Folgt Hitzeschock auf erste Frostnacht?

Wie angekündigt gab es am Donnerstagmorgen das erste Mal in diesem Herbst Luftfrost, d.h. die Temperaturen sanken auch im Tiefland stellenweise auf Werte um 0 Grad und darunter und das in 2 Metern Höhe.

So wurden beispielsweise in Kaiserslautern heute Morgen minus 2 Grad gemessen, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net im aktuellen Wettervideo berichtet: 

https://www.youtube.com/watch?v=KvTakmuCxu0&list=PL79960E6A59C3F69C&index=1&feature=plpp_video

In Fritzlar waren es 0 Grad und in Lampertheim bei Mannheim 1 Grad.

Noch kälter war es dagegen direkt über dem Erdboden. So wurden in Halle an der Saale und in Stuttgart heute früh direkt über dem Erdboden minus 3 Grad gemessen. Mancherorts war Scheiben kratzen angesagt und wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs war, der musste sich warm anziehen. Außer Konkurrenz laufen heute Morgen die höher gelegenen Regionen, denn dort rutschten die Werte mitunter noch etwas tiefer. 

Am Donnerstag scheint dank Hoch Falk bei 16 bis 19 Grad vor allem im Süden zeitweise die Sonne, in der Mitte ziehen einzelne Wolkenfelder vorüber und im Norden ins kurze Schauer möglich.

Am Freitag gibt es dann im Norden etwas Regen, im Süden ist dann der Samstag dran. Hier kann es in Bayern und Baden-Württemberg bis zum frühen Nachmittag längere Zeit regnen. Bei der Eröffnung des Oktoberfests in München sollte man also einen Schirm dabei haben, am Nachmittag könnte es allerdings dann wieder trocken sein. Die Werte erreichen am Freitag 16 bis 23 Grad, am Samstag 12 bis 20 Grad.

Der Sonntag bringt dann dem Süden einen dicken Warmluftschub. Das Quecksilber macht einen Sprung auf 24 bis 26 Grad. Sonst werden 15 bis 23 Grad erreicht. Dazu gibt es einen freundlichen Mix aus Sonne und Wolken.

Nächste Woche könnte es dann so richtig warm werden. Am Montag gibt es im Süden zwar noch örtlich Regen, aber immerhin schon 24 Grad. Am Dienstag werden bis zu 25 Grad und am Mittwoch sogar bis zu 27 Grad erwartet.

Dazu gibt es mal mehr, mal weniger Wolken und es ist weitgehend trocken, kurzum: der Altweibersommer kommt so richtig in Fahrt, denn in der zweiten Wochenhälfte könnte es noch wärmer werden! Der Grund für diesen möglichen ordentlichen Wärmeschub liegt draußen auf dem Atlantik. Nicht weit weg von Europa ist dort nämlich der Ex-Tropensturm Nadine angekommen. Und genau dieser könnte in der nächsten Woche die Warme Luft aus Südeuropa zu uns bringen.

Während der goldene Herbst zur Hochform aufläuft trudeln derweilen schon die ersten Langfristtrends für den Winter ein, doch dazu in den kommenden Tagen mehr…