Fortsetzung des Wunders vom Küchwald

Spektakuläre Spielzüge, Feierstimmung und eine Fortsetzung des Wunders im Küchwaldstadion. Wieder heißen die Sieger Wild Boys Chemnitz.

Mit einem klaren 5:1 (0:1,3:0,2:0) Sieg gegen Tornado Niesky machen die Wild Boys den nächsten Schritt in Richtung Play-Offs. Vor knapp 300 Zuschauern ging es von Beginn an richtig zur Sache.

Wobei die Gäste aus Niesky den besseren Start erwischten und nicht unverdient die ersten Chancen des Spiels hatten. So gingen die Tornados dann auch in der siebenten Minute durch Rädecker mit 1:0 in Führung. Allerdings stand die Chemnitzer Hintermannschaft bei diesem Tor Pate, sodass der Treffer selbst etwas glücklich war. Sekunden später lag das 1:1 in der Luft, aber der Tornadogoalie Wolfermann zeigte, warum er der drittbeste Goalie der Liga ist. Nur wenig später die erste Strafe für Niesky, welche die Wild Boys jedoch nicht zum Ausgleich nutzen konnten. Chemnitz war zwar bemüht, konnte aber noch nicht wirklich gefährlich werden. Erst in den Schlussminuten des ersten Drittels zeigten die Wild Boys endlich was sie in der bisherigen Saison ausmachte und schon brannte es vor den Tornadotor. Doch mit Glück und Geschick bringen die Gäste ihre knappe Führung in die erste Pause.

Das zweite Drittel starte zwar erneut mit Chancen der Gäste, aber dann übernahmen die Wild Boys das Heft des Handelns. Zunächst scheiterte Kevin Geier noch bei seinem Versuch, ehe es Esa Hofverberg nur wenig später besser machte. Nach einem gewonnen Bully wird der Puck gleich aufs Tor der Gäste gefeuert. Da Wolfermann die Schiebe nicht unter Kontrolle bringen konnte, war es für Esa Hofverberg leichtes Spiel zum verdienten Ausgleich einzunetzen. Gleich der nächste Angriff hätte bereits die Führung bringen können, doch wieder war Wolfermann zur Stelle. Die Wild Boys blieben am Drücker und gingen nicht mal zwei Minuten nach dem Ausgleich durch Kevin Geier mit 2:1 in Führung. In dieser Phase des Spiels war von Tornado rein gar nichts zu sehen und so hatten die Chemnitzer auch wenig Mühe ihre erste Unterzahl schadlos zu überstehen. Erst Mitte der Partie fingen sich die Gäste wieder etwas und kamen auch wieder zu Chancen. Als die Gästefans schon den Torschrei auf den Lippen hatten, stand der Pfosten den Chemnitzern zur Seite. Nun ging es hin und her und auch auf der anderen Seite war bei einem Schuss von David Seidl Metall im Spiel. Allerdings hätte dieser Treffer nicht gezählt, da die Schiedsrichter sechs Chemnitzer auf dem Eis sahen. So hieß es also wieder zwei Minuten Überzahl für Tornado. Niesky agierte zu umständlich und Jörg Pohling schnappte sich an der eigenen blauen Linie die Scheibe. Überfallartig liefen gleich drei Chemnitzer Richtung Tornadotor und schlossen den Konter mit dem 3:1 ab. Torschütze war Jörg Pohling, der schon am letzen Wochenende in Erfurt mit einem Unterzahltor glänzen konnte. Nun war Niesky endgültig in einem Schockzustand. Dass von diesem Zeitpunkt an auch jede Schiedsrichterentscheidung diskutiert wurde, zeigte das die Nerven der Tornados nun blank lagen. Gleich die nächste Strafzeit für Niesky hätte das 4:1 bringen können. Michal Vymazal stand goldrichtig, beförderte den Puck aber über das Tor. Als dann ein weiterer Nieskyer auf die Strafbank musste, belagerten die Chemnitzer das Gästetor, aber ein Treffer wollte nicht fallen. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal turbulent. Zunächst durfte David Seidl die Strafbank aufsuchen und Niesky wollte in Überzahl den Anschlusstreffer. Als eine weitere Strafe für Chemnitz angezeigt war verließ Wolfermann sein Tor, doch zum Glück für die Wild Boys kam es nicht zu einer doppelten Überzahl der Gäste. Da sich Leyva auf Seiten der Gäste zu einem Revanchefoul am Chemnitzer Michael Frank hinreißen ließ, mussten beide Spieler in die Kühlbox und Chemnitz brachte das 3:1 in die Kabine.

Im Schlussabschnitt ließen die Wild Boys den Gegner wieder etwas kommen und versuchten über Konter das Ergebnis nach oben zu schrauben. Da von der 44. bis zur 51. Minute die Chemnitzer Strafbank nicht kalt werden sollte, hatte auch Roman Kondelik einiges an Arbeit. Niesky versuchte alles, Schüsse im Minutentakt, aber das Chemnitzer Bollwerk stand. Selbst bei ständiger Unterzahl hatten die Wild Boys ihre Chance, ein weiterer Unterzahltreffer wollte aber nicht gelingen. So mussten die Chemnitzer Fans bis zur 55.Minute warten, als ein weiterer Konter über Julius Michel mit 4:1 durch Kevin Geier abgeschlossen wurde. Spätestens jetzt war das Spiel entschieden, aber noch lange nicht zu Ende. Nur zwei Minuten später der nächste erfolgreiche Angriff der Wild Boys. Diesmal setze Michal Vymazal seinen Nebenmann Tobias Rentzsch in Szene und schon stand es 5:1 für die Wild Boys. In der Schlussphase schenkte der Chemnitzer Coach Mannix Wolf dem Youngster Maurice Voigt seine ersten Oberligaminuten und dieser hätte sich fast noch mit einem Tor bedankt. Neben Michal Vymazal und Esa Hofverberg bekam er seine Chance, welcher er aber leider nicht nutzen konnte. So ging die Partie, welche für die Chemnitzer zäh begann, am Ende mit einem deutlichen und verdienten 5:1 zu Ende. Als Spieler des Tages wurden der Nieskyer Andreas Brill und der zweifache Torschütze Kevin Geier geehrt.

Am morgigen Sonntag geht es dann ins Zittauer Gebirge wo um 17:00 Uhr die Jonsdorfer Falken warten. Das Stastnyteam startete mit einem achtbaren 2:4 in Halle ins Wochenende und dürfte alles dran setzen endlich wieder einen Dreier einfahren zu können.

Wild Boys Chemnitz
Tor: Kondelik, Quietzsch
Verteidigung: Dvorak, Kohlstrunk, Schenkel, Pohling, Frank, Seidl
Sturm: Vymazal, Hofverberg, Michel, Rentzsch, Geier, Uhlig, Stiegler, Voigt, Hofmann

Wild Boys Chemnitz – Tornado Niesky 5:1 (0:1,3:0,2:0)

0:1 (6:18) Rädecker (Wimmer)

1:1 (22:45) Hofverberg (Vymazal, Kohlstrunk)
2:1 (24:27) Geier (Michel, Pohlung)
3:1 (34:37) Pohling (Vymazal, Hofverberg) UZ 5-4

4:1 (54:54) Geier (Michel, Dvorak)
5:1 (56:59) Rentzsch (Vymazal)

Strafen : 14 + 10 für Uhlig / 10

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