Forderungen zur Sanierung der Albertbrücke

Im vergangenen Jahr hat die Verwaltung der Stadt Dresden die Pläne zur Sanierung der Albertbrücke ausgearbeitet. Diese sehen eine massive Verbreiterung der Brücke zugunsten des Gesamtverkehrs vor.

Insbesondere der Autoverkehr wird hierdurch begünstigt. Nun hat das Landesamt für Denkmalpflege Bedenken angemeldet und die Sanierung vorerst gestoppt.

Dies nimmt die Neustädter SPD zum Anlass, die bereits im April 2008 gefassten Forderungen zu erneuern. Swen Steinberg, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Dresden-Neustadt, erklärt dazu: „Zwei LKW-breite Fahrspuren in jeder Richtung sind zu viel. Wir wollen mehr Platz für Fahrräder, Fußgänger und Straßenbahn. Die Pläne der Dresdner Stadtverwaltung sind nicht durchdacht“, so Steinberg weiter. „Ein derartiger Ausbau zugunsten des Schwerlastverkehrs ist weder wünschenswert noch dem Verkehrsaufkommen angemessen. Ich habe noch nie LKW-Kolonnen auf der Albertbrücke gesehen.

Zum anderen sollten die Radwege viel breiter und zudem wenigstens auf einer Seite doppelspurig angelegt werden. Gerade die Albertbrücke wird am meisten von Radfahrern frequentiert – das muss unbedingt gefördert werden.“ SPD-Stadträtin Sabine Friedel ergänzt: „Dass die Albertbrücke saniert werden muss steht außer Frage. Allerdings ist es unverständlich, wenn ein solcher Ausbau mittelfristig die Verkehrsbelastung in Richtung Neustadt erhöht. Zumal die Innenstadt demnächst Umweltzone wird und in absehbarer Zeit am Waldschlösschen eine Elbquerung mit Umgehungscharakter entsteht. Das sehe ich in den aktuellen Planungen viel zu wenig berücksichtigt.“ Friedel abschließend: „Die Brücke sollte so wenig wie möglich verbreitert werden, und wenn, dann nur zugunsten von breiteren Rad- und Fußwegen und für die Straßenbahn.“

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