Forscher aus Dresden finden Mittel gegen HIV

Es ist eine medizinische Sensations-Nachricht und gibt Hoffnung für Millionen HIV-Infizierte.

Erstmals ist es Forschern der TU Dresden gelungen, HIV in lebenden menschlichen Zellen vollständig zu vernichten. Eine erste klinische Studie ist in Planung.

Dresdner Forschern und Virologen aus Hamburg ist es weltweit zum ersten Mal gelungen menschliche Zellen von einer HIV-Infektion zu heilen. Dabei wird der Virus, der sich oft direkt in die menschliche DNA einnistet, aus dem Erbgut geschnitten.

Der Dresdner Molekularbiologe Frank Buchholz sagte gegenüber der Leipziger Volkszeitung: „Die von uns entwickelte Gen-Schere hat funktioniert: Nach einer gewissen Zeit waren die Zellen nicht mehr HIV-infiziert. Das ist ein großer Fortschritt, ein sehr wichtiger Schritt in der Forschung“. Diese Gen-Schere ist ein Enzym und ist so konstruiert, dass es sich genau das HI-Virus in der DNA-Abfolge sucht und herausschneidet.

In 90 Prozent aller bearbeiteten Blutproben ist es den Forschern gelungen, die HIV-Viren zu finden und vollständig zu vernichten, ohne dabei die Original-Zellen zu beschädigen. Nach diesem Erfolg ist nun eine erste klinische Studie in Planung.

Bislang lässt sich eine HIV-Infektion nur behandeln, nicht aber heilen. Hat sich ein Mensch erst mit dem Virus infiziert, begleitet es den menschlichen Körper ein Leben lang.