Fliegerbombe in der Friedrichstadt gefunden – Der Ticker zu Tag 1 und 2

Dresden - Eine Fliegerbombe wurde am Dienstagabend kurz nach 17 Uhr bei Bauarbeiten an der Löbtauer Straße/Ecke Wernerstraße gefunden. Es handelt sich um ein Geschoss englischer Bauart. Die Entschärfung dauert zur Stunde an.

Am späten Nachmittag wurde bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden. Einsatzkräfte sperrten den unmittelbaren Fundort ab. Laut Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handelt es sich um eine fünf Zentner Fliegerbombe englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Bombe steckt in der Erde und ist circa einen Meter lang und 35 Zentimeter im Durchmesser, teilt ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Sie ist mit einem Zünder ausgestattet und muss vor Ort entschärft werden. Eine Evakuierung von mehr als 9.000 Personen im Umkreis von knapp 400 Metern ist abgeschlossen. Derzeit wird eine Evakuierung im Umkreis von etwa 400 Metern vorbereitet. Ein Altenheim liegt im Umfeld des Fundortes. Noch in der Nacht soll die Entschärfung stattfinden.

Polizeiabsperrung im Bereich der Fliegerbombe in Löbtau, © Sachsen Fernsehen

10:00 Uhr: Akute Explosionsgefahr

Am Fundort der Bombe brennt es weiterhin. Wie die Polizei via Twitter mitteilte, haben sich Beamte über Nacht mit einem Hubschrauber einen Überblick verschafft. Es besteht daher akute Explosionsgefahr. Autofahrer werden Gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

01:15 Uhr: Abbrennen über Nacht

Die Einsatzkräfte vor Ort wollen den Funkenflug und den Brandherd an der Fliegerbombe über die Nacht hinweg beobachten. In der letzten Stunde wurden Wassereimer vorbereitet, die für ein langsames Abkühlen sorgen sollen. Zum Donnerstagmittag wollen sich die Beamten erneut zum weiteren Geschehen beraten.

23:18 Uhr: Dumpfer Knall hörbar

Durch das Ziehen der Raketenklemme gab es ein Funkenflug, worauf in der Folge das Dämmmaterial in Brand geraten sind. Das brannte langsam ab. In der Folge kam es zu einer Teildetonation. Eine weitere Detonation ist nicht auszuschließen, weshalb der Bereich weiterhin gesperrt bleiben.

Im Bereich der Fliegerbombe gab es gegen 23:18 Uhr offenbar einen dumpfen Knall. Eine offizielle Erklärung seitens der Polizei steht noch aus. Die Feuerwehr reiht sich momentan außerhalb des Sperrbezirkes auf und wird in Kürze zur Gefahrenstelle vorrücken.

22:56 Uhr: Entschärfung läuft

Der Sprengmeister hat mit der Entschärfung der Fliegerbombe begonnen.

22:35 Uhr: Einsatzkräfte verlassen den Sperrbereich

Alle Einsatzkräfte sind gerade dabei den Sperrbereich zu verlassen. Einzig die Sprengmeister bleiben vor Ort, um den Greifarm zum entschärfen der Bombe zu steuern. Dieser Schritt wird eingeleitet, sobald der Bereich vollständig gesichert ist.

Geräumte Straßen mit Menschenleere kurz vor der Teildetonation der Fliegerbombe, © Sachsen Fernsehen

21:45 Uhr: Ende des Einsatzes absehbar

Das Ende des Sondereinsatzes ist absehbar. Polizeisprecher Thomas Geithner beschreibt den Zustand im Sperrgebiet. Vor Ort wurden 60 Anti-Terrorsteine zu einem Schutzwall aufgebaut. Diese sollen eine mögliche Detonation abfangen. Die Chancen stehen weiterhin 50:50. Einzelheiten im Interview.

20:14 Uhr: Bahnverkehr wird wieder eingestellt

Ab 21:30 Uhr fällt der S-Bahn-Verkehr der Linie 3 zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof nach Tharandt wieder komplett aus. Grund ist der fortgeschrittene Aufbau des Schutzwalls. Eine Beendigung des Einsatzes ist somit absehbar.

