Fliegender Wechsel: Junior- beerbt Senior-Straßenbahnfahrer

Über 23 Jahre Dienst bei den LVB – und dann sowas: Tränen der Rührung standen ihm in den Augen, denn an der Haltestelle Apelstraße wartete nach seiner letzten Fahrt schon der Sohnemann und nahm ihm sozusagen das Zepter aus der Hand. +++

Das gab es bei den Leipziger Verkehrsbetrieben noch nie: Peter Berbig, 60 Jahre, ist am Vormittag in den Ruhestand verabschiedet worden – an sich ja nichts ungewöhnliches. Aber dabei gab es einen fliegenden Wechsel der besonderen Art.

Denn nach seiner letzten Fahrt als Straßenbahnfahrer bei den LVB ist er direkt im Anschluss von seinem Sohn abgelöst worden. Das sein Sohnemann genau heute den Dienst antritt ist ein glücklicher Zufall.

Interview: Robert Berbig – …angehender Straßenbahnfahrer der LVB

Beim Vater war die Überraschung groß, denn er wusste gar nichts von dieser außerordentlichen Übergabe.

Interview: Peter Berbig – Ex-Straßenbahnfahrer der LVB

Dabei war der Vater anfangs von den beruflichen Vorstellungen des Sohnes alles andere als begeistert.

Interview: Peter Berbig – Ex-Straßenbahnfahrer der LVB

Peter Berbig wäre zwar gerne noch weiterhin Straßenbahnfahrer geblieben, Langeweile wird bei dem frischgebackenen Rentner aber sicher nicht aufkommen.

Interview: Peter Berbig – Ex-Straßenbahnfahrer der LVB

Zu Ehren seines Abschieds bekam Peter Berbig dann sogar einen eigenen Chaffeur der LVB gestellt. Wahrscheinlich, damit er es besser verkraften kann, dass der Sohn mit seiner Straßenbahn davongedüst ist.