über weite Strecken in großer Zahl in kurzer Zeit zu befördern. Ganz Deutschland wurde vom Eisenbahnbaufieber gepackt. Eisenbahngesellschaften schossen wie Pilze aus dem Boden, die Industrielle Revolution war auch in Deutschland angekommen.

Quelle: Deutsche Bahn

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