20:43 Uhr: Schutzwall fast fertiggestellt

Die Schutzfall für eine mögliche Detonation der Fliegerbombe steht. Aktuell sind 50 der 60 Steine verbaut. Diese bestehen aus Sandsäcken und gepresster Pappe. Mit der Fertigstellung wird auch der Bahnverkehr wieder eingestellt.

19:16 Uhr: Arbeiten dauern an

Die Arbeiten am Schutzwall für eine mögliche Detonation der Fliegerbombe dauern an. Die Fertigstellung wird laut Informationen der Polizei Dresden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

© Twitter - Polizei Sachsen

18:06: Welle der Hilfsbereitschaft

Unter dem Hashtag #schlafplatzDD bieten zur Zeit viele Dresdner einen Schlafplatz für Evakuierte an. Im Moment ist noch nicht absehbar, wie lange der Einsatz noch andauern wird. Große Teile in Löbtau sind weiterhin gesperrt. Auch die Notunterkunft in der Messe Dresden ist weiterhin zugänglich.

© Sachsen Fernsehen / Twitter

18:00 Uhr: Luft- und Bahnverkehr vorerst wieder frei gegeben.

Der Bahnverkehr ist voerst wieder freigegeben worden. In Richtung Chemnitz können damit wieder Züge rollen, informiert die Deutsche Bahn AG. Die Strecken werden wieder gesperrt, sobald die Fliegerbombe entschärft wird. Auch am Flughafen Dresden können die Maschinen wieder starten und landen. Die Flugzeuge werden dafür nicht über das Stadtgebiet fliegen.

17:50 Uhr: Innenminister Wöller bedankt sich bei Einsatzkräften

Innenminister Roland Wöller (CDU) bedanke sich am Abend bei den über 1.000 Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Der CDU-Politiker besuchte das Evakuierungszentrum in der Messe Dresden und tauschte sich mit den Helfern vor Ort aus.

Innenminister Roland Wöller besichtigt die Notunterkunft, © Sachsen Fernsehen
Innenminister Roland Wöller besichtigt die Einsatzzentrale in der Messe Dresden GmbH, © Sachsen Fernsehen
Innenminister Roland Wöller hört sich die Situation der Rettungskräfte vor Ort an, © Sachsen Fernsehen

16:20 Uhr: Evakuierungsradius ausgeweitet

Der Evakuierungsradius wurde ausgeweitet. Die Polizei hat mit der Räumung des Bereiches begonnen. Betroffen ist hauptsächlich eine Kleingartenanlage sowie einige Wohnhäuser in der südlich der Fröbelstraße. Wenn die Maßnahmen abgeschlossen sind, wird auch die Fröbelstraße komplett gesperrt. Mit der Ausweitung kommen rund 400 Evakuierungen hinzu.

© Twitter - Polizei Sachsen

14:30 Uhr: Bombe wird mit Dämmmaterial gesichert

Eine Detonation der Fliegerbombe im Dresdner Westen wird wahrscheinlicher. Der Zünder soll in den Abendstunden durch einen Sprengmeister mittels Fernsteuerung über einen an der Bombe angebrachten Greifarm entfernt werden. Zunächst wollen die Kameraden der Feuerwehr mit Dämmmaterial eine Art Trichter um die Bombe bauen, um eine mögliche Druckwelle abzufangen.

11:28 Uhr: Erster Versuch der Bombenentschärfung fehlgeschlagen

Die Entschärfung der Fliegerbombe, die gestern Nachmittag an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden wurde, musste unterbrochen werden. Laut den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wurde der Zünder bereits teilweise hineingedrückt und ist somit nicht mehr frei zugänglich. Bei einer Bewegung des Zünders oder der Bombe ist eine Detonation wahrscheinlich. Es wird einen weiteren Versuch geben, den Zünder mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung aus der Ferne herauszulösen. Da die Gefahr einer Umsetzung der Bombe in diesem Zusammenhang relativ groß ist, müssen zunächst die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden. Dazu wird um die Bombe herum ein Schutzwall aus Dämmmaterial errichtet. Weiterhin sollen verschiedene Gebäude und Einrichtungen auf ähnliche Weise geschützt werden. Diese Maßnahmen werden mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Alle Evakuierungsmaßnahmen sowie Straßensperrungen werden damit auf unbestimmte Zeit verlängert.

