Freie Fahrt auf den Antonienbrücken

Leipzig – Leipzigs größtes Brückenbauprojekt der vergangenen Jahre wurde am Donnerstag feierlich freigegeben. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit kann der Verkehr nun wieder auf der wichtigen Ost-West-Achse zwischen Innenstadt und Grünau in beide Richtungen rollen.

Die hohe Verkehrsbelastung und die Folgen des Verschleiß machten den Neubau der Brücke zwischen der Klingen- und Diezmannstraße unabdingbar.

Eine wachsende Stadt, was Leipzig ohne Frage ist, braucht einen leistungsfähigen und attraktiven öffentlichen Personennahverkehr. Die Infrastruktur ist eine zentrale Basis für die Leistungsfähigkeit und hier an den Antonienbrücken war einfach dringender Handlungsbedarf, aufgrund des Zustandes der Brücken,“ so Geschäftsführer des Technik und Betriebes der Leipziger Verkehrsbetriebe Ronald Juhrs.

Der Zustand der Brücken ließ eine Sanierung nicht mehr zu. Als besondere Schwierigkeit beim Neubau erwies sich der Zugverkehr der Deutschen Bahn. Durch den Tagesbetrieb konnten die Arbeiten nur in einem eingeschränkten Zeitraum nachts durchgeführt werden. Weiterhin galt es, die Straße in diesem Bereich zu erneuern und an die gestiegenen Anforderungen anzupassen.

„Hier fahren täglich 375 Straßenbahnzüge über die Gleise und etwa 12000 Grünauer nutzen täglich diese Verbindung zwischen Grünau und der Innenstadt,“ erzählt Juhrs.

Nach der uneingeschränkten Verkehrsfreigabe stehen nun noch Restarbeiten an, die bis März 2017 abgeschlossen sein sollen. So soll unter anderem noch ein Radweg östlich der Gleise entstehen. Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf insgesamt 15,5 Millionen Euro.