Football: Dresden vs. Braunschweig – Nur ein Sieg eröffnet noch Möglichkeiten

Nach ihrem 34:20 – Hinspielerfolg wollen die Monarchs auch das Rückspiel gewinnen. Werden die Dresdner Footballer mit ihrem neuen Leitwolf das Ruder drehen können? +++

Die Marschrichtung für die verbleibenden vier Spieltage ist klar. Gewinnen lautet das einfache Motto. Denn nichts außer eine Siegesserie hilft Dresdens Königlichen am Ende einer durchwachsenen GFL-Saison 2010 noch weiter. Was erfolgreich begann, stagnierte unter dem wachsenden Druck der Bundesliga. Erst die Entlassung von Quarterback Bryan Waggener ließ die Mannschaft von Headcoach Gary Spielbuehler wieder zum Leben erwachen. Unter der Führung von Ersatzquarterback Jared Dumm zeigten die Monarchs im vergangenen Spiel gegen Kiel endlich wieder Herz, Einsatz und Leidenschaft. Den Fans des sächsischen Bundesligisten gefiel die Leistungssteigerung. Daran gilt es anzuknüpfen, in den kommenden schweren Partien gegen Braunschweig, Stuttgart und Essen. Mit neuem Leitwolf und neuem Selbstbewusstsein muss die Relegation vermieden werden. Noch ist ein respektabler Saisonabschluss möglich. Auch wenn die Playoffs inzwischen in weiter Ferne scheinen, sie sind möglich, soviel steht fest. Es ist demnach ein kleiner Hoffnungsschimmer der bleibt, wenn es am Sonnabend (Kickoff: 15 Uhr) in Dresdens Heinz-Steyer-Stadion gegen Braunschweig geht. Ein Sieg hielte ihn auch weiterhin am Leben. Es wäre so wichtig.

Denn auch wenn es schwierig scheint, rein rechnerisch ist alles möglich. Vier Siege, acht Tabellenpunkte und Dresdens Königliche hätten einen Playoff-Platz so gut wie sicher. Selbst drei Siege, einer davon gegen Essen, würde wohl den Einzug in die Meisterschaftsendrunde bedeuten. „Wir haben unser Schicksal in den eigenen Händen. Essen bleiben bei momentan sieben Tabellenpunkten noch drei Spiele. Eines dieser Spiele ist gegen uns. Die Berlin Rebels haben zwar, wie wir, noch vier Spiele vor sich. Davon aber drei gegen die großen Favoriten der Berlin Adler und der Kiel Baltic Hurricanes“, berichtet Cheftrainer Gary Spielbuehler abgeklärt. Die Voraussetzungen scheinen demnach günstig, würde es den Dresden Monarchs endlich gelingen, ihr ganzes Potenzial auf den Spielfeldern der GFL zu entfalten. Das Talent und Können ist ohne Zweifel vorhanden. Was bislang fehlte, war der führende Kopf auf dem Rasen und das nötige Selbstvertrauen in Reihen der Athleten.

Beide Qualitäten scheinen mit der Verpflichtung von US-Quarterback Jake Christensen endlich wieder in die Mannschaft eingekehrt zu sein. „Eine wahrer Leader ist“, heißt es im Team. „Er will um jeden Preis gewinnen“, lautet der Eindruck den Christensen seinem neuen Verein vermittelt. Doch allein kann auch ein so talentierter Spieler wie Jake Christensen ein Footballspiel nicht gewinnen, das ist jedem im Team der Goldenen klar. Nur als funktionierende Einheit ist es möglich, Mannschaften wie Braunschweig, Stuttgart und Essen zu schlagen. Von der Offense-Line, über Runningbacks, Widereceiver, die Defense-Line, Linebacker, bis hin zu den Defensive Backs muss alles passen. Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, heißt es nicht umsonst. Entsprechend wird es Zeit, dass jeder Monarch seine Aufgabe bedingungslos erfüllt, ob auf oder neben dem Feld – ohne Wenn und Aber. So wird die kommende Partie gegen Deutschlands Footballrekordmeister Braunschweig zur wohl größten Herausforderung dieser Saison. Was bislang war, scheint ohne Bedeutung. Allein was kommen wird, entscheidet, wo die Dresden Monarchs am Ende der laufenden Saison stehen.

Quelle: Dresden Monarchs

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