Frauenmannschaft von Lok dampft Richtung Bundesliga

Am kommenden Mittwoch (19. Januar) ist Trainingsauftakt für die 1. Frauen-Mannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig. Das Team von Trainer Jürgen Brauße steht vor einer richtungsweisenden zweiten Halbserie – die möglichst mit dem Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga gekrönt werden soll. Derzeit rangiert die Mannschaft aus Probstheida auf dem zweiten Platz in der 2. Bundesliga Nord.

Zwar gibt es nur einen Aufsteiger, der aktuelle Spitzenreiter Hamburger SV II ist jedoch nicht aufstiegsberechtigt. Bei fünf Punkten Vorsprung auf Turbine Potsdam II, sechs Zähler vor dem 1. FC Lübars sowie drei Punkten vor Werder Bremen, das aber bereits zwei Spiele mehr absolviert hat, haben es die Lok-Frauen daher in den verbleibenden acht Punktspielen selbst in der Hand, den Traum vom Sprung ins Oberhaus wahr zu machen.  Das erste Spiel am 20. Februar bei Lübars könnte dabei bereits richtungsweisenden Charakter haben.

Die Verantwortlichen des 1. FC Lok nutzen die Winterpause zur Weichenstellung für die Zukunft. In den letzten Wochen wurden die Verträge von vier Spielerinnen verlängert. Insbesondere die Unterschrift von Kapitänin Anne Heller unter einen neuen Zweijahresvertrag war ein wichtiges Zeichen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mannschaft. Aber auch Katharina Freitag und Anja Hädrich haben sich in der Hinrunde als Stammspielerinnen etabliert. Komplettiert wird das Quartett von Yvonne Wutzler. Die 18-Jährige war nach einem viel versprechenden Debüt im Frauen-Bereich fast ein Jahr lang verletzt, so dass der Verein mit ihrer Vertragsverlängerung zugleich das Vertrauen in ein erfolgreiches Comeback zum Ausdruck bringt.

„Diese Vertragsverlängerungen sind ein wichtiger erster Schritt im Hinblick auf die neue Spielzeit“, freut sich Frank Tresp, Verantwortlicher für Frauen- und Mädchenfußball beim 1. FC Lok. „Alle übrigen Leistungsträgerinnen sind ohnehin noch über diese Saison hinaus an den Verein gebunden.“ Bei weiteren Verstärkungen plant der Verein angesichts der Ungewissheit über die nächstjährige Spielklasse zweigleisig. Im Falle des Aufstiegs sollen sechs bis acht Spielerinnen mit Erstliga-Erfahrung verpflichtet werden. Dazu laufen momentan diverse Gespräche.

Bilder: Lok Leipzig