Friedensbanner schmücken Innenstadt

Chemnitz – Am kommenden Sonntag wird in Chemnitz wieder ein Zeichen für Demokratie, Toleranz, ein friedliches Miteinander und Weltoffenheit gesetzt. Der Friedenstag soll aber auch an die Bombardierung der Chemnitzer Innenstadt, am 5. März 1945 erinnern.

„Warum werden da Bilder am Rathaus aufgehängt?“ Die Friedensbanner hängen am Freitag noch keine Stunde und schon werden die ersten Passanten neugierig. Gerald Richter, Initiator der Banneraktion, nutzt die Gelegenheit natürlich gern, um mit den jungen Männern ins Gespräch zu kommen. Die bunten Bilder, die Friedensbanner, kündigen wie jedes Jahr den bevorstehenden Friedenstag am 5. März an.

Rund ein Jahr haben sich über 100 Kinder und Jugendliche mit dem Thema Krieg und Frieden auseinandergesetzt und an den Bannern gearbeitet. Die Idee, Friedensbanner von Kindern und Jugendlichen gestalten zu lassen, entstand 2011 nach einer Nazidemo in Chemnitz. Gerald Richter wollte dem etwas entgegensetzen und gewann Schulen und Jugendeinrichtungen für ein Kunstprojekt gegen Rechts.

Seit 2012 prägen die Vliesbahnen das Bild des Friedenstages, unter dem Motto: bunt statt braun. Auch am Sonntag will sich Gerald Richter mit seiner Initiative Aktion C aktiv am Friedenstag beteiligen. Dafür werden im Stadthallenpark Plaktwände aufgestellt, die von den Besuchern gestaltet werden können.

Auch die Chemnitzer Oberbürgermeisterin hofft auf eine rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Friedenstag. Alle Akteure des Chemnitzer Friedenstages kommen am Sonntag um 18 Uhr zur großen Kundgebung auf dem Neumarkt nocheinmal zusammen. Dabei geben Einheimische sowie Zugewanderte einen Einblick in ihre Erinnerungen an ihr Leben vor und nach dem Krieg.

Die Friedensbanner werben noch bis zum Montag für Freiheit, Frieden und Toleranz in Chemnitz.