10:47 Uhr: Die Entschärfung beginnt

Der Sprengmeister beginnt mit der Entschärfung der Bombe.

© Twitter | Polizei Sachsen

09:50 Uhr: Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen

Die Evakuierungsmaßnahmen in Löbtau und Friedrichstadt sind abgeschlossen. Die Entschärfung kann also jederzeit beginnen.
DRESDEN FERNSEHEN Redakteur Jonathan Wosch kämpft sich durch das Verkehrschoas in Dresden.

09:02 Uhr: Stauchaos in Dresden

Der Berufsverkehr hat Dresden mittlerweile erobert. Nicht nur auf der Reisewitzer Straße in Löbtau (außerhalb des Sperrgebiets) stauen sich Autos. Das Geschehen in der Friedrichstadt wirkt sich auf etliche Verkehrsachsen aus.

08:30 Uhr: Entschärfungsbeginn erneut verschoben

© Sachsen Fernsehen

Mittlerweile gibt es einen vierten Termin, an dem die Evakuierung enden soll. Die Polizei teilt über einen Sprecher mit, dass sicher dieser auf 09:30/10:00Uhr belaufen soll. Ob der Termin gehalten werden kann, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber ungewiss.

Rings um den Fundort der Bombe bildet sich zunehmender Stau. Die DVB leitet ihre Fahrzeuge um. Über die Umleitungen und das weiter Vorgehen halten wir Sie auf dem laufenden.

06:30 Uhr: Umleitungen und Fahrplanänderungen

© Sachsen Fernsehen

05:21 Uhr: Polizei riegelt Fundort ab

Auf Twitter informiert die Polizei darüber, dass das Gebiet um die Fundstelle nun komplett abgerieglt wird. Die Absperrung betrifft auch eine Berufsschule, KiTa, Betriebe und Einkaufsmärkte. Diese werden vorerst geschlossen bleiben müssen.

© Sachsen Fernsehen

04:30 Uhr: Blick in die Messe Dresden

Nach Auskunft der Feuerwehr befinden sich aktuell zwischen 600 bis 800 Personen in der großen Halle der Messe Dresden. Weitere 100 sollen sich in der kleineren Halle nebenan aufhalten. Sowohl junge als auch ältere Dresdner sind unter den Schutzsuchenden, verrät Feuerwehrsprecher Ralf Schröder. Neben Sitzmöglichkeiten sind auch ausreichend Schlafplätze vorhanden, so Schröder. Die Stimmung in der Messe selbst sei trotz der Umstände als positiv zu bewerten, da die Dresdner einander helfen und untereinander im Kontakt stehen, heißt es.

Die Kameraden der Feuerwehr und alle anwesenden Kollegen stellen sich derweil auf eine lange Nacht ein. Gegen 05:05 Uhr geht heute über Dresden die Sonne auf. Die Entschärfung der Bombe wird also aller voraussicht nach bei Tageslicht vollzogen werden.

Notunterkunft mit Rettungssanitätern in der Messe Dresden GmbH, © Feuerwehr Dresden
Blick in die Notunterkunft mit vielen Evakuierten aus dem Sperrgebiet, © Feuerwehr Dresden

04:03 Uhr: Polizei benennt neue Zeitschiene

Die Polizei hat soebene eine neue Zeitschiene via Twitter verkündet. Die Evakuierung soll nun gegen 05:00 Uhr abgeschlossen sein. Das würde bedeuten, dass die Entschärfung der Bombe erst im Hellen beginnt.

