Freie Schulen hängen bei Finanzierung noch immer in der Luft

Etwa 60.000 Kinder lernen in Sachsen an den rund 400 freien Schulen, wie hier an der Montessori-Schule in Dresden-Striesen. Ihre finanzielle Ausstattung muss der Freistaat bis Dezember 2015 verbessern.+++

Denn die sächsische Verfassung sieht vor, dass staatliche und freie Schulen gleichgestellt sind.

Dafür haben Linke, SPD und Grüne vorm Verfassungsgerichtshof in Leipzig geklagt und Recht bekommen.

Die lange Übergangsfrist soll dazu dienen, eine gesetzeskonforme Lösung zu finden. Doch solange können viele nicht warten.

Interview im Video mit Uwe Thümmel, Leiter Montessorischule Huckepack
Interview im Video mit Karsten Seifert, seine Kinder lernen an Montessorischule

Bis März soll eine Zwischenlösung gefunden werden und genau darüber zeichnet sich jetzt Streit ab. Die Regierung führt dazu Gespräche mit den Trägern der freien Schulen. Doch Eltern und Parlamentarier bleiben außen vor, empört sich Annekathrin Giegengack von den Grünen, die die Klage voran getrieben hatte.

Interview im Video mit Annekathrin Giegengack (Grüne), bildungspolitische Sprecherin

Für die Übergangsfrist spricht sich Giegengack dafür aus, die Gesetzesänderung von 2010, die die freien Schulen erst in eine kritische Lage brachte, wieder zurück zu nehmen. Doch derzeit wird nur über eine Förderrichtlinie nachgedacht.

Interview im Video mit Annekathrin Giegengack (Grüne), bildungspolitische Sprecherin

Bis März wird sich zeigen, wie die Finanzierung freier Schulen in den nächsten zwei Jahren geregelt werden soll. Verbessert sich nichts, wollen viele Eltern wieder auf die Barrikaden gehen.

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