Freier forderte Gesundheitspass

Die Nacht zum Montag wollte ein 44-Jähriger nicht allein verbringen, so die Polizei.

Der Mann bestellte sich telefonisch, eine ihm bereits bekannte, Prostituierte nach Hause. Gegen 22 Uhr traf die Dame in der Georg-Schwarz-Straße beim 44-Jährigen ein.

Dann forderte er plötzlich von ihr einen Gesundheitspass, welchen er in den vorangegangenen romantischen Stunden laut Polizei versäumt hatte, sich zeigen zu lassen. Diesen konnte die Frau allerdings nicht vorweisen.

Daraufhin wollte der 44-Jährige nun keinerlei wie auch immer geartete Zärtlichkeit mehr von der Dame. Sie forderte aber trotzdem das am Telefon vereinbarte Honorar von 100 Euro, was wiederum der Mann ablehnte und sie der Wohnung verwies.

Etwa eine Stunde später rief die Dame noch einmal auf dem Handy des
Geschädigten an und forderte ihn auf, das Geld zu bezahlen, ansonsten würde etwas passieren, so die Polizeibeamten. Doch erneut lehnte der Mann ab.

Gegen Mitternacht dann klingelte es bei ihm an der Wohnungstür. Kurz darauf traten drei Unbekannte die Tür ein, stürmten bewaffnet mit einem Schlagring, einem pistolenähnlichen Gegenstand sowie einem Morgenstern in seine Wohnung und forderten Bargeld. Dieser Forderung verliehen sie mit Schlägen und Tritten Nachdruck. Anschließend nahmen die drei Unbekannten ein vorgefundenes Handy sowie mehrere Hundert Euro an sich und verließen die Wohnung.

Bei dem Überfall erlitt der Geschädigte u. a. starke Schwellungen im Gesicht, sodass er zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen schweren Raubes.