Forderung nach Engagement für Skater-Anlage – Offener Brief veröffentlicht

In einem offenen Brief fordern Konrad Riedel (CDU) und Frank Friedrich (CDU) den Sozialbürgermeister, Thomas Fabian, auf sich zu seinem versprochenen Engagement bezüglich der Skateranlage am Anker zu äußern. +++

Der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Konrad Riedel und Frank Friedrich (CDU) Mitglied im Stadtbezirksbeirat Nordwest, schreiben einen offenen Brief an den Bürgermeister für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Thomas Fabian.

Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Leipzig für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Thomas Fabian,zur Skateanlage Renftplatz, Stadtteilzentrum und Offener Treff Anker

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir fordern Sie auf, endlich zu Ihrem Wort zu stehen und umgehend alle nötigen Voraussetzungen zur die Errichtung und Nutzung der Skateanlage am Stadtteilzentrum Anker in Möckern zu schaffen.

Im Herbst 2011 sagten Sie zu, sich persönlich dafür einzusetzen, daß Sie, der freie Träger der Jugendarbeit Anker e.V. und Sponsoren Anfang Januar 2012 mit den Kindern und Jugendlichen die Anlage einweihen können.

Drei Monate nach diesem „Einweihungs“-Termin erklärt das von Ihnen beauftragte Amt für Jugend, Familie und Bildung (AJFB) die Realisierung als unwahrscheinlicher denn je.

Abgesehen von den in der Baugenehmigung erhobenen, für solche Freizeitangebote in unserer Stadt unüblichen, völlig absurden, weil lebensfernen Auflagen, daß die Skateanlage zu umzäunen und die meiste Zeit verschlossen zu sein habe – und somit auch KEIN Angebot mehr ist! -, bricht vor allem das von Ihnen beauftragte und unter Ihrer politischen und fachlichen Aufsicht stehende AJFB Zusagen, die es in Ihrem Auftrag im Oktober in Anwesenheit von Stadträten und Stadtbezirksbeiräten dem Anker e.V. gab. Das betrifft vor allem die Tatsache, daß dieses Amt auf stadteigener Fläche als Betreiber auftritt, die – mit Unterstützung von Sponsoren für die Stadt kostenfreie! – Errichtung sowie die TÜV-gerechte technische Instandhaltung der Anlage der Anker e.V. übernimmt und die Anlage verpflichtend auch für Angebote im Rahmen des Offenen Treffs nutzt.

Allein diese Vereinbarungen waren einzige und alleinige Grundlage für das umständliche verwaltungstechnische Verfahren zur Erlangung einer Baugenehmigung.

Völlig ausgeschlossen wurde die vor Ihrem Mitwirken immer wieder aufgezwungen Variante, daß der Verein die Fläche von der Stadt zu pachten habe und als Betreiber auftreten müsse. Weder finanziell noch versicherungsrechtlich ist dies auch heute für einen freien Träger möglich. Doch genau davon geht das AJFB bei einer für Freitag, 20. April 2012, anberaumten Beratung wieder aus. Und damit werden die hehren Worte des AJFB-Amtsleiters im Oktober 2011, sein Amt sei „Umsetzer und nicht Verhinderer” zur dicken Lüge. (Siehe auch anhängende PI!)

Wir erwarten von Ihnen, daß Sie in dieser Angelegenheit endlich Ihr politisches Gewicht zeigen und eine umgehende Errichtung und Inbetriebnahme auf der Basis der Kostenneutralität für den freien Träger Anker e.V. ermöglichen sowie eine uneingeschränkte Nutzung des Angebotes für Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk Nordwest erwirken.

Ohne hier fachlichen Rat geben zu wollen, sollte in dieser Angelegenheit möglichst schnell der Kontakt zum Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport, aber vor allem für das im Betrieb von Skateanlagen in unserer Stadt äußerst erfahrene Amt für Stadtgrün und Gewässer gesucht werden.

Konrad Riedel
Frank Friedrich