Flammeninferno in der Dresdner Neustadt – Ein Toter – 17 Verletzte

Am Freitag ist gegen 17.15 Uhr in einer Wohnung in dem Plattenbau am Jägerpark ein Feuer ausgebrochen. Der Mieter stirbt an den Brandverletzungen. 17 Menschen erleiden Rauchgasvergiftungen. Das Wohnhaus ist nun unbewohnbar. +++

Ein Wohnungsbrand endet für den Mieter einer Erdgeschosswohnung in der Dresdner Neustadt
am Freitagabend tödlich. Das Feuer war gegen 17.15 Uhr in dem Plattenbau am Jägerpark
ausgebrochen und hatte sich schnell in der gesamten Wohnung ausgebreitet.

Der Mieter kam noch mit schwersten Verbrennungen in eine Klinik, wo er kurz darauf verstarb.
17 Menschen erleiden Rauchgasvergiftungen und kommen ins Krankenhaus.
Die Dresdner Feuerwehr kann den Brand zügig löschen.

Alle Mieter müssen ihre Wohnungen verlassen und können auch über Nacht nicht zurück.
Die Kripo hat das Haus komplett gesperrt. Die Straße ist während der Löscharbeiten voll gesperrt. Brandursache und Schadenshöhe sind noch nicht bekannt.          
         
Aus dem Bericht der Dresdner Feuerwehr:

Den zuerst eintreffenden Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes bot sich ein erschreckendes Bild: Eine Wohnung im Erdgeschoss stand bereits völlig in Flammen. Der Brandrauch hatte das gesamte Treppenhaus bis in die 6. Etage verqualmt und machte es den Bewohnern des gesamten Hauseinganges unmöglich, selbstständig und gefahrlos das Haus zu verlassen.

Den Einsatzkräften gelang es noch ein den ersten Minuten eine Frau aus dem verqualmten Treppenhaus zu retten. Ein weiterer Bewohner einer Erdgeschosswohnung rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster in´s Freie. Kurze Zeit später wurden die übrigen Hausbewohner unter Zuhilfenahme von Brandfluchthauben in Sicherheit gebracht, davon allein 13 Männer und Frauen über Drehleiterfahrzeuge der Feuerwehr. Eine Katze und ein Hund konnten gleichfalls lebend durch die Feuerwehrleute gerettet und ihren Eigentümern übergeben werden. Die betroffenen Personen wurden vor Ort in einem Feuerwehrfahrzeug betreut und mit heißen Getränken versorgt.

Nachdem sich die Einsatzkräfte in die Brandwohnung vorgekämpft hatten, wurde dort eine weitere Person aufgefunden und unverzüglich in Sicherheit gebracht. Trotz der sofort eingeleiteten Versorgung und Reanimation durch den Rettungsdienst verstarb der Mann noch auf dem Weg in ein Krankenhaus.

Zur Menschenrettung, Brandbekämpfung, Kontrolle und Entrauchung des gesamten Hauseinganges waren neun Trupps der Feuerwehr mehrmals unter schwerem Atemschutz in Einsatz. Gegen 18:10 Uhr konnte die Feuerwehr „Brand gelöscht“ melden. Aufgrund der Schwere des Brandes und der starken Verqualmung wurden 35 Personen vor Ort durch Ärzte und rettungsdienstliches Personal untersucht, darunter auch Kleinkinder und Schwangere. 18 untersuchte Personen wurden zur weiteren Behandlung und Betreuung in vier Krankenhäuser der Landeshauptstadt Dresden transportiert.

Insgesamt waren 72 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes mit zwei Löschzügen der Feuerwehr Dresden, Sonderfahrzeugen der Einsatzleitung, zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten und der Betreuung von Personen sowie 13 Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und die Einsatzleitwagen des Leitenden Notarztes sowie des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst im Einsatz.

Die Überprüfung der Wohnungen des Hauseinganges ergab, dass mehrere Wohnungen aufgrund der Schädigung durch Feuer und Rauch bis auf weiteres nicht genutzt werden können. Noch während der Einsatzmaßnahmen trafen deshalb die zwischenzeitlich durch die Feuerwehr alarmierten Verantwortlichen des Wohnungsvermieters ein und organisierten die Bereitstellung von Ersatzunterkünften für die betroffenen Mieter.

An der Einsatzstelle ermittelt nun die Kriminalpolizei zur Brandursache.

Quelle: News Audiovision/Feuerwehr Dresden

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!