Flugzeugabsturz in Dresden – Flughafen probt den Ernstfall

Am Sonnabend war Großkampftag für die Sicherheitskräfte in der Stadt. Königlicher Besuch aus Dänemark, zwei Fußballspiele- und ein Flugzeugabsturz. Ein Flugzeugabsturz? Das zumindest war nur eine Übung auf dem Flughafen Klotzsche, dennoch mit einem äußerst realistischen Szenario.

Samstag Morgen 9:30 Uhr auf dem Dresdner Flughafen. Eine Boeing der Test Air mit über 100 Menschen an Bord ist abgestürzt. 18 von ihnen sind tot, die übrigen verletzt. Die Maschine sollte auf ihrem Weg von München nach Warschau in Dresden zwischenlanden, als der Pilot Rauch im Cockpit meldete. Der Absturz ereignete sich westlich des Flughafens über unbewohnten Gebiet.

Jetzt müssen die Rettungskräfte ran. Ein Szenario, von dem jeder hofft, dass es nie eintritt- und doch müssen die Einsatzkräfte vorbereitet sein. Und für diesen Ernstfall wurde am Samstag in Dresden geprobt. An der Übung nahmen sowohl die Verwaltung im Rathaus, als auch die technische Einsatzleitung auf der Louisenstraße sowie die Kräfte vor Ort teil. Auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz informierte sich über die Lage.

Interview Helma Orosz (CDU), Oberbürgermeisterin

Neben der Versorgung der Verletzten, mussten sich die Einsatzkräfte auch um weitere Gefahren kümmern. 5000 Liter Kerosin sind ausgelaufen. Das Trinkwasser ist verschmutzt und es besteht Brandgefahr. Viele der Verletzten stehen unter Schock. 

Ton  Verletzte

Was so ernst klingt, ist doch nur gespielt. Die Statisten bekommen vorher genaue Anweisungen, wie sich verhalten sollen. Geht etwas schief, jemand verletzt sich wirklich, gibt es ein Codewort mit dem für denjenigen die Übung zu Ende ist.

Ton Verletzter

Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz zog nach der Übung ein positives Fazit.

Interview mit Thomas Mende, Feuerwehrsprecher Dresden

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