Feuer in Restabfallaufbereitungsanlage am Dresdner Hammerweg

In der Müllsortieranlage ist es in der Nacht zum Mittwoch zum Brand im Lagergut gekommen. Fünf Beschäftigte wurden wegen des Verdachtes auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht. +++

Am Mittwochmorgen kam es in der Biologisch-Mechanischen Abfallaufbereitungsanlage (BMA) am Hammerweg gegen 03.00 Uhr zu einem Schwelbrand. Im Bereich der mechanischen Aufbereitung der vorbehandelten Abfälle entstand in einem Zerkleinerungsaggregat ein Schwelbrand. Mögliche Ursache ist eine Entzündung von leicht brennbaren Abfallbestandteilen auf Grund von Wärmeentwicklung in Folge der hohen Drehzahlen (1.000 Umdrehungen pro Minute) in diesem Aggregat. Andere Anlagenteile waren nicht betroffen.

Durch die Mitarbeiter der Nachtschicht wurde die Feuerwehr alarmiert, noch bevor das automatische Rauchmeldesystem auslösen konnte. Zum Ablöschen der Glutnester setzte die Feuerwehr Löschschaum ein. Auf Grund der Rauchentwicklung wurde durch die Feuerwehr angeordnet, dass die fünf Mitarbeiter der Nachtschicht zu einer Untersuchung ins Krankenhaus Neustadt gebracht werden, um den Verdacht einer Rauchgasvergiftung auszuschließen. Alle Kollegen wurden nach der Untersuchung ohne Auffälligkeiten wieder nach Hause geschickt.

Durch den Schwelbrand sind keine Maschinenschäden entstanden und nach Abschluss der Brandwache wird die Anlage am Nachmittag wieder ihren Normalbetrieb aufnehmen. Die Anlieferung von Restabfall durch die Abfallsammelfahrzeuge ist nicht beeinträchtigt.

Die Entstehung von Schwelbränden im Bereich der mechanischen Aufbereitung kann aufgrund von Wärmeentwicklung nie einhundertprozentig ausgeschlossen werden. Entsprechende Schutzeinrichtungen (Brandmeldeanlagen) verhindern größere Schäden und Ausbreitung auf andere Anlagenbereiche.

 Quelle: Stadtreinigung Dresden