Forstliche Pflegemaßnahmen im Leipziger Stadtwald

Die Stadtforstverwaltung plant in den nächsten sechs Monaten im Leipziger Stadtwald insgesamt circa 8.400 Festmeter Holz einzuschlagen. Die forstlichen Pflegemaßnahmen dienen dem Erhalt und der Förderung der vielen licht- und wärmeliebenden Arten des Leipziger Auenwaldes, die sehr selten geworden oder sogar vom Aussterben bedroht sind. Als Ausgleich für den Holzeinschlag werden circa 80.000 Bäume, hauptsächlich Stieleichen, gepflanzt.

Alle Maßnahmen im Leipziger Stadtwald wurden bereits in der Vorbereitung mit anerkannten Naturschutzverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen abgestimmt und werden auch in der Umsetzung kritisch begleitet. Gefällt werden vor allem Eschen und Ahorne, während Stieleichen, Linden und Hainbuchen größtenteils geschont werden. Ein großer Teil der Fällungen wird in den Stadtwaldgebieten „Burgaue“, „Polenz“, „Staditzwald“, „Connewitzer Holz“ und „Zschocherscher Winkel“ vorgenommen. Begonnen wird am Donnerstag, 21. Oktober, mit dem Pappelbestand an der Permoser Straße, der vom Pappelrindentod befallen ist.

Bei den forstlichen Pflegemaßnahmen werden große Teile der Bestände durchforstet. Dabei wird ein Teil der Bäume entnommen, um dem verbleibenden Baumbestand einen größeren Wuchsraum zu bieten und dadurch die Stabilität dieser Einzelbäume zu erhöhen. Da sich die ökologisch wichtige Baumart Stieleiche nicht natürlich verjüngen kann, werden auch in diesem Jahr wieder so genannte „Femellöcher“ (das sind kleine Freiflächen) angelegt, um hier junge Eichen zu pflanzen. Nicht zu vermeiden ist, dass vor allem bei regenreichem Wetter die Nutzung der Waldwege beeinträchtigt wird. Entstandene Schäden werden jedoch schnellstmöglich beseitigt.