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04:00 Uhr: Dresdner werden immer noch in Sicherheit gebracht

Die Hoffnung, dass die Evakuierung rund um die Fundstelle der Fliegerbombe bis 03:00 Uhr abgeschlossen sein könnte, hat sich zerschlagen. Vor allem die Rettung der Bewohner des Senioren heim dauert an. Die ersten von ihnen haben bereits die Notunterkunft in der Messe Dresden erreicht und werden vor Ort versorgt.

Notunterkunft mit Rettungssanitätern in der Messe Dresden GmbH, © Feuerwehr Dresden
Sanitäter die sich in der Notunterkunft beraten, © Feuerwehr Dresden

02:12 Uhr: Evakuierung dauert an

Bereits seit über einer Stunde laufen die Evakuierungsmaßnahmen. Ob die erste zeitliche Einschätzung, die ein Ende der Maßnahme gegen 03:00 Uhr prognostizierte, zu halten ist, konnte die Polizei Dresden aktuell nicht bestätigen.

Für alle, die von der Evakuierung betroffen sind, wurden Notunterkünfte in der Messe Dresden eingerichtet. Die Sächsische Polizei informiert via Twitter darüber.

Zahlreiche Dresdner zeigen sich solidarisch und bieten Schutzsuchenden in den Sozialen Medien eine Unterkunft an. Die Freiwillige Feuerwehr Gorbitz kocht aktuell bis zu 300 Portionen Nudeln mit Tomatensoße und Käse aus der Feldküche.

© Sachsen Fernsehen

01:00 Uhr Evakuierung beginnt

Die Einsatzkräfte haben nunmehr mit den Evakuierungsmaßnahmen begonnen.

Nach aktuellen Schätzungen sind knapp 8.700 Menschen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Unter den betroffenen Objekten befinden sich unter anderem ein Pflegeheim an der Löbtauer Straße sowie ein Seniorenzentrum an der Wernerstraße mit insgesamt mehr als 230 Bewohnern.

Es ist geplant, die Maßnahmen bis 03:00 Uhr abzuschließen, heißt es aus Polizeikreisen. Währenddessen hat die Stadt Dresden ein Bürgertelefon unter der Rufnummer (0351) 4887666 eingerichtet,

© Sachsen Fernsehen

00:34 Uhr: Warnung über "Nina"

Die Katastrophenschutzapp Nina informiert nun auch mit deutlicher Verzögerung  über den Fund der Fliegerbombe in Dresden.

© Sachsen Fernsehen

23:58 Uhr: Busse für Evakuierung stehen bereit

Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben für die Evakuierung in Löbtau Busse bereitgestellt.

© Twitter | Polizei Sachsen

23:40 Uhr: Betroffene sollen bis 3 Uhr die Wohnungen verlassen

Im Zusammenhang mit den Evakuierungen sind Notunterkünfte in der Messe Dresden am Messering (Eingangsbereich Tor 1) eingerichtet worden. Für den Transport zu den Unterkünften stehen ab sofort Busse der DVBAG an der Reisewitzer Straße Ecke Schillingstraße sowie an der Straße Altlöbtau Ecke Lübecker Straße bereit.

Die Polizei bittet die Anwohner bis 03.00 Uhr ihre Häuser zu verlassen.

Nach bisherigen Einschätzungen sind rund 8.700 Menschen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen.

Die Stadt Dresden hat zwischenzeitlich ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Rufnummer (0351) 488 7666 zu erreichen.

23:11 Uhr Evakuierung wird weiter vorbereitet

Via Twitter wendet sich die Polizei nun an alle betroffenen Anwohner.
Die Einsatzkräfte sammeln sich am Volksfestgelände an der Pieschener Allee.

© Twitter | Polizei Sachsen

22:03 Uhr: Polizei informiert über Evakuierungsgebiet

Die Gebiete entsprechend der Karte sollen evakuiert werden. Aktuell sind bereits die Löbtauer Straße sowie die Wernerstraße für den Fahrverkehr gesperrt. Autos werden umgeleitet. Die DVB haben die Verkehrsführung die Linie 6 zwischen Cottaer Straße und Wölfnitz aufgrund der Störung an der Wernerstraße angepasst. Die Bahn wird über Hebbelplatz geführt.

© Polizei Dresden