Freistaat Sachsen fördert Internetnutzung

Wegen der zunehmenden Bedeutung des Internets im Alltag gilt es jetzt, eine digitale Spaltung in Onliner und Nonliner zu verhindern, so der Beauftragte für Informationstechnologie Dr. Wilfried Bernhardt. +++

Sachsens Bürger standen Innovationen schon immer aufgeschlossen gegenüber, was nicht nur die vielen Erfindungen vom Meißner Porzellan bis hin zum Computer beweisen. Auch das Internet ist für einen Großteil der Bevölkerung des Freistaats zum maßgeblichen Arbeitsmittel geworden. Aber nicht nur das; auch die Gestaltung der Freizeit, die Kommunikation mit anderen Menschen oder Behördengänge werden vom Internet maßgeblich beeinflusst.

Der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für Informationstechnologie und Justizstaatssekretär Dr. Wilfried Bernhardt: „Ich bin froh, dass sich viele unserer Mitbürger und Unternehmen dem neuen Medium geöffnet haben und seine Chancen in der täglichen Kommunikation nutzen. Wegen der zunehmenden Bedeutung des Internets im Alltag unserer Gesellschaft gilt es jetzt, eine digitale Spaltung in Onliner und Nonliner zu verhindern. Daher nimmt sich die Sächsische Staatsregierung dieser Herausforderung bereits seit Längerem an und agiert auf mehreren Handlungsfeldern, um die Voraussetzungen für die Internetnutzung im Freistaat Sachsen zu optimieren.“

Hauptziel ist es hierbei, Internetanschlüsse flächendeckend und in ausreichender Qualität zur Verfügung zu stellen. Gerade die Orte, in denen eine Lücke in der Breitbandversorgung aller Voraussicht nach fortbestehen wird, weil die Investitionen für privatwirtschaftliche Telekommunikationsanbieter nicht attraktiv sind, können auf Basis des Breitbanderschließungskonzepts der Staatsregierung eine Förderung für den Auf- oder Ausbau des schnellen Internets beantragen.

Dr. Wilfried Bernhardt: „Natürlich sind hierfür Aktivitäten und auch eine Kofinanzierung der kommunalen Seite nötig. Beides ist, wie Beispiele in mehreren Landkreisen zeigen, jedoch keine unüberwindbare Hürde. So freue ich mich außerordentlich, dass der Vogtlandkreis dabei ist, mit Hilfe der Förderung des Freistaates für Breitbandanschlüsse in vielen Ortsteilen zu sorgen. Für alle Kommunen, die noch unsicher sind, empfehle ich die Breitbandberatungsstelle, die z. B. im Internet unter www.breitbandberatungsstelle-sachsen.de erreicht werden kann.“Ein weiteres Handlungsfeld der Sächsischen Staatsregierung ist der Einsatz des Internets bei der Abwicklung von Verwaltungsangelegenheiten. Das sogenannte E-Government zielt nicht nur drauf ab, das Internet verwaltungsintern als Informationsquelle oder Kommunikationsmedium nutzen, um Verwaltungsverfahren zu optimieren und effektiver zu bearbeiten.

Es soll auch einzelne Verwaltungsverfahren so umgestalten, dass Bürger oder Unternehmen sie von der ersten Information bis zum Erhalt der Verwaltungsentscheidung komplett per Internet abwickeln können. Dr. Wilfried Bernhardt: „Am E-Government ist mir besonders wichtig, dass die Bürokratiekosten der Bürger und Unternehmen deutlich gesenkt werden, z. B. durch wegfallende Wege oder Wartezeiten auf dem Amt. Sicherlich ist immer genau zu prüfen, welches Verwaltungsverfahren sich dafür überhaupt eignet. Wir bieten aber mit den E-Government-Basiskomponenten für alle Bereiche der Verwaltung Bausteine an, damit die Behörden ein solches Netz aufbauen können und so z. B. Anträge auch in elektronischer Form rechtsförmlich wirksam entgegennehmen und abwickeln können.“Von entscheidender Bedeutung bei der Steigerung der Internetnutzung ist die Medienkompetenz unserer Bevölkerung. Wer das Medium nicht versteht, wird sich auch nicht mit ihm befassen.

Daher legt die Staatsregierung auch beim eigenen Internetauftritt Wert darauf, dass Informationen möglichst einfach und barrierefrei dargeboten werden. Zudem setzt sie auf die Bereitschaft insbesondere auch der älteren Bevölkerung, sich dem Internet vorurteilsfrei zu nähern und sich hier eine Grundkompetenz anzueignen. Dr. Wilfried Bernhardt: „Ich wünsche mir, dass in diesem Medium Jung und Alt zueinander finden, um Erfahrungen auch mal in anderer Richtung auszutauschen; und bin zuversichtlich, dass nicht nur die Hilfe im Kleinen, also in der Familie und im Bekanntenkreis, die Berührungsängste überwinden hilft, sondern setze auch auf weitere, freiwillige Initiativen des Austauschs der Generationen zum Internet, wie wir sie beispielweise mit dem Generationenpreis des Freistaates Sachsen im Jahr 2009 ausgezeichnet haben.“

Quelle: SMJus – Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa

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