Frau ging mit Axt auf Lokalpolitiker im Coswiger Rathaus los

Dresden - Das Opfer, ein Kreistagsabgeordneter der Linken in Meißen, lag nach der brutalen Axt-Attacke mehrere Tage schwer verletzt im Krankenhaus. Am Donnerstag begann am Dresdner Landgericht der Prozess gegen die Beschuldigte Jennifer G., die mit einer Axt auf den Politiker losgegangen sein soll.

© SF/Lucas Friedenhain

Reinhard Heinrich zeigt Sachsen Fernsehen seine große Narbe am Kopf. Im Dezember vergangenes Jahr wurde er Opfer einer brutalen Axt-Attacke im Coswiger Rathaus. Am Donnerstagmorgen hat am Landgericht Dresden der Prozess gegen eine Beschuldigte begonnen, die im Sommer vergangenen Jahres mit einer Axt auf den Kreistagsabgeordneten der Linken in Meißen losgegangen sein soll. Der Politiker Reinhard Heinrich begleitete die Beschuldigte Jennifer G. im Rahmen einer Initiative, die sich unter anderem um Probleme der Bürger kümmert, zum Bürgerbüro in Coswig, weil sie keinen gültigen Personalausweis mehr hatte. Als die Mitarbeiterin des Rathauses für den neuen Personalausweis 10 Euro verlangte, habe Heinrich gesagt, dass das Geld, „das Kraut auch nicht mehr fett mache". Anschließend soll die Beschuldigte eine mitgebrachte Axt aus dem Rucksack geholt und damit auf den Politiker mehrmals brutal eingeschlagen haben. Der Mann wurde daraufhin schwer verletzt in die Klinik gebracht. Die Frau konnte festgenommen werden.

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Ein Haftrichter erließ unmittelbar nach der Tat einen Unterbringungsbefehl in der Psychiatrie. Bei dem Verfahren am Dresdner Landgericht handelt es sich um ein Sicherungsverfahren, bei dem es vor allem um die Frage geht, ob die – ausweislich der Antragsschrift der Staatsanwaltschaft Dresden schuldunfähige – Beschuldigte in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen ist. Der Prozess wird fortgesetzt.