Fortschreibung des Gebäudesicherungsprogramms

Das Gebäudesicherungsprogramm der Stadt soll fortgeschrieben werden. Das beschloss Oberbürgermeister Burkhard Jung auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden.

Dafür wurde eine Liste mit weiteren 60 Gebäuden von großer städtebaulicher Bedeutung und hohem Denkmalwert zusammengestellt, die dringend baulich gesichert werden müssen. Dabei unterstützt die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Eigentümer durch Beratung und finanzielle Mittel. Die Liste umfasst städtebaulich wichtige Eckgebäude – etwa Angerstraße 31, Bornaische Straße 209, Creuzigerstraße 2, Dieskaustraße 86, Pfaffendorfer Straße 21 – und denkmalgeschützte Objekte in geschlossenen Gebäudezeilen an Nebenstraßen.

Die Auswahl erfolgte auf der Grundlage des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (SEKo) und des Fachplanes Denkmalschutz. Sie wurde mit Vertretern der Öffentlichkeit diskutiert. Die Liste wird bedarfsgerecht fortgeschrieben.
 
Das Gebäudesicherungsprogramm war 2005 vom Stadtrat beschlossen worden. Seither gab es drei Listen mit insgesamt 76 Gebäuden. Der überwiegende Teil dieser Bauten konnte seither gesichert oder teilweise sogar saniert werden. Bei einigen Gebäuden war allerdings bislang weder eine Sanierung noch eine Sicherung möglich, u. a. aufgrund schwieriger Eigentumsverhältnisse, eines Eigentümerwechsels, fehlender Bereitschaft der Eigentümer oder problematischer wirtschaftlicher Verhältnisse. Mit dem Gebäudesicherungsprogramm leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des baulichen Erbes in Leipzig.