Freiberg: Nicht auf dreiste Masche hereingefallen

Zwei Mal versuchten am Mittwochvormittag Unbekannte per Telefon, zwei Freiberger um mehrere tausend Euro zu bringen.

In beiden Fällen rief ein russisch sprechender Mann bei einer aus Usbekistan stammenden
55-jährigen Frau und einem aus Kirgistan stammenden Mann (75) an. Beim 75-Jährigen meldete er sich als Sohn und teilte mit, dass er nach einem Unfall im Krankenhaus liege. Dabei wären zwei Menschen überfahren worden. Zur Regulierung wären 30.000 Euro fällig. Der Anrufer setzte den Senior unter Druck und ließ auch einen vermeintlichen Anwalt sprechen. Richtigerweise ließ sich der 75-Jährige auf nichts ein und legte auf. Nach Rückfragen in der Familie erfuhr er, dass keiner seiner Söhne irgendeinen Unfall gehabt hat.

Im zweiten Fall teilte der falsche Sohn der Frau mit, dass er einen Unfall gehabt habe und für den Krankenhausaufenthalt rund 3 000 Euro benötige. Bei weiteren kurz hintereinander folgenden Anrufen erhöhte sich die Summe schließlich auf rund 10.000 Euro. Die Frau rief schließlich ihre Verwandten an und vergewisserte sich, dass ihrem Sohn nichts zugestoßen ist. Am Mittag zeigten beide Geschädigten die Betrugsversuche bei der Polizei an.

Sie haben richtig gehandelt und keinerlei Zahlungen geleistet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der unbekannte Anrufer mit der „Sohn“ – Masche weiter versucht, doch noch zum Zug zu kommen. Die Polizei warnt deshalb vor dieser Masche und bittet bei derartigen Anrufen um besondere Vorsicht.

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