Förderung der Medienkompetenz von Kindern

Wir leben mitten im digitalen Informationszeitalter. Medien in Form von nützlichen und unterhaltenden Angeboten bestimmen heute den Alltag fast jedes Menschen in Deutschland. Die jüngste Generation der Digital Natives wächst – anders als ihre Eltern - mit dieser neuen Technologie und völlig anderen Möglichkeiten auf. Doch wie wirkt sich die zunehmende Medienkompetenz auf den Nachwuchs aus? Gibt es neben den vielen Vorteilen auch Grund zur Vorsicht?

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Was sind eigentlich Digital Natives?

Kurzum: Als Digital Native wird eine Person bezeichnet, deren Generation in einer zunehmend digitalen Welt aufwächst. Während Eltern (nach 1980 geboren) eher als Digital Immigrants bezeichnet werden, welche den Übergang in diese digitale Gesellschaft miterleben, werden Digital Natives bereits in dieses Zeitalter hineingeboren.

Chancen und Risiken des digitalen Wandels

Wie schon zu Beginn des Informationszeitalters im letzten Jahrhundert, machten sich die Menschen große Sorgen um mögliche negative Effekte, während andere ebenso große Vorteile sahen. So oder so – Möglichkeiten bieten sich jenen Kindern, deren Erziehungsberechtigte die Mediennutzung richtig gestalten. Hier lautet das Stichwort „Medienkompetenz“ - doch was genau bedeutet das?

1. Digitale Medien (ob Fernsehen, Internet oder ähnliches) können verstanden und anschließend korrekt verarbeitet werden. Hierzu zählt auch, Inhalte mit nützlichem Content zu konsumieren, statt nur zur Unterhaltung und sich anschließend auch mit anderen darüber auszutauschen.

2. Inhalte mit einem brauchbaren Mehrwert von Werbung unterscheiden können.

3. Genau wissen, wo Gefahren auftreten können und darauf entsprechend reagieren.

Kinder sind von Natur aus neugierig und aufgeschlossen, was sich im Bereich des Lernens neuer Technologien als sehr förderlich erweist. Ob mit Freunden daheim, unterwegs oder in der Schule – der Nachwuchs kommt dank PCs, Tablets sowie Smartphones und Co. quasi überall in Berührung mit den digitalen Medien. Gleich zu Anfang sollten sich Eltern also klar darüber sein, dass die mediale Nutzung nicht vollkommen kontrollierbar ist – dennoch kann sie in die Erziehung mit einbezogen werden:

Wie viel Zeit am Bildschirm darf sein?

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Digitale Erziehung wird oft damit gleichgesetzt, wie viel ein Kind konsumieren darf. „Eine halbe Stunde Fernsehen? Klar! Ein bisschen Unterhaltung gehört doch dazu“, wird gerne gesagt. Dann wird darauf verwiesen, dass man durch die Kontrolle der Zeit medial erzieht. Dabei ist es irrelevant ob die Kleinen nun eine halbe Stunde, eine ganze oder zwei am Tag vor dem Fernseher verbringen, wenn der Inhalt stimmt. Eine mehrwertige Sendung bei der die Kinder zum Nachdenken und Mitreden animiert werden, sollte also nicht auf dreißig Minuten am Tag reduziert werden, wenn Interesse besteht. Eine Folge der Lieblingsendung die nur zur Unterhaltung dient, jedoch schon.

Passive Inhalte durch aktive ergänzen

Was das heißen soll? Es meint, dem Kind Medieninhalte zu vermitteln, bei denen es die Informationen nicht nur in Form von Problemen und Antworten vorgesagt bekommt, sondern selbst auf die Lösungen von gestellten Fragen kommen soll. Möglichkeiten hierfür sind online Lernportale, über die sich Mathe-Formeln genau wie Geschichtsdaten einprägen lassen, Quiz-Apps, die das Allgemeinwissen auf den Prüfstand stellen oder interaktive Spiele auf dem PC, bei denen digital gezeichnet oder gebaut werden soll. Die Arten zu Lernen sind grenzenlos, wenn die Medienkompetenz richtig vermittelt wird.