Finanzspritze für Synagogensanierung

Chemnitz – Der Verwaltungs- und Finanzausschuss der Stadt Chemnitz hat Grünes Licht für die anstehende Sanierung der Synagoge an der Stollberger Straße gegeben.

Nur durch einen Zuschuss, in Höhe von je 280.000 Euro von Stadt und Freistaat Sachsen, kann die Sanierung überhaupt stattfinden. Teile des Gotteshauses mussten aufgrund von baulichen Mängeln bereits im Jahr 2015 saniert werden.

Im Verlauf der Arbeiten waren jedoch immer gravierendere Bauschäden festgestellt worden, so dass weitere Sanierungen erforderlich wurden. Der jüdischen Gemeinde allein, fehlte dafür aber das Geld. Besonders das undichte Glasdach führte zu enormen Wasserschäden im inneren der Synagoge.

In den kommenden Tagen sollen nun die Bauarbeiten am Dach des Foyers beginnen. Dafür wird ein komplett neues bruchsicheres Glasdach mit veränderter Dachneigung aufgebracht. Denn nur durch einen Zufall war aufgefallen, dass kein Sicherheitsglas beim Bau des Daches verwendet worden war.

Trotz der anstehenden Bauarbeiten bereitet sich die jüdische Gemeinde gerade auf die höchsten Feiertage im Judentum vor. Denn vom 20. bis 22. September findet das jüdische Neujahrsfest statt. Kurz darauf beginnnt am Abend des 29. Septembers der Versöhnungstag. Die Feiertage kann die jüdische Gemeinde im bereits fertig sanierten Synagogenraum begehen.