„Feuerwerksverbot wäre mein Todesstoß“

Sachsen/Leipzig - Seit die Niederlande das Feuerwerksverbot amtlich gemacht haben, werden auch hier die Diskussionen immer lauter. Eigentlich sollten mit dem Verbot Krankenhäuser und das Pflegepersonal erleichtert werden. Doch für den selbstständigen Feuerwerker Uwe Winkler aus Liemehna wäre das "der Todesstoß".

Uwe Winkler kann nur mit dem Kopfschütteln, wenn er vom "Feuerwerksverbot" hört. Er hält die Debatte für überzogen. Im schlimmsten Fall kann es sogar seine Existenz kosten. Nicht nur das: Er befürchtet, dass ein mögliches Verbot andere Folgen mit sich ziehen könnte. "So wie die Einfuhr von illegaler Pyrotechnik, die die Krankenhäuser womöglich noch mehr belasten könnte", so der 58-Jährige. Der gebürtige Leipziger hat vor 20 Jahren sein Hobby zum Beruf gemacht: Die Leidenschaft für Pyrotechnik. 2004 gründet er die eigene Firma und baut kurz darauf seinen Laden aus.

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Familienvater bangt um Zukunft

Heute hat er sich in der Branche einen Namen gemacht - die Kunden sind zufrieden mit ihm. Aber nun muss er um seine Zukunft bangen. Der Familienvater hat zwei Kinder und wohnt mit seiner Frau im ländlichen Liemehna in der Nähe von Leipzig. Obwohl das Jahr für ihn gut begonnen hatte, wurde sein Bestellbuch schnell immer leerer. 

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen haben seine Arbeit fast unmöglich gemacht. Die Meldungen, dass das niederländische Verbot auch ein Vorbild für Sachsen sein könnte, trafen den Feuerwerker schockartig. Während der Corona-Krise stehen dem 58-Jährigen keine staatlichen Hilfen zu. Ein Verbot würde ihn also auch langfristig hart treffen. Alternativen gibt es für ihn nicht. Ob das Verbot nun kommen wird, kann der Feuerwerker nicht sagen. Erst einmal nimmt er in seinem Laden weitere Bestellungen an und macht aus der aktuellen Situation das Beste. Sein Lächeln und seine Hoffnung lässt Uwe Winkler nicht so schnell vertreiben.