Feuerwehr übt Eisrettung

Chemnitz – Die eisigen Temperaturen der vergangenen Tage haben den Teich im Chemnitzer Stadtpark zufrieren lassen. 

Obwohl immer wieder gewarnt wird, Eisflächen nicht zu betreten, nutzen viele die Gelegenheit zum Schlittschuhfahren. Die Gefahr, dabei einzubrechen, wird oft unterschätzt. Um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein, hat die Chemnitzer Feuerwehr am Donnerstag eine spezielle Eisrettungs-Übung durchgeführt.

Um möglichst reale Bedingungen zu schaffen, wurde zunächst mit einer Kettensäge ein Loch in die Eisfläche gesägt. Ein Feuerwehrmann begab sich dann ins eiskalte Nass und wurde von den Kameraden gerettet. Anders als normal gekleidete Personen die im Eis einbrechen können, war der Feuerwehrmann mit einem sogenannten Überlebensanzug bekleidet, der vor Erfrierungen schützt. Die Übung dient aber nicht nur zur Festigung der Handlungsabläufe, sondern soll auch die Sicherheit im Umgang mit den Rettungsmitteln stärken. So unter anderem mit einem Schlauchboot, das speziell bei Eisrettungen zum Einsatz kommt.

Insgesamt dauerte die Übung rund eine anderthalbe Stunde. Trotz der demonstrierten Gefahr eines Einbruches ließen sich einige aber nicht davon abhalten, weiter auf dem Eis ihre Runden zu drehen. Die Feuerwehr hat dazu aber eine ganz klare Ansage. In Chemnitz gibt es derzeit keine freigegebenen Eisflächen auf fließenden Gewässern und Teichen. Das betreten der Eisflächen ist daher strengstens verboten, es droht Lebensgefahr.

Wer dennoch nicht auf das Schlittschuhfahren verzichten möchte, sollte auf eine ungefährliche Alternative umsteigen. Hundertprozentig sicher fahren Sie unter anderem auf den Eisflächen im Eissportcenter am Küchwald.