Freiwillige Teilzeitarbeit von Mittelschul- und Gymnasiallehrern ermöglicht Einstellung von 130 Lehrern

6.577 sächsische Mittelschul- und Gymnasiallehrer arbeiten im neuen Schuljahr verkürzt, rund 49 Prozent der dafür in Frage kommenden Pädagogen. Damit können ab Herbest 130 junge Lehramtsabsolventen eingestellt werden. +++

Der Stellenmehrbedarf beläuft sich damit auf nunmehr 835. Dadurch konnte – im Vergleich zu der Befragung im Januar – der Überhang nochmals um 143 Stellen reduziert werden. Kultusminister Roland Wöller bedankte sich bei den Kollegen: „Mit ihrer Bereitschaft, auf freiwilliger Basis weniger zu arbeiten, haben sie die Möglichkeit geschaffen, dass wir auch in diesem Jahr 130 junge Lehramtsabsolventen in den sächsischen Schuldienst einstellen können.“ Die Stellen sind zunächst für ein Jahr befristet.

Der Haushalts- und Finanzausschuss hat heute in einer Sondersitzung auf Antrag des Kultus- und Finanzministeriums grünes Licht für die im aktuellen Haushalt nicht untersetzten 835 zusätzlichen Stellen sowie die bis zu 130 Stellen für Neueinstellungen gegeben. Für 2010 bedeutet das einen finanziellen Mehraufwand von ca. 24 Millionen Euro, dieser Betrag wird weitestgehend aus Einsparungen des Kultusministeriums gedeckt.

Knapp die Hälfte (3.118 Personen) der freiwillig teilzeitarbeitenden Lehrer sind berechtigt, einen freien Tag in Anspruch zu nehmen. Der größte Teil von ihnen entschied sich für eine befristete Teilzeit von zunächst einem Jahr. Die Bereitschaft verkürzt zu arbeiten, muss in diesen Fällen im nächsten Jahr also erneuert werden. Entsprechende Gespräche mit den Lehrern wird es ab Januar dazu geben. Im Herbst wird das Verfahren mit den Gewerkschaften und Interessenvertretungen abgestimmt. Der Beschäftigungsgrad der teilzeitarbeitenden Lehrer liegt bei 84 Prozent, das entspricht 21,9 (von 26) Stunden.

Die Neueinstellungen verteilen sich auf 80 Stellen für Mittelschulen und 50 für Gymnasien.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport

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