Freistaat Sachsen gibt grünes Licht zur ICE-Anbindung

Die Stadt Chemnitz und der südwestsächsische Raum sind seit einiger Zeit vom Schienen-Fernverkehr abgekoppelt.

Das soll sich jetzt ändern. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren.

Am Mittwochvormittag wurde im Rathaus Chemnitz die Planungsstudie zur Elektrifizierung und zum Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz Leipzig vorgestellt.

Neben der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Wirtschaftsminister Sven Morlok waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft vertreten.

Der Freistaat Sachsen hat die Untersuchung zur Anbindung der Stadt Chemnitz an das ICE-Netz abgeschlossen und für gut befunden.

Damit ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für Sachsen und speziell auch für Chemnitz erreicht worden.

Interview: Sven Morlok, Wirtschaftsminister

Die circa 81 Kilometer lange Strecke von Chemnitz nach Leipzig soll nun für Fernverkehrszüge tauglich gemacht werden.

Dafür müssen rund 250 Millionen Euro aufgebracht werden um die Trasse zu elektrifizieren und auszubauen.

Der Streckenverlauf soll über Bad Lausick und Geithain erfolgen.

Innerhalb von 50 Minuten könnten dann Fahrgäste von Leipzig nach Chemnitz befördert werden.
Die reine Bauzeit ist mit 27 Monaten beziffert.

Mit einem Anschluss an das ICE-Netz ist trotzdem in frühestens 8 Jahren zu rechnen.

Bis dahin muss noch die Finanzierung endgültig geklärt, sowie unterschiedlich Genehmigungs- und Prüfungsverfahren durch laufen werden. Somit steht ein genauer Fertigstellungstermin noch nicht fest.

Interview: Sven Morlok, Staatsminister

Geplant ist nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen ein zweistündiges ICE-Angebot, das bedeutet ein ICE wird aller zwei Stunden im Chemnitzer Hauptbahnhof zu erreichen sein.

Wobei die Strecke so ausgebaut werden soll, dass auch ein einstündiges ICE-Angebot möglich wäre.

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