FLOOR FIGHTERS wollen Meistertitel

Auf ihrem erhofften Weg zurück in die 1. Bundesliga wollen die FLOOR FIGHTERS am kommenden Wochenende einen weiteren Schritt gehen.

Nach dem Erfolg in den Halbfinalspielen der Play Offs der 2. Bundesliga über den TV Lilienthal soll nun der Meistertitel her. Dazu reisen die Chemnitzer am kommenden Sonntag in die ehemalige Deutsche Hauptstadt nach Bonn.

Gegner in diesem Finale der zwei 2. Bundesligen ist der SSF Bonn, die ebenso wie die Sachsen als Tabellenführer die reguläre Saison beendeten. „Das wird ein heißer Kampf, im Achtelfinale des DUB Pokal mussten wir hier schon einmal antreten und konnten nur knapp 6:5 gewinnen“, erinnert sich Trainer Joel Heine an das erste Aufeinandertreffen beider Spitzenteams im November 2009. Damals kamen die FLOOR FIGHTERS erst spät mit der Spielweise der Westdeutschen zurecht, die im Vergleich zu den Chemnitzern weniger Wert auf das Passspiel legen, sich dafür immer wieder im Eins gegen Eins versuchen und hier brandgefährlich agieren. Bereits im November sah zunächst alles nach einem klaren Sieg für den SSF Bonn aus, der Gastgeber konnte nach zwei Dritteln eine 4:2 Führung in die Kabine mitnehmen.

Dass die FLOOR FIGHTERS damals dennoch gewannen, verdankte das Team damals der konstanten Spielweise, die die Sachsen Tor um Tor wieder heranbrachte. „Wir müssen mit einer ähnlichen Konstanz in das Spiel gehen, wie wir sie damals nur im letzten Drittel zeigen konnten. Wenn wir ab der ersten Sekunde an hell wach sind, hinten kompakt stehen und vorn schnelle Abschlüsse suchen, können wir nicht nur die gefährlichen Konter vermeiden sondern wohlmöglich einen ähnlichen Rückstand wie im Herbst letzten Jahres vermeiden“, gibt sich der finnische Trainer Heine optimistisch.
Dennoch wird das Hinspiel um die Meisterschaft der 2. Bundesliga für die FLOOR FIGHTERS alles andere als einfach. Joel Heine erlitt unter der Woche einen „Hexenschuss“, nachdem er bereits nach dem letzten Spiel am vergangenen Wochenende über Rückenprobleme klagte. Sein Einsatz scheint daher mehr als unwahrscheinlich, mehr noch, derzeit ist unklar, ob der Finne überhaupt hinter der Bande seine Mannschaft betreuen kann. Auch beim SSF Bonn wird man wohl nicht mit der gleichen Mannschaft wie im DUB Pokal auflauen. Damals fehlte mit Jan Patocka ein torgefährlicher Tscheche, der nun wieder zur Verfügung steht. Patocka konnte in den letzten drei Jahren die Scorerkrone der Westliga, die Liga in der Bonn zuvor aktiv war, gewinnen. „Im Halbfinalrückspiel gewann Bonn 12:3 gegen Halle, dies gelang uns in dieser Saison nicht annährend, ich bin gespannt, wie sich unser Kontrahent in Bestbesetzung präsentieren wird. Ganz egal jedoch, wer beim Gegner auf dem Feld steht, wir wollen Meister der 2. Bundesliga werden und uns Respekt vor den folgenden Relegationsspielen verschaffen“, gibt sich Heine kämpferisch.
Gewinnen die FLOOR FIGHTERS tatsächlich das erste Spiel in Bonn, besteht am 10. April, beim Rückspiel in Chemnitz die Möglichkeit, vorzeitig Meister zu werden. Verlieren die Sachsen hingegen das Hinspiel, muss am 10. April ein Sieg her, um ein drittes Entscheidungsspiel zu erzwingen, welches bereits am 11. April ebenfalls in Chemnitz stattfinden würde.
Bei aller Vorfreude auf das große Finale der 2. Bundesliga zeigt sich Teammanager Georg Schmidt abwartend: „Der Ausgang dieser Begegnungen gegen Bonn hat allenfalls symbolischen Wert. Den Grundstein und damit das Erreichen der Relegationsspiele hat das Team schon eher gelegt. Gewinnen wir nun gegen Bonn, müssen wir in der Relegation gegen Döbeln ran, verlieren wir, wartet hingegen der Vorletzte der 1. Bundesliga, Bremen. Beide Mannschaften haben keine sonderlich erfolgreiche Saison gespielt, ich sehe unsere Chancen daher gegen beide Teams ähnlich“. Eines ist damit auch schon vor dem Finale klar, sowohl Bonn, als auch Chemnitz werden Ende April bzw. Anfang Mai die Chance auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga haben, das Ergebnis des Finales entscheidet lediglich über den Gegner „und wer den größeren Pott in den Händen hält und den weiteren Anfahrtsweg in der Relegation hat“, fügt Schmidt hinzu. Somit kann jeder Fan der FLOOR FIGHTERS selbst entscheiden, welchen Stellenwert dieses Finale für ihn einnimmt, Fakt ist aber, dass die Chemnitzer in dieser Saison 16 Siege in 16 Pflichtspielen holten und diese Serie mit allen Mitteln erhalten bleiben soll. Denn was gibt es schöneres, als mit einer weißen West in die Relegationsspiele gehen zu können? Für genügend Selbstvertrauen sollte dies dann allemal sorgen.