Friedenspreisträgerin besucht Internationale Schule

Dresden - Die syrische Bildungsaktivistin Muzoon Almellehan hat am Montag die Internationale Schule Dresden besucht, um mit den Schülern über die Situation von Kindern in Krisengebieten zu sprechen. Sie selbst floh als Kind mit ihrer Familie aus Syrien und lebt nun in Großbritannien.

Die syrische Bildungsaktivisten Muzoon Almellehan gilt als eine der stärksten und einflussreichsten Stimmen im Kampf um Bildung für Kinder in Krisengebieten. Sie ist als Kind mit ihrer Familie aus Syrien geflohen und hat über mehrere Jahre in Flüchtlingslagern gelebt. Dort begann sie mit 14 Jahren ihr Engagement und ist mittlerweile Unicef-Botschafterin. Bis heute kämpft die 21-Jährige für bessere Bildungschance für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten. Die 11. Internationale Friedenspreis Dresden-Preisträgerin hat am Montag mit Schülerinnen und Schüler der Dresden International School getroffen, um mit ihnen anhand des eigenen Schicksals über die Bildungssituation von Kindern in Krisengebieten zu sprechen.

Der Dresdner Friedenspreis wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, dass wir aus der Dresdner Geschichte lernen und daran denken, dass es immer eine Alternative zum Krieg geben sollte. Die Auszeichnung zielt darauf ab, die Mutigen, Toleranten und Menschlichen zu ehren. „Diese Botschaft spricht laut und deutlich zu uns als IB-Schule und trifft ins Herz unserer Mission, Schüler zu ermutigen, aktive, mitfühlende und lebenslang Lernende zu werden“, so Steven Calland-Scoble, Direktor der Dresden International School (DIS).

Die Jungen und Mädchen der Grundschule (Klasse 5) sowie aus den weiterführenden Sekundarstufen (Klassen 6 bis 12) sind schon sehr gespannt auf den Besuch von Muzoon Almellehan. Die im Jahr 2017, mit 19 Jahren, die bis dahin jüngste Botschafterin der Unicef, des Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, wurde. Intensiv haben sich die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Schule in den vergangenen Wochen mit Flüchtlings-, Bildungs- und Zukunftsthemen auseinandergesetzt. Jetzt sind die Schüler aus 49 Nationen gespannt mit der jungen Aktivistin persönlich darüber zu sprechen und von ihren Erfahrungen zu hören und wie sie es geschafft hat, ihr Schicksal anzunehmen und daraus Kraft zu schöpfen, um für andere ein Vorbild zu sein.

Muzoon ist ein weltweites Vorbild für junge Menschen – auch für die DIS

Die Unicef-Botschafterin reist um die ganze Welt, um anderen Kindern, die Opfer von Krisen und Konflikten geworden sind, zu helfen. Die junge Frau spricht davon wie wichtig Bildung ist. Und sie sagt immer wieder den Satz: „Bildung kann dir niemand nehmen“. Muzoon Almellehan ist für unsere Schüler eine inspirierende Persönlichkeit. Sie zeigt, wie man aus einer tragischen Erfahrung etwas Positives macht und als Botschafterin des Friedens der Gemeinschaft etwas zurückgibt“, erklärt Schuldirektor Calland-Scoble. Weiter führt der britische Schulleiter an, „dass dieser Aspekt auch in unserer Schulphilosophie eine große Rolle spielt, denn wir vermitteln in der DIS nicht nur Wissen, sondern fördern auch die sozialen Fähigkeiten der jungen Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung“.

Über 20 Jahre internationale Schulbildung am Standort Dresden

Die DIS vermittelt seit über 22 Jahren Schülern aus der ganzen Welt eine herausragende Schulbildung; seit 2002 auf der Basis von Programm und Philosophie des International Baccalaureate (IB). Anlass für ihre Gründung im Jahr 1996 war die Nachfrage von internationalen Firmen, die sich in Sachsen niederlassen wollten. „Seitdem hat die Schule eine wichtige Rolle bei der Ansiedlung von Unternehmen in Dresden und Sachsen gespielt“, so Calland-Scoble. „Dabei sieht es die Schule als ihre besondere Aufgabe, die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen und die individuellen Fähigkeiten eines jeden Kindes zu fördern“, fügt der Schuldirektor hinzu.