Fliegerbombe in Halle entschärft

Heute Morgen wurde bei Schachtarbeiten in Halle/Saale eine fünf Zentner schwere Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt. Das Gebiet rund um das Elisabeth-Krankenhaus wird großräumig abgesperrt. Mittlerweile wurde der Sprengsatz entschärft. +++

Kurz nach dem Fund wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst angefordert. Bis zum Eintreffen der Fachleute wurde der Bereich in einem Radius von 800 Meter rund um die Bombe großflächig abgesperrt.

Die umliegenden Häuser und Einrichtungen wurden evakuiert, u.a. die Kita Taubenhaus, die Kindereinrichtungen der Franckeschen Stiftungen baten die Eltern darum, ihre Kinder abzuholen.

Auch das Elisabeth-Krankenhaus wurde geräumt, hunderte Patienten und Beschäftigte mussten den Komplex verlassen. Der Straßenbahnverkehr der Linien 1, 3, 6, 8 und 11 wurde unterbrochen.
Hörer von MDR JUMP, Radio Sputnik und Co. mussten für lange Zeit mit der Notschleife der Sender vorlieb nehmen. Aus Sicherheitsgründen wurde des MDR-Radiozentrum ebenfalls geräumt.

Insgesamt wurden rund 20.000 Menschen rund um den Fundort der Bombe evakuiert.

Die Stadt hatte Sammelpunkte eingerichtet, von denen Busse zum Notquartier, der Brandberge-Sporthalle, fuhren. Ferner hatte die Polizei eine Notfallnummer eingerichtet, unter der sich besorgte Bürger informieren konnten.

Die Entschärfung der Bombe gelang den Experten dann schließlich gegen 18 Uhr. Durch unvernünftige Autofahrer, die das Sperrgebiet trotzdem befuhren bzw. es nicht verlassen wollte, wurde die Entschärfung nach hinten verzögert. Abgesehen davon ist die Polizei mit dem Ablauf der Aktion durchaus zufrieden.