Fieberhafte Suche nach Mendelssohn-Büste

Nach Raub der Mendelssohn-Büste der Hochschule für Musik und Theater Leipzig: Dr. Wulff Aengevelt (Düsseldorf) lobt 1.000 Euro zur Ergreifung der Täter aus.

Mit Entsetzen reagierte Dr. Wulff Aengevelt, Mitglied und Vorsitzender des Kuratoriums des Freundeskreises der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT), auf den Raub der Mendelssohn-Büste, die Aengevelt der Hochschule im Jahre 2002 gespendet hat: „Gleichgültig, ob Kunst- oder Buntmetallraub: Der Raub der Büste aus solch niederen Motiven macht mich fassungslos und wütend. Ich bitte deshalb die Leipziger Bürger um ihre Mithilfe und setze 1.000 Euro Belohnung zur Ergreifung der Täter und hoffentlich Wiederbeschaffung aus. Gemeinsam können und müssen wir erreichen, dass die von dem renommierten Bildhauer Karl-Heinz Klein geschaffene Mendelssohn-Büste an ihren Platz zurückkehrt.“

Dabei gehe es nicht allein um den materiellen Wert des Kunstwerkes in Höhe von rund 9.000 Euro, sondern auch die große ideelle Bedeutung des unsterblichen Mendelssohns als Gründer der ältesten Musikhochschule Deutschlands und Ehrenbürger der Stadt Leipzig, gab die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ am Freitag bekannt.

Aengevelt rief die Leipziger Bürger zu Solidarität auf und bat um Unterstützung für den Freundeskreis der Hochschule (Freundeskreis der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ e.V., Spendenkonto: 110 695 800 · Dresdner Bank · BLZ 860 800 00).

Die rund 15 Kilogramm schwere Mendelssohn-Büste aus Bronze ist in der Nacht zum Mittwoch vom Hof des Hochschulgebäudes Dittrichring 21 gestohlen worden (LEIPZIG FERNSEHEN berichtete). Sie war ein Einzugsgeschenk von Aengevelt anlässlich der Eröffnung dieses HMT-Zweitgebäudes im November 2002. Auch Hochschulrektor Prof. Robert Ehrlich sprach von einem „unermesslichen ideellen Verlust“.
 
Quelle: Hochschule für Musik und Theater Leipzig