Frauenkirche ermutigt die Friedfertigen

Die Stiftung Frauenkirche Dresden hat ein Banner präsentiert, mit dem sie weithin sichtbar zu Verständigung und Mitmenschlichkeit aufruft. Es zitiert aus der Bergpredigt.

„Die Frauenkirche ermutigt alle, für Frieden und Versöhnung einzutreten. Das ist unsere Kernbotschaft. Sie ist umso wichtiger in Zeiten, in denen gesellschaftliche Gräben bestehen, Ressentiments geschürt und Kriege geführt werden“, erklärte Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt anlässlich der Präsentation eines Schriftzuges, der neumarktseitig an der Frauenkirchfassade angebracht ist. Auf Deutsch und Englisch ist die Seligpreisung „Selig sind, die Frieden stiften“ (Matthäus 5,9) zu lesen. 

 

Erstmals hat sich die Stiftung Frauenkirche Dresden dazu entschlossen, ein Banner an der Fassade des Gotteshauses zu platzieren. „Einerseits steht die Frauenkirche mit allem, was sie tut, für den Geist des Friedens. Der Frieden der Menschen untereinander und mit Gott bestimmt die Gottesdienste, geistlichen Impulse und Kirchenführungen. Andererseits wollen wir im Wissen um die aktuelle Lage in unserer Stadt, in Deutschland, Europa und der Welt ein nach außen sichtbares Zeichen setzen. Mit Blick auf das anstehende Pfingstfest, an dem Jesus seinen Jüngern auch den bekannten Friedens- und Segenswunsch „Friede sei mit euch“ mit auf den Weg gab, rufen wir auf, im Kleinen wie im Großen für den Frieden in uns, unserer Gesellschaft und zwischen den Völker zu wirken“, so Pfarrer Feydt.

 

Wirkung in den Platz hinein

 

Das auf die Größe eines Hauptfensters angepasste Banner ist 10,68 Meter hoch und 3,28 Meter breit. Durch seine Platzierung am Treppenturm C wirkt es weit in den Neumarkt hinein. Befestigt ist es an einem Spannseil, das durch 12 Ringschauben geführt wurde. Diese sind in Gerüsthülsen eingelassen, die bereits beim Wiederaufbau in der Fassade angebracht worden waren. Durch den Einsatz eines Mesh-Gewebes bleibt der Lichteinfall in die Kirche gewährleistet.

 

Das Banner wird bis Mitte Juni und somit über das Pfingstfest hängen. Es sendet damit auch eine Botschaft an die Teilnehmenden der Internationalen Peace Academy, die vom 13. bis 16. Mai junge Leute aus über 30 Ländern an die Frauenkirche führen wird.

 

Zeichen der Ermutigung

 

Die Botschaft „Selig sind, die Frieden stiften“  ist Teil der Bergpredigt, die sich 5. Kapitel des Matthäusevangeliums findet. In ihr verdeutlicht Jesus seinen Anhängern den Willen Gottes. Sie beginnt mit neun Seligpreisungen, die gerade jene bestärken und erhöhen sollen, die oftmals als Schwache angesehen werden: Mittellose, Barmherzige  und Trauernde ebenso wie jene, die Gewalt ablehnen und nach Frieden und Gerechtigkeit streben. Anliegen der Frauenkirche ist es, gerade sie zu ermutigen und in ihrem Denken und Handeln zu bekräftigen.

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